Basaksehir gibt Karzev an Maccabi Tel Aviv ab
Solidarität mit Geiseln: Nächster Israel-Profi verlässt die Türkei
18.01.2024 | 19:45 Uhr
Für israelische Profis ist im türkischen Fußball vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts offenbar kaum noch Platz.
Als zweiter Spieler binnen Wochenfrist verlor Eden Karzev nach einer öffentlichen Solidaritätsbekundung für sein Heimatland und behördlichen Vernehmungen seine Stelle beim früheren Meister Basaksehir Istanbul.
Basaksehir verleiht Karzev nach Israel
Fünf Tage nach der vorübergehenden Festnahme von Sagiv Jehezkel, der bis zuletzt für Antalyaspor spielte, verlieh Basaksehir Karzev bis zum Saisonende an Maccabi Tel Aviv. Der israelische Topverein hat eine Kaufoption. Der 23 Jahre alte Nationalspieler hatte in den Sozialen Netzwerken die Befreiung der von der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas Anfang Oktober in Israel entführten Geiseln gefordert.
"Der Spieler wurde nach Abschluss der eingeleiteten Untersuchungen auf Grundlage der Disziplinarvorschriften von Basaksehir bestraft, und es wurde als angemessen angesehen, dass der Spieler seine Laufbahn im Ausland fortsetzt", teilte Basaksehir, Lieblingsklub des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, mit.
Jehezkels Vertrag wegen "Anstiftung zum Hass" gekündigt
Jehezkels bisheriger Klubkollege Ramzi Safuri ist der letzte israelische Berufsspieler in der türkischen Süper Lig. Der Nationalspieler steht in Antalya allerdings auch schon unter Beobachtung, nachdem der 28-Jährige zusammen mit Jehezkel Mitte Oktober vor einem Punktspiel eine ligaweite Gedenkminute ausschließlich für palästinensische Todesopfer im Nahost-Konflikt boykottiert und seinen anschließenden Einsatz verweigert hatte.
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