Antonelli spricht über VSC-Pech von Norris: "Der Sieg hätte eigentlich Lando gehört"

Weltmeister Lando Norris avanciert beim GP von Spanien zum Pechvogel. Das Timing des ausgerufenen Virtual Safety Cars hätte für den McLaren-Star nicht schlechter sein können. Am Ende kostet ihn dies womöglich sogar den Sieg, wie WM-Leader Kimi Antonelli anmerkt.

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Der erste Große Preis von Spanien in Madrid seit 1981 wurde mit Spannung erwartet. Und genau die verspricht auch das Ergebnis des Qualifyings. Kann Lando Norris seine Spitzenposition gegen Kimi Antonelli und Max Verstappen verteidigen?

Sky Sport fasst die wichtigsten Stimmen zum GP von Spanien auf dem Madring zusammen.

Kimi Antonelli (Rennsieger Mercedes) ...

… zu seinem Rennsieg: "Es war nicht ganz einfach, vor allem im Hinblick auf das Reifenmanagement. Es ist gut zu gewinnen, aber es fühlt sich nicht so super an, weil der Sieg eigentlich Lando gehört hätte. Aber wir nehmen es. Abgesehen davon war es ein starkes Rennen. Auch auf den harten Reifen hatten wir zum Schluss eine ganz gute Pace. Jetzt werden wir weiter Druck machen."

… zum WM-Kampf: "Genau daran will ich nicht denken. Ich will jedes Rennen für sich nehmen, in jedem Rennen voll und ganz liefern und zugleich natürlich auch Spaß haben. Ich gebe in jedem Rennen mein Bestes und dann schauen wir mal, was am Schluss dabei herauskommt."

Max Verstappen (Red Bull) ...

… zu seinem zweiten Platz: "Wenn wir uns die Pace im Rennen anschauen, ist das ein gutes Ergebnis für uns. Wir wissen, dass Lando super viel Pech mit dem Virtual Safety Car hatte. Insofern ist P2 heute ein unglaubliches Ergebnis. Man hat gesehen, wie schnell Lando zu mir aufgeholt hat, aber man kann hier nicht überholen. Deshalb ist P2 stark."

… dazu, wie er Lando Norris hinter sich gehalten hat: "Du hältst das Auto einfach in der Mitte. Das funktioniert hier ganz gut. Du musst schauen, dass du das Grip-Niveau in den Reifen aufrechterhältst. Das war das Schwierigste im letzten Stint."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Kimi Antonelli gewinnt den Großen Preis von Spanien in Madrid seit 1981, weiß aber auch selbst, dass es dabei vom VSC-Pech von Lando Norris profitierte. Sky Sport präsentiert die Interviews der Top drei.

Lando Norris (McLaren) ...

… zum unglücklichen Virtual Safety Car: "Als das Virtual Safety Car kam, war ich schon an der Boxeneinfahrt vorbei. Da konnte ich nichts machen. Die beiden Jungs hier sind ein gutes Rennen gefahren. Das Glück war nicht auf meiner Seite. Ich habe zum Schluss versucht zu kämpfen und konnte auf Max aufholen, aber hier ist es schwierig zu überholen. Er hat auch keine Fehler gemacht. Das Glück ist uns einfach nicht treu geblieben, obwohl ich es wahrscheinlich verdient hätte. Aber so ist Racing. Kopf hoch und beim nächsten Mal versuche ich es wieder."

… zur aktuellen Konkurrenzfähigkeit von McLaren: "Es ist hart, denn das kommt nicht automatisch. Ich arbeite hart daran und wir arbeiten auch hart am Auto. Gestern war das eine phänomenale Runde, um die Pole zu holen. Ich denke, dass ich heute eigentlich ein perfektes Rennen gefahren bin, aber das Glück war nicht auf meiner Seite. Das Team arbeitet toll und hart. Es ist einfach eng ganz oben an der Spitze. Wir werden es weiter versuchen und weitere Siege sind möglich."

Mehr dazu

Toto Wolff (Teamchef Mercedes) ...

