Stimmen zu den neuen Formel-1-Fahrzeugen mit Max Verstappen, Charles Leclerc, Nico Hülkenberg und Co.

Abseits des Formel-1-Tests in Bahrain sorgt Max Verstappen mit seiner harschen Kritik an den neuen F1-Boliden für Schlagzeilen. Was sagt der Rest des Paddocks dazu?

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Mit dem dritten Tag endet die erste Woche der Testfahrten in Bahrain. Dabei glänzt einmal mehr der Mercedes, während Aston Martin froh ist, überhaupt fahren zu können. Kurz vor Schluss kommt es noch zu einer Roten Flagge.

Das war mal wieder ein klassischer Max Verstappen.

Ein wenig aus dem Nichts stellt der viermalige Weltmeister den Test in Bahrain mit einer brisanten Aussage auf den Kopf. Am Mikrofon von Sky Sport Formel 1 ließ sich der Red-Bull-Pilot über das neue Konzept in der Königsklasse aus. "Es macht eigentlich gar keinen Spaß zu fahren", so die drastischen Worte des Niederländers, der die neuen Boliden als "Formel E auf Steroiden" bezeichnete. "Das ist nicht mehr das originale Formel-1-Gefühl", monierte Verstappen, um seinen Rundumschlag zu vollenden.

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Max Verstappen ist ein Mann der klaren Worte. Das gilt natürlich auch bei den neuen Regeln der Formel 1 2026. Der vierfache Weltmeister kritisiert sie deutlich und hat bisher ''noch keinen Spaß'' beim Fahren.

Es ist nicht das erste Mal, das Verstappen klar gemacht hat, dass er der Formel 1 nichts schuldig ist, sollte er keinen Spaß haben. Auch in Bahrain wiederholte er diese Einstellung später: "Ein siegreiches Auto ist für mich nicht wichtig", sagte er.

"Es muss auch Spaß machen, damit zu fahren. Ich denke, in dieser Phase meiner Karriere möchte ich auch andere Dinge außerhalb der Formel 1 ausprobieren, um Spaß zu haben. Ich weiß, dass wir noch eine ganze Weile an diese Regelung gebunden sind. Also, ja, mal sehen."

Norris stichelt

Weltmeister und Konkurrent Lando Norris sah hier die Chance für einen ordentlichen Seitenhieb. Der Brite sagte, er habe Spaß daran, sich mit den neuen Herausforderungen der Boliden auseinanderzusetzen und fügte hinzu: "Wir kriegen eine bekloppte Summe Gehalt, um diese Autos zu fahren, also kann man sich am Ende des Tages nicht beschweren. Jeder Fahrer kann sich etwas anderes suchen, das er tun kann. Es ist nicht so, dass er hier sein muss oder dass irgendein Fahrer hier sein muss."

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Das hatte gesessen. Doch wie sehen es die anderen Fahrer und Verantwortlichen?

Leclerc verständnisvoll - Hülkenberg mit Vorfreude

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Bei den ersten Testfahrten in Bahrain stand besonders die reichliche Kritik der Fahrer an den neuen Autos und Regeln im Vordergrund. Insbesondere die von Max Verstappen. Charles Leclerc teilt diese zumindest in Teilen, sieht aber auch Positives.

Charles Leclerc kann die Kritik zumindest nachvollziehen. In Bezug auf die Worte von Verstappen, aber auch seines Teamkollegen Lewis Hamilton, der die Autos am Mittwoch noch für gefühlt "langsamer als GP2-Autos" befunden hatte, sagte er: "Ich finde die Worte etwas extrem. Aber ich kann auch nicht lügen. Es ist nicht das angenehmste Auto, das ich jemals gefahren bin. Es ist sehr anders."

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Der Monegasse hofft darauf, dass die schnelle Entwicklung der Fahrzeuge sich auch positiv auf die Fahrbarkeit auswirken wird.

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Der Start der Formel 1 rückt immer näher. Aktuell testen die Teams in Bahrain. Dort sprach Peter Hardenacke exklusiv mit Nico Hülkenberg über die neuen Regeln und Autos, die ersten Monate mit Audi und seine Erwartungen.

Audi-Pilot Nico Hülkenberg sieht das ganze Thema optimistischer. Im exklusiven Interview mit Sky Sport Formel 1 sagte der Emmericher: "Ich würde da gar nicht so viel urteilen am Anfang". Auch er glaubt, dass die Entwicklungskurve dafür aktuell noch zu steil sei. "Wie die Autos sich im Renntrim verhalten, das wissen wir erst in Melbourne, so der 38-Jährige weiter und stellt fest: "Ich bin froh, dass es neue Autos sind und das man wieder neu lernen muss".

Alonso schwelgt in Erinnerungen

Verständnisvoller gegenüber Verstappen zeigte sich Fernando Alonso. Der Altmeister der Königsklasse schaut lieber in die Vergangenheit: "Für mich werden es immer die Autos der späten Neunziger- und frühen Nullerjahre sein, die sich am besten fahren. Die waren leicht, du hattest den Sound und das Adrenalin. Um eine richtig schnelle Runde zu fahren, musstest du richtig ans Limit gehen. Um jetzt eine schnelle Runde zu fahren, musst du schauen, wie viel Energie du noch verfügbar hast". Diese Autos kennt der Spanier nur zu gut: Sein erstes Rennen war der Große Preis von Australien 2001. Damals saß Alonso noch im Minardi.

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Das Paddock scheint also geteilter Meinung über die neuen Regularien und deren Konsequenzen zu sein. Noch liegen aber viele weitere Testkilometer vor den Fahrern, die in der kommenden Woche noch einen weiteren Probelauf in Bahrain absolvieren. Möglicherweise sieht die Welt vor dem ersten Rennwochenende in Melbourne (06. - 08. März LIVE und EXKLUSIV auf Sky Sport Formel 1) dann schon ganz anders aus.

Mehr zum Autor Malte Göttlinger

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