Aston Martin droht beim ersten Formel-1-Rennen in Melbourne die Zwangsaufgabe

Die Krise bei Aston Martin geht weiter. Nach dem Debakel im Vorsaison-Test droht in Melbourne die mögliche Zwangsaufgabe nach der Einführungsrunde. Nur ein Honda-Update könnte das wohl verhindern.

Fernando Alonso & Aston Martin droht in Melbourne das nächste Debakel.
Image: Fernando Alonso und Aston Martin droht in Melbourne das nächste Debakel.  © DPA pa

Jetzt müssen Alonso- und Aston-Martin-Fans ganz stark sein.

Der Saisonauftakt nach der großen Regelrevolution stand bereits seit den Tests in Bahrain unter keinem guten Stern. Das Dream-Team von Milliardär Lawrence Stroll aus Stardesigner Adrian Newey, Werksmotorenlieferant Honda, Altmeister Fernando Alonso und Sohn Lance Stroll sollte Großes leisten und möglicherweise schon im kommenden Jahr um Titel fahren können. Stattdessen folgten in der Vorsaison Pleiten und Ernüchterung.

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Altmeister Fernando Alonso sorgt bei den Testfahrten in Bahrain für eine Rote Flagge, weil sein Bolide auf der Strecke stehen bleibt und nicht mehr weiterfahren kann. Nächster Rückschlag für Team Aston Martin.

Einer der Problemquellen: Der neue Honda-Motor. Die Power Unit aus Sakura leidet unter Vibrationen, die das Hybridsystem beschädigen, wie der Hersteller zuletzt erklärte (Sky Sport berichtete). In Japan versucht man unter Hochdruck, diese gravierenden Probleme in den Griff zu kriegen.

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  1. Der Albert Park Circuit in Melbourne/Australien gehört zu den schönsten, aber auch anspruchsvollsten Strecken der Formel 1.
    Image: 1. Rennen: GP von Australien in Melbourne | 6. - 8. März. © Imago
  2. Der China-GP findet auch 2023 nicht statt.
    Image: 2. Rennen: GP von China in Shanghai | 13. - 15. März © DPA pa
  3. Die Formel 1 dreht weiter ihre Runden auf dem Suzuka International Racing Course.
    Image: 3. Rennen: GP von Japan in Suzuka | 27. - 29. März © Imago
  4. Lewis Hamilton gewinnt den Saisonauftakt in Bahrain.
    Image: 4. Rennen: GP von Bahrain in Sakhir | 10. - 12. April © Imago
  5. Der GP von Saudi Arabien in Jeddah
    Image: 5. Rennen: Der GP von Saudi Arabien in Jeddah | 17. - 19. April © DPA pa
  6. Der Miami-GP verläuft um das Hard Rock Stadium.
    Image: 6. Rennen: GP von Miami in Miami Gardens | 1. - 3. Mai © DPA pa
  7. Großer Preis von Kanada: Montreal, Circuit Gilles-Villeneuve (Laufzeit einschließlich bis 2029)
    Image: 7. Rennen: GP von Kanada in Montreal | 22. - 24. Mai © Imago
  8. Perez auf den Spuren von Vettel, Hamilton fährt vorweg.
    Image: 8. Rennen: GP von Monaco in Monte-Carlo | 5. - 7. Juni © Imago
  9. 6. Rennen: GP von Spanien in Barcelona, 22. Mai 2022
    Image: 9. Rennen: GP von Barcelona in Barcelona | 12. - 14. Juni © Imago
  10. Am zweiten Wochenende in Folge gastiert die Formel 1 in Spielberg.
    Image: 10. Rennen: GP von Österreich in Spielberg | 26. - 28. Juni © Imago
  11. In Silverstone wird es ein Sprintrennen geben.
    Image: 11. Rennen: GP von Großbritannien in Silverstone | 3. - 5. Juli © DPA pa
  12. Spa
    Image: 12. Rennen: GP von Belgien in Spa-Francorchamps | 17. - 19. Juli © Imago
  13. Hungaroring
    Image: 13. Rennen: GP von Ungarn in Budapest | 24. - 26. Juli © Imago
  14. Der malerisch in einer Dünenlandschaft gelegene Kurs in Zandvoort.
    Image: 14. Rennen: GP der Niederlande in Zandvoort | 21. - 23. August © Imago
  15. Die Strecke mit der größten Höchstgeschwindigkeit: Autodromo di Monza/Italien – 349 km/h
    Image: 15. Rennen: GP von Italien in Monza | 4. - 6. September © Getty
  16. 16. Rennen: GP von Spanien in Madrid | 11. - 13.. September
    Image: 16. Rennen: GP von Spanien in Madrid | 11. - 13.. September © Imago
  17. Die Strecke in Baku garantiert mit ihren engen Kurven und langen Geraden ein Motorsport-Spektakel.
    Image: 17. Rennen: GP von Aserbaidschan in Baku | 25. - 27.. September © Imago
  18. Auch 2021 wird es kein Nachtrennen in Singapur geben.
    Image: 18. Rennen: GP von Singapur in Singapur | 9. - 11. Oktober © Imago
  19. Austin
    Image: 19. GP der USA in Austin | 23. - 25. Oktober © Imago
  20. Die Strecke mit der längsten Distanz bis zur ersten Kurve: Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko-Stadt/Mexiko – 890 Meter
    Image: 20. GP von Mexiko in Mexiko-Stadt | 30. Oktober - 1. November © Imago
  21. Die Strecke mit der kürzesten Distanz bis zur ersten Kurve: Autodromo Jose Carlos Pace in Sao Paulo/Brasilien – 190 Meter
    Image: 21. Rennen: GP von Brasilien in Sao Paulo | 6. - 8- November © Imago
  22. Die Formel 1 fährt ab der Saison 2023 in Las Vegas.
    Image: 22. Rennen: GP der von Las Vegas in Las Vegas | 19. - 21. November © Imago
  23. GP von Katar in Lusail
    Image: 23. Rennen: GP von Katar in Lusail | 27. - 29. November © DPA pa
  24. 266 Tage: So lange dauert die Saison 2023 vom ersten bis zum letzten Rennen. Das erste Rennen findet am 05. März in Bahrain statt. Das Saisonfinale wird am 26. November in Abu Dhabi ausgetragen.
    Image: 24. Rennen: GP von Abu Dhabi in Yas Marina | 4. - 6. Dezember © DPA pa

