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Tennis: Novak Djokovic kritisiert Streichung von Ranglisten-Punkten in Wimbledon

Djokovic hadert mit Punkt-Streichung in Wimbledon

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Beim Grand-Slam-Turnier von Wimbledon werden in den Männer-Konkurrenzen keine Weltranglistenpunkte vergeben.Für Sky Kommentator Marcel Meinert kommt diese Entscheidung überraschend. Zudem spricht er über die Folgen.

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat den Verzicht auf Ranglisten-Punkte beim diesjährigen Rasenturnier in Wimbledon kritisiert.

"Ich denke, es war eine falsche Entscheidung", sagte Djokovic am Montag in Paris nach seinem Erstrundensieg bei den French Open. Djokovic will in Wimbledon dennoch an den Start gehen. "Ja, ich habe die Absicht, nach Wimbledon zu fahren", sagte der 35 Jahre alte Serbe.

Die Herren-Organisation ATP und die Damen-Organisation WTA hatten am Freitag entschieden, dass es beim Tennisklassiker in diesem Jahr keine Punkte für die jeweiligen Weltranglisten geben wird. Grund dafür ist der Ausschluss der Profis aus Russland und Belarus durch die Veranstalter in Wimbledon wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. ATP und WTA hatten diese Entscheidung kritisiert und nun die Konsequenzen gezogen.

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Djokovic verliert 2000 Punkte

Djokovic ist von der Regelung ganz besonders betroffen, weil er als Titelverteidiger nun 2000 Punkte und sehr wahrscheinlich auch seinen ersten Platz in der Weltrangliste verliert. Er sei aber froh, dass die ATP und die Spieler den Machern von Wimbledon deutlich gemacht hätten, dass ihre Entscheidung zum Ausschluss von Profis aus Russland und Belarus falsch gewesen sei.

Gleichwohl hätte sich Djokovic eine andere Regelung gewünscht. "Ich denke, die ATP hätte auch einen Mittelweg finden können. Sie hätten die Punkte für dieses Jahr streichen, vom letzten Jahr aber einfrieren können", sagte Djokovic. Allerdings sei die gesamte Konstellation für alle Seiten sehr komplex. "Es ist eine Lose-Lose-Situation", sagte die Nummer eins der Welt.

Der russische Weltranglistenzweite Daniil Medwedew äußerte sich am Dienstag diplomatisch. "Ich will nicht sagen, welche Entscheidung richtig ist, aber in ihrer Begründung finde ich die ATP einfach logischer und konsequenter."

dpa / SID

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