Rodel-WM: Geisenberger gewinnt Sprint-Titel - Silber für Loch

Auch Eggert/Benecken sichern sich Titel

Natalie Geisenberger (M.), Dajana Eitberger (l.) und Julia Taubitz feiern den deutschen Dreifach-Triumph bei der Rodel-Heim-WM.
Image: Natalie Geisenberger (M.), Dajana Eitberger (l.) und Julia Taubitz feiern den deutschen Dreifach-Triumph bei der Rodel-Heim-WM.  © DPA pa

Natalie Geisenberger führt einen Dreifachsieg an, die Doppelsitzer holen Gold und Silber - und der einstige Dominator Felix Loch sendet mit dem zweiten Platz ein wichtiges Lebenszeichen.

Zum Auftakt der Heim-WM in Winterberg hat der zweimalige Einzel-Olympiasieger den Sieg im Sprintwettbewerb der Männer um nur 24 Tausendstelsekunden verpasst. Der 29-Jährige musste sich am Freitag dem Österreicher Jonas Müller geschlagen geben.

Loch wartet seit mehr als einem Jahr auf einen Sieg, nach zuletzt schwachen Leistungen macht Silber im nicht-olympischen Sprint nun aber Hoffnung für das klassische WM-Rennen am Wochenende. Der Olympia-Dritte Johannes Ludwig (Oberhof) wurde Vierter hinter dem Russen Semen Pawlitschenko, Chris Eißler (Zwickau) belegte den siebten Rang.

Deutscher Dreifach-Triumph bei den Damen

Die Frauen wurden ihrer Favoritenrolle dagegen absolut gerecht und stellen nun erstmals in der noch jungen Geschichte des Wettbewerbs die Sprintweltmeisterin.

Olympiasiegerin Geisenberger (Miesbach) setzte sich mit sieben Tausendstelsekunden Vorsprung auf Julia Taubitz (Oberwiesenthal) durch, Dritte wurde Dajana Eitberger (Ilmenau). Tatjana Hüfner (Blankenburg) musste sich mit dem fünften Platz begnügen.

Doppelsitzer Eggert/Benecken feiern Titel

Bei den Doppelsitzern hatten die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) ihren ersten Sprinttitel gewonnen, sie verwiesen die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) mit nur zwölf Tausendstelsekunden Vorsprung auf Rang zwei.

"Das normale Rennen steht noch mal eine Stufe über dem Sprint, aber am Ende ist das hier trotzdem ein Weltmeistertitel", sagte Eggert über die Wertigkeit des Wettbewerbs: "Wir haben im Rodeln nicht so viele, und deshalb will jeder gewinnen." Bronze holte das Doppel Thomas Steu/Lorenz Koller aus Österreich, die Lokalmatadoren Robin Geueke/David Gamm belegten den siebten Platz.

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Der Sprint wird in Winterberg zum dritten Mal auf WM-Niveau ausgefahren. Die Entscheidung fällt dabei in nur einem Lauf, die Zeitmessung beginnt mit fliegendem Start etwa 100 Meter nach der Startrampe. Am Wochenende stehen die klassischen Rennen der Doppelsitzer, Frauen (jeweils Samstag) und Männer (Sonntag) an. Abgeschlossen wird die WM am Sonntagnachmittag mit der Teamstaffel. (sid)