Endet der Australien-GP in Runde eins?

Doch nun droht in Australien (Rennen am Sonntag ab 04:55 Uhr LIVE auf Sky Sport) das nächste Debakel: Wie die italienische Ausgabe von Motorsport.com berichtet, könnte ein Teilemangel die Teilnahme am Rennen bedrohen. Sogar die Möglichkeit, das Team müsste den Auftakt ganz auslassen, hätte im Raum gestanden.

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Doch das wolle man bei Aston Martin nicht nur aufgrund der Imageschäden, sondern auch aus Angst vor Strafen unbedingt vermeiden. So könnte der Nicht-Antritt eines Teams als Verstoß gegen das Concorde-Abkommen und den finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Formel 1 gewertet werden und bestraft werden.

Der Bericht legt dementsprechend die Möglichkeit dar, Aston Martin könnte lediglich die Minimaldistanz absolvieren. Ergo: Nach der Aufwärmrunde das Auto in der Box abstellen. Dafür müsste das Team am Samstag in der Qualifikation zudem eine Zeit innerhalb der 107-Prozent-Regel setzen.

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Klingt dramatisch, aber: Sollte der Mangel an Ersatzteilen wirklich so gravierend und die Angst vor weiteren Schäden am Antrieb groß genug sein, scheint das Szenario realistisch - besonders, weil nur sieben Tage später in China direkt der nächste Grand Prix ansteht.

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ASTON MARTIN 🇬🇧

  • Name: Aston Martin Aramco Cognizant F1 Team
  • Gründungsjahr: 2018
  • Unternehmenssitz: Silverstone, Großbritannien
  • Vorgänger: Jordan, Midland F1 Racing, Spyker, Force India, Racing Point
  • Konstrukteurs-Titel: -
  • Teamchef: Andy Cowell
  • Fahrer: Fernando Alonso (ESP), Lance Stroll (CAN)
  • Testfahrer: Jak Crawford (USA)

Gelingt die Last-Minute-Rettung?

Doch gibt es eventuell noch einen Funken Resthoffnung für das Team aus Silverstone? PlanetF1-Journalist Thomas Maher sieht das skizzierte Szenario als Extremfall. So soll ein Update von Honda noch am Freitag erprobt werden. Sollte sich dieses als Erfolg herausstellen und die gravierendsten Probleme der neuen Power Unit lösen, so bestehe weiterhin die Möglichkeit eines normalen ersten Rennwochenendes.

Die neue Power Unit von Honda ist einer von vielen Problemquellen des neuen Aston Martin.
Image: Die neue Power Unit von Honda ist einer von vielen Problemquellen des neuen Aston Martin.  © DPA pa

Damit dieses Update tatsächlich rechtzeitig fertig wird, entsandte Aston Martin Chef-Ingenieur Andy Cowell nach Japan. Der Antriebsexperte, der zuvor bei Mercedes bis 2020 einer der Architekten des Silberpfeil-Erfolgs war, soll dort den Entwicklungsprozess unterstützen.

Dennoch: Team und Hersteller fehlt es an Zeit. Sollte es wirklich zum Extremfall kommen und der britische Renner nur wenige Runden schaffen, wäre dies ein Super-GAU. In Anbetracht der Monster-Investition von Eigner Stroll inakzeptabel. Die Uhr tickt.

Mehr zum Autor Malte Göttlinger

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