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Formel 1 News: Wirft Hamilton nach Final-Drama hin? Mercedes-Chef Wolff unsicher

Wirft Hamilton nach Final-Drama hin? Mercedes-Chef Wolff unsicher

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Toto Wolff, Motorsportchef von Mercedes, auf der Pressekonferenz über die Zukunft von Lewis Hamilton. (Videolänge: 33 Sekunden)

Lewis Hamilton wurde am Mittwoch zum Ritter geschlagen. Doch zieht er selbst nochmal in den Kampf? Mercedes-Chef Toto Wolff wollte sich nicht festlegen.

Das dramatische Ende der Formel-1-Saison 2021 hat Spuren hinterlassen. Vor allem der zweitplatzierte Lewis Hamilton und sein Teamchef Toto Wolff sind immer noch geschockt von der spektakulären Wendung im WM-Kampf in der letzten Runde.

Hamilton, der als sehr sensible, nachdenkliche und konzentrierte Persönlichkeit gilt, dürfte an dem Ausgang noch lange zu knabbern haben. Daran wird auch die Ritterwürde, verliehen durch das britische Königreich, nicht viel ändern.

"Ich denke nicht, dass wir jemals darüber hinwegkommen werden - ganz besonders nicht Lewis als Fahrer. Das ist unmöglich", sagte Wolff in einer Medienrunde am Donnerstag. Wolff schwänzte die offizielle Siegeszeremonie für Verstappen in Paris. "Ich bin aus Loyalität zu Lewis und aus persönlicher Integrität nicht da", so Wolff.

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Toto Wolff, Motorsportchef von Mercedes, auf der Pressekonferenz über Lewis Hamilton nach der verpassten Weltmeisterschaft. (Videolänge: 1:25 Minuten)

Hat Sir Lewis in Abu Dhabi also möglicherweise seine letzte Schlacht geschlagen? Denkt Hamilton tatsächlich nach dieser harten Saison über ein Karriereende nach, obwohl er erst im Juli diesen Jahres noch einmal bis 2023 verlängert hatte? Wolff konnte diese Vermutung nicht dementieren.

"Lewis und ich sind desillusioniert im Moment", ließ Wolff in seine und Hamiltons Gefühlswelt blicken."Nicht was den Sport angeht, wir lieben diesen Sport. Mit jedem Knochen in unserem Körper. Weil die Stoppuhr niemals lügt", so Wolff. Aber: "Wenn wir mit diesem fundamentalen Prinzip von Fairness brechen, wenn die Stoppuhr nicht mehr relevant ist, wenn es um zufällige Entscheidungen geht, dann geht diese Liebe verloren."

"Lewis wird das nie überwinden"

Schwere Worte des Österreichers. Als einer von Wenigen dürfte er in den letzten Tagen regelmäßigen Kontakt zu Hamilton gehabt haben und erklärte: "Du beginnst zu hinterfragen, ob all die Arbeit, die du investiert hast, all der Schweiß, die Tränen, das Blut, wirklich die bestmögliche Leistung auf der Strecke ermöglichen - oder ob dir alles weggenommen wird", so Wolff und wird deutlich: "Lewis wird den Schmerz und das Leid, das ihm am Sonntag widerfahren ist, nie überwinden."

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Toto Wolff, Motorsportchef von Mercedes, auf der Pressekonferenz über Weltmeister Max Verstappen. (Videolänge: 45 Sekunden)

Wird Hamilton die Geschehnisse nie überwinden oder möglicherweise sogar neue Stärke daraus ziehen? Schmerz als Katalysator also. Dass das möglich ist, belegen viele prominente Beispiele aus der Sportwelt. "Wir werden stärker zurückkommen nächstes Jahr, das motiviert uns als Team", sagte Wolff. "Und wir können es auch nutzen, um den Sport zu verbessern. Es ist nicht das Ende der Welt und wir verfallen nicht in eine kollektive Depression."

Kann man dem Briten nach sieben Weltmeistertiteln jedoch verdenken, wenn er sich aus dem kräftezehrenden Sport zurückziehen würde? Wolff hofft auf einen Verbleib Hamiltons: "Ich hoffe sehr, dass Lewis weiterfährt. Er ist der größte Rennfahrer aller Zeiten."

VOTING: Hättet ihr Verständnis für einen Rückzug von Hamilton?

Lewis Hamilton wird in den kommenden Tagen und Wochen in sich hineinhorchen. Der 36-Jährige ist nicht bekannt für Schnellschüsse und wird seine Optionen genauestens abwägen. Möglicherweise hat er sich sogar schon entschieden. Doch Hamilton machte sich seit vergangenem Sonntag rar. Seine Anhänger müssen sich noch gedulden. Wenn aber nicht einmal der eigene Teamchef ein klares Bekenntnis gibt, ist ein Karriereende zumindest nicht komplett abwegig.

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