… zu Antonellis Sieg: "Heute ist es gegen McLaren gelaufen mit dem VSC. Wir haben das ganze Jahr über überhaupt kein Glück mit VSCs und Safety Cars gehabt, die sind immer ungelegen gekommen. Heute haben wir davon unheimlich profitiert und dieses Rennen gewonnen. Aber nicht zuletzt auch wegen des Speeds von Kimi. Er war fehlerfrei - fast fehlerfrei. Am Ende hat er noch die Wand geküsst, das geht immer ein bisschen auf meine Nerven, aber es ist okay."

… zur Reifenstrategie: "Wir wussten, dass der Reifen hält. Die Gefahr wäre gewesen, dass die beiden hinter uns einen Stopp machen. Dann bist du quasi ausgeliefert und musst das Rennen mit dem harten Reifen zu Ende fahren. Aber es sah so aus, als würde er halten."

… zu George Russells schwierigem Rennen: "Das Wochenende war unrund. In Q1 und Q2 war er wirklich gut, da hat er das Auto gespürt. Heute müssen wir schauen, warum es diese Schwankungen gegeben hat. Er hat sich extrem schwergetan und ist dann plötzlich aufgewacht und war meilenweit der Schnellste. Ob er zu einem bestimmten Zeitpunkt den Reifen gemanagt hat, müssen wir herausfinden."

… zum ersten Rennen in Madrid: "Die Strecke weiß Bescheid. Ich glaube, das Management weiß, dass man vielleicht ein bisschen etwas verbessern kann für nächstes Jahr. Aber insgesamt war es für ein erstes Rennen ein richtiger Wurf."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Kimi Antonelli gewinnt auch den Großen Preis von Spanien, profitiert aber auch vom VSC-Pech von Lando Norris. Das weiß auch Teamchef Toto Wolff, der trotzdem die Leistung des Italieners würdigt.

Andrea Stella (Teamchef McLaren) ...

… zum Ergebnis von Lando Norris: "Wir sind nicht ganz happy mit dem Ergebnis. Nach der Pole gestern hat Lando auch heute wieder gezeigt, dass er der Schnellste auf der Strecke ist. Insgesamt haben wir trotzdem ein gewisses Lächeln im Gesicht, denn wir haben gezeigt, dass McLaren unter allen Bedingungen konkurrenzfähig ist. Wir freuen uns auf die restliche Saison. Heute war das Timing des Beginns und des Endes des Virtual Safety Cars einfach gegen uns. Da sind uns ganz schnell keine Optionen mehr geblieben."

… zu Oscar Piastris Problemen: "Der Vorderflügel war heute auf jeden Fall ein Problem. Dadurch hat er Abtrieb verloren. Aber auch beim Start hat er schon Positionen verloren. Selbst mit einem komplett einwandfreien Auto hätten wir nicht viele Möglichkeiten gehabt. Auch wenn er im Moment Probleme hat, alles zusammenzubringen, sehen wir klare Hinweise darauf, dass die Performance weiter steigt. Das Auto ist da. Wir wollen auch mit Oscar um das Podium und den Sieg mitfahren."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Lando Norris war auch am Sonntag der schnellste Mann auf der Strecke, doch am Ende reichte es nur für Platz drei. Das lag am VSC-Timing. Das ärgert auch Andrea Stella, der trotzdem das Positive mitnimmt.

Fred Vasseur (Teamchef Ferrari) ...

… zum Rennen: "Der Sonntag lief ganz gut. Wir haben das Beste herausgeholt. Lewis musste mit einem technischen Problem aufgeben, aber Charles ist stark gefahren. Ein Safety Car hätte uns vielleicht auch P2 oder P3 gebracht. Das ist mehr, als wir gestern herausgeholt haben."

… zum technischen Problem bei Lewis Hamilton: "Wir wissen es noch nicht. Das Bremspedal war zu lang. Wir haben versucht, das von der Boxenmauer aus zu beheben. Dann war es besser, das Rennen zu beenden. Es hatte keinen Sinn mehr."

… zur Rennpace von Ferrari: "Wir können bei der Rennpace mit den Besten mithalten. Aber wenn es schwierig ist zu überholen, ist es generell nicht ganz einfach. Wir versuchen, mit der Strategie das Beste herauszuholen."

… zum Umgang zwischen den Ferrari-Teamkollegen: "Das wussten die auch vorher schon. An diesem Wochenende ist alles gut gelaufen. Sie waren fokussiert und entschlossen. Aber man muss auch bedenken, dass wir im ersten Versuch von Q3 noch auf P1 standen. Man hat vier Teams, die um die Toppositionen kämpfen. In jedem Versuch ist die Rangfolge anders."

… zum neuen Kurs in Madrid: "Man könnte hier noch ein bisschen am Layout der Strecke arbeiten. Aber das war ein tolles Wochenende. Ich habe mich hier in Madrid absolut willkommen gefühlt. Dazu gratuliere ich allen."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Trotz des Ausfalls von Lewis Hamilton und des vierten Platzes von Charles Leclerc zeigt sich Fred Vasseur mit dem Rennwochenende in Madrid insgesamt zufrieden.

Liam Lawson (Red Bull) ...

… zu seinem sechsten Platz: "Tolles Ergebnis. Von unserer Startposition aus wäre es schön gewesen, schon gestern im Qualifying weiter vorne zu stehen. Aber von Platz acht auf sechs zu fahren, ist nicht so schlecht. Hier ist es nicht ganz einfach zu überholen. Ich bin happy."

… zum ersten Formel-1-Rennen in Madrid: "Es ist eine sehr schöne Stadt. Im Qualifying macht es Spaß, das Rennen nicht so ganz, weil es nicht einfach ist zu überholen. Es ist schwierig."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Liam Lawson fährt in Madrid ein unscheinbares Rennen und schnappt sich am Ende Platz sechs. Der Hadjar-Ersatz im Red Bull hatte im Qualifying Spaß, im Rennen aber weniger.

Laurent Mekies (Teamchef Red Bull) ...

… zum zweiten Platz von Max Verstappen: "Das ist ein starker zweiter Platz für uns. Ich denke, das war das Maximum, was wir heute herausholen konnten. Natürlich gab es am Anfang ein bisschen Frustration, als wir Plätze zurückgeben mussten. Aber Max hat das akzeptiert und sich zurückgekämpft. Das hat er perfekt gemacht. Wir kommen näher heran. Die letzten Zehntel sind natürlich immer schwieriger aufzuholen."

… zur Entscheidung, Positionen zurückzugeben: "Es ist immer schmerzhaft. Aber die Leute an der Boxenmauer haben sich das genau angeschaut und klar analysiert. Dann haben sie die schwierige Entscheidung getroffen. Das hat sich für uns ausgezahlt."

… zu Liam Lawson: "Es war für Liam ein starkes Wochenende. P6, er war gestern schon im Qualifying stark und heute im Rennen wieder. Sehr gute Punkte, die er geholt hat, und ein toller Fortschritt."

… zum Gesundheitszustand von Isack Hadjar: "Es geht nicht darum, dass wir etwas geheim halten wollen. Wir nutzen einfach die verfügbare Zeit. Er erholt sich wie geplant und es dauert bei so einer Verletzung eine gewisse Weile. In der Woche vor Baku machen wir die letzte Untersuchung und schauen dann, was wir machen."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Max Verstappen fährt in Madrid auf einen starken zweiten Platz. Aus Sicht von Laurent Mekies das Maximum. Der Teamchef sieht Red Bull auf dem richtigen Weg und gibt ein Update zu Isack Hadjar.

George Russell (Mercedes) ...

… zum Rennen: "Das Safety Car hat mein Rennen quasi ruiniert. Egal, was wir gemacht hätten, wir wären immer auf P5 gekommen. Das Safety Car war perfektes Chaos für alle, die auf dem harten Reifen unterwegs waren, und natürlich perfekt für Kimi. Er wollte in Runde 15 an die Box und das Safety Car kam in Runde 14. Für die Fahrer auf Medium war das perfekt und hat unser Rennen auf dem harten Reifen ruiniert."

… zur Strecke in Madrid: "Es war ein bisschen frustrierend. Man kann hier nicht gerade gut überholen. Da müssen vielleicht ein paar Änderungen vorgenommen werden. Ich hatte fast ein bisschen Kopfschmerzen wegen der Curbs, über die man drübergerumpelt ist. Da muss man vielleicht etwas ändern und eine Überholmöglichkeit schaffen."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

George Russell ist vom Pech verfolgt. Zumindest fühl es sich für den Briten so an. In Madrid hadert der Mercedes-Pilot mit dem Timing das Safety Cars.

Nico Hülkenberg (Audi) ...

