Kimi Antonelli und George Russell zoffen sich im Kanada-Sprint – Mercedes-Teamchef Toto Wolff wird deutlich

Bislang gingen die beiden WM-Rivalen extrem fair miteinander um.

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Beim Sprint in Kanada kann George Russell den Vorteil seiner Pole Position nutzen und fährt am Ende vor Lando Norris und Teamkollege Kimi Antonelli über die Ziellinie. Die beiden Mercedes kommen sich während des Rennens in die Quere.

Kanada könnte ein großer Wendepunkt werden. Denn erstmals fighteten Antonelli und Russell hart gegeneinander – und schossen über das Limit hinaus.

Der erste teaminterne Mercedes-Zoff im Jahr 2026.

MERCEDES 🇩🇪

  • Name: Mercedes-AMG Petronas Formula One Team
  • Gründungsjahr: 2010
  • Unternehmenssitz: Brackley, Großbritannien
  • Vorgänger: Tyrrell, British American Racing, Honda Racing F1, Brawn GP
  • Konstrukteurs-Titel: 8 (2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021)
  • Teamchef: Toto Wolff
  • Fahrer: George Russell (GBR), Kimi Antonelli (ITA)
  • Testfahrer: Frederik Vesti (DEN)

Kimi Antonelli und George Russell kämpfen um den WM-Titel. Im Sprint von Kanada beharkten sich die zwei Silberpfeil-Piloten erstmals so richtig. Sogar Teamchef Toto Wolff musste eingreifen!

Hartes Mercedes-Duell

Doch was war eigentlich passiert?

Russell und Antonelli fuhren nach dem Start an der Spitze davon. In Runde sechs attackierte der Italiener seinen Teamkollegen und versuchte es in Kurve eins außenrum. Russell machte allerdings die Tür konsequent zu, Antonelli musste in die Wiese ausweichen.

KIMI ANTONELLI 🇮🇹

  • Name: Andrea Kimi Antonelli
  • Geburtstag: 25. August 2006 (Bologna, Italien)
  • Team: Mercedes-AMG Petronas Formula One Team
  • Erstes F1-Rennen: GP von Australien (2025, 4.)
  • Erster F1-Sieg: GP von China (2026)
  • Titel: -
  • Vorherige Teams: -

In Kurve acht versuchte es der 19-Jährige erneut, wieder hielt Russell hart dagegen. Antonelli verbremste sich, rumpelte durch die Wiese und verlor so seinen zweiten Platz an McLaren-Weltmeister Lando Norris. Anschließend fluchte Antonelli lautstark am Funk und konnte sich gar nicht mehr beruhigen.

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Antonelli flucht am Funk

"Das war ganz schön dreckig", meinte der WM-Spitzenreiter Richtung Russell und schob direkt nach: "Das sollte eine Strafe geben. Ich war gleichauf mit ihm." Renningenieur Peter Bonnington versuchte Antonelli zu beruhigen und forderte ihn auf, sich auf das Duell mit Norris zu fokussieren. Doch das interessiere den Youngster wenig. "Ist mir egal. Er hat mich von der Strecke gedrückt", betonte Antonelli.

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Russell und Antonelli kommen sich in die Quere | In-Race Video

An diesem Punkt griff Toto Wolff ein. Mit energischen Worten funkte er: "Kimi, konzentriere dich bitte aufs Fahren. Und jammere nicht am Radio." Deutliche Worte. Doch im Ziel, das Antonelli als Dritter schließlich erreichte, legte Antonelli noch einmal nach: "Wenn wir so Rennen fahren sollen, ist das gut zu wissen." Jetzt wurde Wolff richtig deutlich. "Kimi, das war jetzt das vierte Mal. Wir werden das intern besprechen und nicht über Funk", lautete die klare Ansage vom Mercedes-Boss.

Wolff mit deutlichen Worten

In der Tat versammelte Wolff Bonnington und seine engsten Vertrauten sofort nach Rennende und diskutierte mit ihnen in der Garage über den Zoff seiner beiden Fahrer. Am Sky Sport Mikrofon sagte Wolff dann: "Für uns als Team war das eine sehr gute Lerngeschichte, wie wir es machen oder eben auch nicht machen wollen. Da sieht man, wie schnell man einen großen Vorsprung aufgibt, wenn man hart teamintern fightet. Und da gehören immer zwei dazu." Denn McLaren und Norris profitierten am "Krieg der Sterne".

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Toto Wolff bewertet die Situation zwischen seinen beiden Fahrern George Russell und Kimi Antonelli, die beim Sprint in Kanada auf der Strecke aneinandergeraten sind.

In Zukunft wolle Wolff "diese Situationen vermeiden. Du kannst aber nicht erwarten, einen Löwen im Auto zu haben und einen Welpen." Explizit nahm Wolff dabei Russell in Schutz und kündigte an, dass er mit Antonelli über die Aussagen am Funk nochmal reden wolle. Wolff habe zudem aus der Vergangenheit und dem Zoff zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg gelernt, dass er "alles frühzeitig einbremsen muss und keine öffentlichen Beschwerden hören will."

GEORGE RUSSELL 🇬🇧

  • Name: George William Russell
  • Geburtstag: 15. Februar 1998 (King's Lynn, England)
  • Team: Mercedes-AMG Petronas Formula One Team
  • Erstes F1-Rennen: GP von Australien (2019, 16.)
  • Erster F1-Sieg: GP von Brasilien (2022)
  • Titel: -
  • Vorherige Teams: Williams

Vorgeschmack auf mehr Zoff?

Antonelli nahm die Schuld für den Verbemser auch ziemlich schnell auf sich, betonte aber im Interview erneut, dass er von Russell in Kurve eins abgedrängt wurde. "Wir können glücklich sein, dass wir nicht gecrasht sind", meinte er in der Fahrer-Pressekonferenz. Russell sah das anders: "Es war ein harter, aber fairer Kampf. Kudus an Kimi, der es in Kurve eins außen versucht hat. Ich habe mich verteidigt. So sollte Racing auch sein."

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Nach dem harten Kampf im Sprint von Kanada versuchen die drei bestplatzierten George Russell, Lando Norris und Kimi Antonelli das Rennen einzuordnen und die wichtigsten Situationen zu bewerten.

Für Ralf Schumacher hat die Formel 1 ab jetzt ein neues heißes Gesprächsthema. "Es ist immer schön, wenn sich zwei Teamkollegen streiten. Das ist ja auch das, was man sehen möchte - zumindest mal von außen. Als Weltmeister musst du das aber auch wollen und können, das ist Teil des Spiels", so der Sky Sport F1-Experte, der zudem prognostizierte: "Das ist nur ein Vorgeschmack und noch nicht vorbei."

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