Basaksehir gibt Karzev an Maccabi Tel Aviv ab

Solidarität mit Geiseln: Nächster Israel-Profi verlässt die Türkei

Der türkische Klub Basaksehir trennt sich vom israelischen Profi Eden Karzev.
Image: Der türkische Klub Basaksehir trennt sich vom israelischen Profi Eden Karzev.  © Imago

Für israelische Profis ist im türkischen Fußball vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts offenbar kaum noch Platz.

Als zweiter Spieler binnen Wochenfrist verlor Eden Karzev nach einer öffentlichen Solidaritätsbekundung für sein Heimatland und behördlichen Vernehmungen seine Stelle beim früheren Meister Basaksehir Istanbul.

Basaksehir verleiht Karzev nach Israel

Fünf Tage nach der vorübergehenden Festnahme von Sagiv Jehezkel, der bis zuletzt für Antalyaspor spielte, verlieh Basaksehir Karzev bis zum Saisonende an Maccabi Tel Aviv. Der israelische Topverein hat eine Kaufoption. Der 23 Jahre alte Nationalspieler hatte in den Sozialen Netzwerken die Befreiung der von der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas Anfang Oktober in Israel entführten Geiseln gefordert.

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"Der Spieler wurde nach Abschluss der eingeleiteten Untersuchungen auf Grundlage der Disziplinarvorschriften von Basaksehir bestraft, und es wurde als angemessen angesehen, dass der Spieler seine Laufbahn im Ausland fortsetzt", teilte Basaksehir, Lieblingsklub des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, mit.

Jehezkels Vertrag wegen "Anstiftung zum Hass" gekündigt

Jehezkel, der nach einem Torerfolg für Antalyaspor mit einer unmissverständlichen Geste den Hamas-Angriff auf Israel angeprangert hatte, war bereits zu Wochenbeginn im Anschluss an seine Freilassung aus türkischer Untersuchungshaft nach Israel heimgekehrt. Sein Vertrag war wegen "Anstiftung zum Hass" fristlos gekündigt worden.

Jehezkels bisheriger Klubkollege Ramzi Safuri ist der letzte israelische Berufsspieler in der türkischen Süper Lig. Der Nationalspieler steht in Antalya allerdings auch schon unter Beobachtung, nachdem der 28-Jährige zusammen mit Jehezkel Mitte Oktober vor einem Punktspiel eine ligaweite Gedenkminute ausschließlich für palästinensische Todesopfer im Nahost-Konflikt boykottiert und seinen anschließenden Einsatz verweigert hatte.

SID

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