Boca Juniors: Bus-Attacke wohl ein Racheakt der River-Ultras
Fangruppierung von River Plate verantwortlich
27.11.2018 | 12:41 Uhr
Für den Angriff auf den Bus der Boca Juniors ist laut dem Bürgermeister von Buenos Aires eine Fangruppierung von River Plate, auch als "Fußball-Mafia" bekannt, verantwortlich.
Horacio Rodriguez Larreta, Bürgermeister von Buenos Aires, sagte, dass es sich bei der Gewalt um einen Racheakt handelte, der durch einen Polizeiangriff auf das Haus eines Anführers von "Barra Brava" - eine für ihre Gewalt bekannte Ultra-Gruppierung von River Plate - ausgelöst wurde.
Larreta: "Sie sind für diese Vorfälle verantwortlich"
Larreta beschrieb sie als "eine Mafia, die seit mehr als 50 Jahren im Fußball verankert ist".
"Sie sind für diese Vorfälle verantwortlich", sagte er Reportern. "Das steht in direktem Zusammenhang mit der Episode am Vortag. Also durften 300 Leute nicht rein und sie waren die Hauptakteure von allem, was passiert ist."
Er forderte beide Vereine auf, bei der Untersuchung zu helfen, wie die Gruppe Tickets erhalten habe. Larreta sagte aber, das Bekämpfen der "Mafia" sei die "größte Herausforderung".
Finale: Entscheidung am Dienstag erwartet
Der südamerikanische Dachverband CONMEBOL wird sich am Dienstag mit den Präsidenten beider Vereine treffen, um zu entscheiden, wann das Finale wiederholt werden kann.
Zudem hat der Verband ein Disziplinarverfahren gegen River Plate eingeleitet. Der argentinische Fußballverein habe 24 Stunden Zeit, zu beweisen, dass er nicht an der Fan-Krawallen am Wochenende beteiligt war, teilte der Verband in einer kurzen Mitteilung am Montagabend mit.
Am Sonntag wurde das Match vorläufig abgesagt. Das Hinspiel endete 2:2.