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Bruno Fernandes im Portrait: Wie der neue Leader Sancho zu United locken könnte

Bruno Fernandes: Uniteds Leader und Anreiz für Sancho?

Elisabeth Lastovka

22.04.2020 | 23:04 Uhr

Bruno Fernandes ist der neue Leader von Manchester United.
Image: Bruno Fernandes ist der neue Leader von Manchester United. © DPA pa

Nur wenigen Wochen nach seinem Wechsel von Sporting Lissabon zu Manchester United ist Bruno Fernandes bereits angekommen. Der 25-Jährige begeistert die Anhänger mit Offensiv-Fußball und als Anführer. Zudem könnte der Portugiese auch Auswirkungen auf den Transfer von Jadon Sancho haben.

55 Millionen Euro plus Bonuszahlungen! Das ist die Summe, für die Bruno Fernandes Ende Januar nach zähen Verhandlungen von Sporting Lissabon zu Manchester United wechselte.

Bruno wer? Bruno Fernandes! Für viele Fans war der Portugiese zu dem Zeitpunkt noch ein eher unbekannter Name, spielte er ja 'nur' in Portugal und nicht in einer der europäischen Top-Ligen. Zudem verband man United in den letzten Jahren immer mit sehr teuren Transfers á la Alexis Sanchez, Romelu Lukaku und Paul Pogba, die die Erwartungen letztlich nicht erfüllten. 'Bei der Summe! Hoffentlich kein weiterer Schuss in den Ofen', werden sich viele Anhänger gedacht haben.

Fernandes glänzt mit guten Leistungen

Aber weit gefehlt: Der Mittelfeldspieler fügte sich rasch in das Team von Ole Gunnar Solskjaer ein: Drei Tore und vier Vorlagen in neun Spielen sind eine mehr als ordentlichen Bilanz. Es scheint, dass die Red Devils endlich den lang ersehnten offensiven Spielmacher gefunden haben. Innerhalb weniger Wochen hat sich Fernandes seinen Platz in der Mannschaft erspielt und wuchs zum Leader heran.

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Mit toller Spielübersicht gepaart mit großartiger Pass- und Schusstechnik schürt Fernandes Hoffnung. Hoffnung auf Erfolge, die er sich mit seinem Kindheitsverein erfüllen will. "Als ich ein Kind war, wollte ich immer in der Premier League spielen," so Fernandes auf der Vereinshomepage. "Vor allem für Manchester United, weil mein Landsmann Ronaldo da gespielt hat." Zwischen 2003 und 2009 verzückte Cristiano Ronaldo die Fans - nun soll sein Landsmann diese Rolle übernehmen.

Fernandes im Disput mit Guardiola

Was er drauf hat, zeigte er unlängst beim Stadtderby gegen Manchester City, als er einen genialen Freistoß über die gegnerischen Spieler chippte und Martial nur noch City-Keeper Ederson überwinden musste. Das Team von Solskjaer gewann souverän mit 2:0 gegen den Rivalen und entschied damit beide Saisonduelle in der Liga für sich.

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Premier League, 29. Spieltag: Der französische Nationalspieler Anthony Martial und Scott McTominay erzielten die Treffer. Beide profitierten von der Mithilfe des brasilianischen City-Torwarts Ederson, der bei beiden Treffern eine unglückliche Figur m

Aber nicht nur das: Eine Szene während des Derbys symbolisierte, dass United auch einen neuen Anführer hat. Bei einem kleinen Disput diskutierten Fernandes und Guardiola am Seitenrand und am Ende legte Fernandes seinen Zeigefinger auf die Lippen, um den Star-Coach zum Schweigen zu bringen.

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"Ich habe großen Respekt vor Pep, seinen Erfolgen und vor dem, was er dem Fußball gebracht hat", so der 25-Jährige nach dem Spiel gegenüber Sky UK: "Aber in dem Moment hat er mir keinen Respekt entgegengebracht. Warum sollte ich also Respekt vor ihm haben?" Dennoch wiegelte er das Thema nicht groß auf, da "alles, was auf dem Platz geschieht, auch dort bleibt."

United-Fans feierten den Portugiesen für seine Aktion und seinen Führungsanspruch natürlich dennoch. Trainer Ole Gunnar Solskjaer wusste ohnehin schon, welche Qualitäten sein Neuzugang hat. "Er ist gekommen und hat allen einen großen Schub gegeben - nicht nur dem Team, sondern auch den Fans", äußerte sich der Coach in einem Interview mit der BBC.

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Solskjaers Matchplan geht auf: Man United bezwingt Stadtrivale City

Sancho und Fernandes: Das zukünftige Sturmduo von United?

Diesen Schub will United, die vor der Zwangspause durch die Coronakrise keines der letzten elf Spiele verlor, mitnehmen und vor allem einen neuen Spieler anlocken: Dortmunds Jadon Sancho.

Gerüchte um einen möglichen Wechsel des BVB-Youngsters gibt es schon lange, allerdings schreckt die Ablösesumme in Höhe von etwa 130 Millionen Euro einige Top-Klubs ab. Beispielsweise soll Jürgen Klopps FC Liverpool ausgestiegen sein, nachdem klar wurde, dass der BVB auf dieser Summe besteht. Der FC Chelsea und vor allem United sollen dagegen weiter im Rennen sein, wobei die Red Devils laut englischen Medienberichten angeblich sogar die besten Karten im Sancho-Poker haben sollen.

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Und diese könnten sich durch Fernandes sogar noch verbessert haben, denn die Übersicht und Spielintelligenz des neuen Leaders ergänzt die Torgefährlichkeit Sanchos beinahe perfekt. Die Konkurrenz müsste sich bei diesem neuen Offensiv-Duo auf jeden Fall warm anziehen und die 55 Millionen plus Bonuszahlungen für Fernandes hätten sich gleich doppelt gelohnt.

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