Bremens Trainer Kohfeldt profitiert von Absagen anderer Kandidaten
Chance auf Bewährung
13.11.2017 | 09:53 Uhr
Florian Kohfeldt verdankt sein zeitlich begrenztes Trainer-Engagement bei Werder Bremen der Absage anderer Kandidaten. Das bestätigte Werder-Manager Frank Baumann am Samstag in Bremen.
"Natürlich kann man durchaus sagen, dass es bessere Möglichkeiten gegeben hat, vielleicht bessere Trainer für uns interessant gewesen wären", sagte Baumann. Am Vortag hatte der Bremer Manager bekanntgegeben, dass der Interims-Nachfolger von Alexander Nouri mindestens bis zur Winterpause Trainer der Profis bleibt.
Dass Kohfeldt nicht erste Wahl war, "ist nicht schlimm", sagte Baummann und erklärte seine Sicht anhand der Torwart-Suche vor der Saison. "Wenn man das auf andere Positionen übertragen würde, dann ist es so, dass Jiri Pavlenka auch nur unsere vierte Wahl war, weil wir Neuer, ter Stegen und Leno nicht bekommen haben. Insofern kann man das etwas damit vergleichen."
Die Entscheidung pro Florian Kohfeldt und gegen die heiß gehandelten Kandidaten Adi Hütter und Bruno Labbadia hat auch für Frank Baumann mögliche Konsequenzen, sollte die erneute Interimslösung nach Viktor Skripnik und Alexander Nouri nicht fruchten. "Er wird natürlich an seiner Entscheidung gemessen. Den ungeschriebenen Gesetzen des Fußballs kann sich auch ein Verein wie Werder Bremen nicht verschließen. Der Trainer muss liefern, um Baumann aus der Schusslinie zu nehmen", sagte Sky Reporter Sven Töllner.
"Man traut ihm zu, der Mannschaft in taktischer Hinsicht einen neuen Schliff zu verpassen. Es müssen Lösungen entwickelt werden, insbesondere im Spiel nach vorne. Und da genießt Kohfeldt im Verein einen sehr guten Ruf", erkennt Töllner das volle Vertrauen des Vereins in Florian Kohfeldt. "Allerdings ist es eine Chance auf Bewährung", ergänzte Töllner.