Pierre Gasly verliert Monaco-Podium: Alpine fühlt sich nach FIA-Urteil "bestohlen"
Pierre Gasly hat seinen dritten Platz beim Grand Prix von Monaco nach einem Urteil des Internationalen Berufungsgerichts der FIA verloren. Alpine und Gasly kritisieren die Entscheidung und sprechen von einem ungerechtfertigten Eingriff in das Rennergebnis.
05.09.2026 | 13:14 Uhr
Die FIA setzte zwei frühere Fünf-Sekunden-Strafen gegen Gasly wieder in Kraft. Statt Rang drei wird der Alpine-Pilot nun als Siebter gewertet.
Pierre Gasly hat sein erstes Formel-1-Podium seit dem Grand Prix von Sao Paulo 2024 verloren. Das Internationale Berufungsgericht (ICA) der FIA entschied, die beiden ursprünglich ausgesprochenen Fünf-Sekunden-Strafen wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse wieder einzusetzen.
Die Strafen waren nach dem Monaco-Rennen zunächst aufgehoben worden. Alpine hatte in einem Überprüfungsverfahren erfolgreich argumentiert, dass ein Fehler bei der offiziellen Vermessung der Boxengasse die Grundlage für die Sanktionen verfälscht hatte.
McLaren und Red Bull legten jedoch Einspruch gegen diese Entscheidung ein. Nach einer Anhörung kam das FIA-Berufungsgericht zu dem Schluss, dass die Strafen wieder gültig sind.
Gasly wird sehr deutlich
Durch die zusätzliche Zehn-Sekunden-Strafe verliert Gasly seinen dritten Platz und wird nun als Siebter geführt. Davon profitieren mehrere Fahrer: Isack Hadjar rückt auf Rang drei vor, Oscar Piastri auf Platz vier, Liam Lawson auf Platz fünf und Arvid Lindblad auf Platz sechs.
Gasly zeigte sich nach dem Urteil frustriert. Der Franzose erklärte, Alpine werde seiner Meinung nach "bestohlen". Er betonte, dass das Team die Leistung auf der Strecke erbracht habe und das Rennen ursprünglich auf dem dritten Platz beendet habe.
"Man beraubt uns, und ich glaube nicht, dass es dabei bleiben wird. Es war ganz klar, welche Geschwindigkeit wir in der Boxengasse hatten, und es gibt viele Interpretationen und juristische Auseinandersetzungen in den Büros um Punkte, die über das hinausgehen, was im Sport passiert", sagte Gasly gegenüber Canal+.
Der 30-Jährige legte nach: "Es ist traurig zu sehen, wie Ergebnisse infolge solcher Ereignisse entschieden werden. Auf der Strecke sind wir Dritter geworden. Dann gab es im Anschluss noch eine weitere Wendung. Wie auch immer, ich überlasse es meinem Team, sich um den Rest zu kümmern. Ich habe auf der Strecke alles gegeben, und jetzt liegt es an ihnen, das Nötige zu tun. Ich habe Vertrauen darin."
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Warum der Fall so bedeutend ist
Der Fall sorgt für Diskussionen, weil er die Grenzen zwischen sportlicher Leistung und juristischer Bewertung aufzeigt. Alpine hatte die Strafen zunächst aufgrund neuer technischer Erkenntnisse erfolgreich aufheben lassen.
Besonders außergewöhnlich ist, dass Gasly die Strafe nicht während eines Boxenstopps absitzen konnte. Stattdessen wurden die zehn Sekunden nach Rennende zur Gesamtzeit addiert. Dadurch war eine nachträgliche Änderung des Ergebnisses überhaupt möglich.
Sollten neue relevante Beweise auftauchen, könnte Alpine eine erneute Überprüfung der ICA-Entscheidung beantragen.
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