Zum Inhalte wechseln

Formel 1 News: Mercedes-Boss Toto Wolff zur Entscheidung im WM-Kampf

Toto Wolff hochemotional: "Lewis und ich sind desillusioniert"

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Toto Wolff, Motorsportchef von Mercedes, auf der Pressekonferenz über Lewis Hamilton nach der verpassten Weltmeisterschaft. (Videolänge: 1:25 Minuten)

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat hochemotional auf die kontroverse Formel-1-Titelentscheidung am vergangenen Sonntag in Abu Dhabi reagiert.

"Lewis und ich sind desillusioniert im Moment", sagte der Österreicher bei einer digitalen Medienrunde am Donnerstag: "Wenn wir die fundamentalen Prinzipien des Sports außer Acht lassen und die Stoppuhr nichts mehr wert ist, weil es willkürliche Entscheidungen gibt, dann beginnt man zu hinterfragen, ob all die Arbeit, Blut, Schweiß und Tränen es wert sind." Es könne einem "willkürlich alles weggenommen werden", sagte Wolff: "Wir werden niemals darüber hinwegkommen, das ist nicht möglich."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Analyse am Sky Pad: Wegen dieser beiden Szenen legt Mercedes Protest ein. (Videolänge: 4:07 Min)

Der Mercedes-Boss findet sogar noch deutlichere Worte: "Mir gefällt die Ehrlichkeit der Stoppuhr. Diese war am Sonntag nicht gegeben. Wir werden stärker zurückkommen. Das ist nicht das Ende der Welt jetzt. Aber ich werde niemals vergessen, was ich in dieser letzten Runde gefühlt habe. Ich war in meinem ganzen Leben nicht wehrloser, nur als Kind. Das war wie in einem totalitären Regime."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Toto Wolff, Motorsportchef von Mercedes, auf der Pressekonferenz über Weltmeister Max Verstappen. (Videolänge: 45 Sekunden)

"Was diesen Sport so ausmacht, ist die Passion der Fans. Ich respektiere die Meinung, die Perspektive und Perzeption der holländischen Fans. Man muss immer verstehen, dass es andere Meinungen und Perspektiven gibt. Solange die Passion und der Sport im Vordergrund stehen, ist das für mich okay. Aber der Abuse in Social Media gegen das Team, gegen Lewis, meine Frau oder mich, ist alles andere als akzeptabel."

Wolff äußerte sich mit fast vier Tagen Abstand erstmals öffentlich zu den Vorfällen von Abu Dhabi. Kurz zuvor hatten die Silberpfeile verkündet, auf den Gang vor das Berufungsgericht des Internationalen Automobilverbandes zu verzichten. Unmittelbar nach dem Triumph von Red-Bull-Pilot Max Verstappen vor Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton hatte der Rennstall zwei Proteste eingereicht. Beide waren abgeschmettert worden. Daraufhin hatte das Team den Formalien entsprechend eine Absichtserklärung für eine Berufung hinterlegt und 96 Stunden Zeit, diesen Schritt auch tatsächlich zu unternehmen.

Safety-Car-Phase war entscheidend

Bei den Protesten am Rennabend ging es um das Verhalten von Verstappen in der entscheidenden Safety-Car-Phase und um Anweisungen von Rennleiter Michael Masi. Verstappen hatte von den Maßnahmen so profitiert, dass er auf der letzten Runde die Chance zum Überholen von Hamilton bekommen und diese zum Titelgewinn genutzt hatte.

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Der GP von Abu Dhabi aus der Sicht von Lewis Hamilton.

"Ich bin nicht interessiert an einem Gespräch mit Michael Masi. Die Entscheidungen in den letzten vier Minuten haben einen verdienten WM-Titel für Lewis Hamilton verhindert", sagte Wolff deutlich. Es müsse nun für die Zukunft dringend geregelt werden, wie solche Situationen verhindert werden könnten. "Dem Sport wurde viel Schaden zugefügt, das darf nicht wieder passieren", sagte Wolff.

Mehr dazu

DPA

Alles zur Formel 1 auf skysport.de:

Alle News & Infos zur Formel 1
Rennkalender & Ergebnisse zur Formel 1
Fahrer & Teams der Formel 1
WM-Stand in der Formel 1
Videos zur Formel 1
Liveticker zur Formel 1

Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.

Weiterempfehlen: