Fragen & Antworten zum Formel-1-Rennen in China
Wer startet in China als Favorit? Was können Zuschauer vom Rennen erwarten? Bringt der Kurs in Shanghai mehr Action? Die Fragen und Antworten zum Großen Preis von China.
11.03.2026 | 13:03 Uhr
Nach dem turbulenten Auftakt der "neuen" Formel 1 in Australien geht es in China weiter.
Mercedes will nach dem Doppelsieg von Melbourne in Shanghai (ab Donnerstag LIVE bei Sky Sport) nachlegen - George Russell und Kimi Antonelli im Silberpfeil sind erneut die Favoriten.
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Warum ist das so?
Weil Mercedes mit dem neuen Regelwerk bislang am besten zurechtkommt. Ein wenig erinnerte es an die Einführung der ersten Hybridmotoren im Jahr 2014, als die Silberpfeile lange unschlagbar waren. Davon will Toto Wolff natürlich nichts wissen. Die Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc seien in Australien sehr schnell und die Strategie entscheidend gewesen. "Da war nicht viel Unterschied", sagt der Mercedes-Teamchef.
Was ist in China zu erwarten?
Das Streckenlayout in Shanghai sollte den neuen Autos entgegenkommen. Es umfasst zwei Geraden, eine sehr lange und eine kürzere, bei denen die Batterie genutzt werden dürfte. Im Vergleich zu Melbourne sollte es Shanghai energetisch "deutlich besser werden", sagt Wolff: "Und hoffentlich haben wir dort auch einen guten Entertainment-Faktor."
Was meint er damit?
Das Drücken des Überholknopfs bringt einen zusätzlichen Schub, den nur der Hintermann im Zweikampf nutzen darf - und der unheimlich effektiv ist. So lieferten sich die Fahrer in Melbourne zahlreiche Duelle und Überholmanöver. Für die Zuschauer war das sehr kurzweilig, für die Fahrer mitunter nervenaufreibend. Mit voller Batterie dürfte Shanghai auf den Highspeedpassagen wieder genug Spektakel bieten. Beim Start war bislang Ferrari allen überlegen.
Wie ist die Situation bei Audi?
Nico Hülkenberg, in Melbourne von technischen Problemen noch vor dem Start gestoppt, will Wiedergutmachung. Sein Teamkollege Gabriel Bortoleto hatte in Australien zwei WM-Punkte geholt, Audi war konkurrenzfähig. "Das gibt uns Selbstvertrauen für China", sagt Hülkenberg.
Sind denn alle glücklich mit der neuen Formel 1?
Nein. Weltmeister Lando Norris findet die Autos fürchterlich, sein Konkurrent Max Verstappen ebenfalls. Das könnte allerdings damit zusammenhängen, dass sowohl Norris' Team McLaren als auch Verstappens Red-Bull-Rennstall bislang nicht so gut zurechtkommen wie beim vorherigen Regelwerk. Der viermalige Weltmeister Verstappen würde gerne "viele Sachen ändern", hat aber eingesehen, dass das "natürlich nicht möglich" ist. Diese Erkenntnis hilft, denn auch die Nörgler werden sich fügen und mit dem neuen Reglement arbeiten müssen.
Was bringt Shanghai sonst?
Den ersten Sprint der Saison. Wer das Rennen aus Deutschland verfolgen will, muss sehr früh aufstehen. Der Sprint beginnt am Samstag um 4:00 Uhr deutscher Zeit, am Freitag (4:30 Uhr) findet das einzige freie Training statt, in dem die Teams ihr Setup finden können. Am Sonntag (8:00 Uhr/alle Sitzungen LIVE bei Sky Sport) folgt der zweite Grand Prix des Jahres.
Wie geht es danach weiter?
Am 29. März steht das Rennen in Japan auf dem Programm. Doch was danach kommt, ist unklar. Eigentlich sollte in Bahrain (12. April) und Saudi-Arabien (19. April) gefahren werden, aber das ist angesichts des Krieges im Nahen Osten nahezu ausgeschlossen.
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Abgesagt sind die Rennen jedoch offiziell noch nicht, was vor allem juristische Gründe haben dürfte. Von einer Deadline für eine Entscheidung wollte Formel-1-Boss Stefano Domenicali nichts wissen. Abgesagte Rennen kosten Geld, der Kalender umfasst 24 Läufe und bietet wenig Spielraum. Die Rennen müssten also an einen anderen Ort verlegt werden, das ist aber mit immensem Aufwand verbunden und erscheint unwahrscheinlich.
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