Toto Wolff unterstützt V8-Bestreben von FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem
FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem will den V8-Motor zurück in die Formel 1 holen. Mercedes-Boss Toto Wolff unterstützt die Idee und äußert eigene Wünsche.
04.05.2026 | 23:02 Uhr
"Es wird passieren": Mit diesem selbstbewussten Statement versetzte FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem zuletzt viele F1-Fans in Freude. Der V8 soll zurück in die Formel 1 kommen. Unterstützung erhält der Plan nun von Mercedes-Boss Toto Wolff.
Der Präsident des Weltmotorsportverbandes hatte mit einem Interview beim Großen Preis von Miami für Aufsehen gesorgt. Seinem Bestreben zufolge soll schnell wieder Schluss sein mit dem unbeliebten und komplexeren Motorenreglement, das in der laufenden Saison viel Kritik von Fahrern und Fans provozierte. Sound, weniger Komplexität, geringeres Gewicht", so der ehemalige Rallye-Fahrer gegenüber RacingNews365 mit Blick auf die Jahre 2030/31.
Wolff segnet Idee ab
Für Mercedes-Teamchef Toto Wolff ein guter Vorschlag: "Wir sind offen für neue Motorregularien", so der Österreicher gegenüber The Race in Miami. "Wir lieben V8-Motoren. Damit verbinden wir nur schöne Erinnerungen, und aus unserer Sicht ist es ein waschechter Mercedes-Motor", so Wolff weiter in Rückblick auf die letzte Ära der 2,4-Liter-V8-Motoren von 2006 bis 2013.
So klang der 2,4 Liter V8
Bin Sulayem war besonders der Elektro-Anteil bei zukünftigen Antriebskonzepten ein Dorn im Auge. "Der Hauptfokus wird auf dem Verbrennungsmotor liegen, die elektrische Leistung minimal sein", so der Saudi-Araber. Das erscheint Wolff nicht ganz sinnvoll. "Nun stellt sich die Frage, wie wir ihm von der Batterieseite aus genügend Energie zuführen können, damit er den Bezug zur Realität nicht verliert", erklärte der 54-Jährige.
Mercedes träumt von Monster-Motor
Viel mehr könnte die Formel 1 im Zusammenspiel neue Monster-Antriebe schaffen: "Wir müssen das berücksichtigen, es vereinfachen und zu einem Mega-Motor machen. Vielleicht können wir 800 PS aus dem Verbrennungsmotor herausholen und noch 400 PS - oder mehr - an elektrischer Leistung hinzufügen", träumte der ehemalige Rennfahrer weiter. "Wir sind absolut bereit dafür, solange diese Gespräche strukturiert ablaufen, die Menschen ernst genommen und einbezogen werden."
Das dürfte bin Sulayem freuen, auch wenn der Verbandschef auf Widerstände pfeifen würde: "Es wird passieren - selbst wenn die Hersteller nicht zustimmen sollten. Dann kommt es eben ein Jahr später, aber es wird passieren. Der V8 kommt. Es ist letztlich nur eine Frage der Zeit". Mit an Bord wäre auch Red Bull. Teamchef Laurent Mekies sagte: "Von Seiten Red Bull Powertrains sind wir ziemlich cool damit."
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