... zu seinem zehnten Platz: "Ein Pünktchen ist ein Pünktchen. Es geht mehr, es geht aber natürlich auch schlechter. Es war ein recht starkes Rennen. Es ist nicht super viel passiert. Eigentlich wurde viel mehr Action und wurden mehr Vorfälle erwartet. Aber wie so oft waren dann alle doch recht verhalten und hatten sich unter Kontrolle. Die Jungs haben in der Boxengasse einen super Job gemacht. Da haben wir einen Haas bekommen, was wichtig war und uns am Ende den einen Punkt beschert hat."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Nico Hülkenberg sorgt mit Platz zehn in Madrid für den nächsten Punkt für Audi. Der Deutsche ist mit diesem einen Pünktchen zufrieden.

Sky Sport Experte Nico Rosberg ...

… zur Rangordnung zwischen Antonelli und Russell bei Mercedes (vor dem Rennen): "Ich glaube, es kann noch nicht sein, dass es jetzt eine Nummer eins und eine Nummer zwei gibt. Beide Fahrer haben immer noch ihre Chancen. Es geht darum: Wenn der Teamsieg in Gefahr ist, muss derjenige, der dahinter ist, helfen. Solange der Teamsieg nicht in Gefahr ist, haben beide die gleichen Chancen."

… zu den Zweikämpfen bei Ferrari zwischen Charles Leclerc und Lewis Hamilton (vor dem Rennen): "Man braucht ganz klare Richtlinien. Beide Fahrer müssen genau wissen, was okay ist und was nicht. Ferrari hat das zum Beispiel nicht, wie wir von Lewis und Charles Leclerc gelernt haben. Wenn man das den Fahrern überlässt, führt das zu Unfällen und immer mehr Problemen zwischen den Fahrern."

Sky Sport Experte Ralf Schumacher ...

… zu Antonellis Weg zum WM-Titel: "Es können immer noch Ausfälle passieren, das haben wir dieses Jahr schon gesehen. Wir hoffen natürlich und klopfen auf Holz, dass es kein Unfall ist. Ansonsten kann ihn eigentlich nicht viel stoppen. Aber heute war es das Safety Car, McLaren war schneller, das darf man nicht vergessen. Und das Update muss funktionieren, das darf nicht nach hinten losgehen."

… zum Pech von McLaren mit dem Virtual Safety Car: "Das ist einfach so. Du kannst nie berechnen, wann, wie und wo ein Unfall passiert. Manche haben dann einfach Pech. In der Regel ist es so, dass es mal den einen und mal den anderen trifft."

… zur Entwicklung von Audi: "Für das erste Jahr ist es sehr angenehm ruhig um das Team. Man scheint zusammenzuarbeiten, die Fahrer verstehen sich. Ich finde, Mattia Binotto ist auch viel zugänglicher geworden, als er das zu Ferrari-Zeiten war. Jetzt ist man am Scheideweg: Wie viel Geld investiert man dieses Jahr noch und wie viel verwendet man schon fürs nächste Jahr?"

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Kimi Antonelli nähert sich mit großen Schritten zu seinem historischen ersten WM-Titel. Kann der Italiener noch gestoppt werden? Sky Sport Experte Ralf Schumacher hat dabei nur einen Stolperstein im Sinn.

… zu seinem Eindruck vom neuen Kurs in Madrid (vor dem Rennen): "Ich glaube, es macht echt Spaß für die Fahrer, so eine Strecke fahren zu können. Die Frage ist, ob das mit den Überholmöglichkeiten funktioniert. Aber es ist typischerweise ein Stadtkurs. Vielleicht kommen noch Änderungen, aber jetzt warten wir erst einmal das erste Rennen ab."

… zum Verhältnis zwischen Charles Leclerc und Lewis Hamilton bei Ferrari (vor dem Rennen): "Ich hatte gestern bei unserem Interview das Gefühl, dass Fred Vasseur genervt war und die Fehler klar angesprochen hat. Es nervt ihn, dass sich beide Fahrer nicht hinter die Marke stellen, sondern in gewisser Art und Weise vor die Marke und kein Teamwork zeigen. Das muss aufhören, wenn man versucht, ein anderes Team zu jagen."

Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.

Mehr Geschichten

Sky Data Layer Viewer