Zum Inhalte wechseln

Schnell und gefährlich

GP von Österreich: Red Bull Ring

Sky Sport

01.07.2017 | 17:15 Uhr

Malerische Kulisse: der Red Bull Ring in der Steiermark.
Image: Malerische Kulisse: der Red Bull Ring in der Steiermark. © Getty

Gelegen in den malerischen steirischen Bergen im Südosten des Landes, stammt der neue Red Bull Ring vom Österreichring ab, der Schauplatz der Rennen zwischen 1970 und 1987 war. Davor war der nahe gelegene Flugplatz Zeltweg Austragungsort.

Nach dem Ende des Österreichrings wurde die Rennstrecke modifiziert, in A1-Ring umbenannt und zwischen 1997 und 2003 wieder für die F1 genutzt. Aus dem Kalender seither gestrichen, wurde im Jahr 2013 ein Deal zwischen den neuen Besitzern der Strecke und Bernie Ecclestone gemacht, der eine Rückkehr ermöglichte.

Überholmanöver verbessern

So wie es bei Hockenheim der Fall war, ist das 4,326-Kilometer-Layout eine verkürzte Version der ursprünglichen Strecke. Die Absicht bestand darin, die Sicherheit und die Aussichten des Überholens zu verbessern, mit zwei Geraden, gefolgt von langsamen Kurven. Aber es gibt keinen Zweifel daran, dass die Strecke dabei viel von ihrem Charakter verloren hat.

Es gab nicht eine langsame Kurve, als der Österreichring seine Türen in dem Jahr öffnete und Jochen Rindt der erste Weltmeister seines Landes wurde. Bei Kurven wie der Bosch-Kurve fegten die Autos über üppige grüne Hänge und Höhenunterschiede wie beim steilen Aufstieg von der Start-Ziellinie. Das alles hat eine einzigartige Atmosphäre geschaffen.

Alte Strecke forderte Todesopfer

Die Strecke war eine der Schnellsten im Kalender, aber es war auch eine der Gefährlichsten. Die Hella-Licht-Schikane wurde für das Rennen 1977 installiert, nachdem Mark Donohue nach einem Übungscrash zwei Jahre zuvor gestorben war.

Aber der Österreichring brachte auch einige tolle Rennen hervor: Vittorio Brambilla erzielte 1975 seinen einzigen F1-Sieg. Der Italiener feierte im Auto so wild mit der karierten Fahne, dass er die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Einer der engsten Zieleinfahrten in der Formel 1 ereignete sich 1982, als Keke Rosberg nur 0,050 Sekunden hinter Elio de Angelis Zweiter wurde.

2000: Schumis umstrittener Sieg

Das letzte Rennen kam fünf Jahre später, als zwei Massenunfälle zu dem Schluss geführt haben, dass die Start-Ziel-Gerade zu schmal für F1-Autos war. Das Rennen kehrte ein Jahrzehnt später zurück, mit Michael Schumachers umstrittenem Sieg 2000, als Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello ihn nur wenige Meter vor der Ziellinie vorbeiließ. Wohl das Unvergesslichste - wenn auch aus falschen Gründen.