Toto Wolff warnt Antonelli und Russell: Mercedes-Boss zieht nach Monza-Beinahe-Crash klare Grenze
Toto Wolff hat Kimi Antonelli und George Russell nach ihrem riskanten Duell beim Italien-GP deutlich ermahnt. Der Mercedes-Teamchef will nach dem Beinahe-Crash in Monza keine Wiederholung auf dem neuen Stadtkurs in Madrid sehen.
11.09.2026 | 21:20 Uhr
Kimi Antonelli gewann zwar in Monza vor George Russell. Die interne Mercedes-Auseinandersetzung sorgte bei Toto Wolff jedoch für deutlichen Gesprächsbedarf.
Rückblick: Monza, Runde 49 von 53. Mercedes steuert klar auf einen Doppelsieg beim GP von Italien zu. George Russell führt knapp vor WM-Leader Kimi Antonelli, der auf den frischeren, weicheren Reifen aber deutlich schneller fährt als sein Teamkollege.
Die logische Folge für jeden neutralen Beobachter und wohl auch Mercedes-intern: Russell lässt den schnelleren Antonelli passieren. Doch dann kommt es fast zum Super-GAU für die Silberpfeile. In Kurve eins nach der langen Start-Ziel-Geraden crashen die beiden fast. Antonelli muss ins Kiesbett ausweichen, kann aber weiterfahren. Kurze Zeit später kommt es dann doch zum anvisierten Überholmanöver. Antonelli fährt beim Heim-GP den Sieg vor Russell ein.
Das will Wolff nicht mehr von Antonelli & Russell sehen
Die heikle Szene musste bei Mercedes jedoch in den Tagen vor dem Spanien-GP noch aufgearbeitet werden. Teamchef Toto Wolff gab nach dem 2. Freien Training in Madrid Einblicke in das Meeting beim dominierenden Rennstall.
"Wir haben den Finger voll in die Wunde gelegt. Zwischen Hero und Zero ist überhaupt keine Marge. Wenn die sich dort ins Auto fahren, dann stehen wir wie Idioten da", wird Wolff am Sky Sport Mikrofon deutlich.
Der 54-jährige Wiener hat zudem Forderungen an seine Fahrer gestellt: "Ich habe gesagt, dass ich das nicht sehen möchte. Ich möchte nicht auf der letzten Rille bremsen sehen und auch nicht auf der letzten Rille überholen. Ich will nicht, dass sie sich im Getriebe hängen. Racing ja, aber nicht so, als ob es in der letzten Runde um die Weltmeisterschaft geht. Wir wollen keine Punkte liegen lassen. Wir wollen, dass sie racen, aber nicht so wie Feinde im letzten Rennen."
Damit hat der Mercedes-Boss seinen Standpunkt gegenüber seinen beiden Piloten mehr als deutlich gemacht. Eine Wiederholung der Monza-Ereignisse soll es in Madrid keinesfalls geben.
Auf dem engen und an vielen Stellen schwer einsehbaren Stadtkurs hätte ein ähnliches Manöver wohl deutlich gravierendere Folgen ...
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