Bundesliga: BVB in Freiburg unter Druck

Irritierter Terzic erinnert an den 1. April

Edin Terzic steht mit dem BVB in Freiburg unter Druck.
Image: Edin Terzic steht mit dem BVB in Freiburg unter Druck.  © DPA pa

Noch kein Spiel verloren und dennoch ist in Dortmund nach nur fünf Punkten aus drei Partien die Rede von einem Fehlstart. Für Trainer Edin Terzic und seine Schützlinge beginnt mit dem Spiel in Freiburg eine richtungsweisende Woche.

Mit gellenden Pfiffen wurden die Stars des BVB vor 14 Tagen in die zweiwöchige Länderspielpause verabschiedet. Spätestens mit dem ernüchternden 2:2-Remis zuhause gegen Aufsteiger Heidenheim wurde jedem Beobachter deutlich vor Augen geführt: Die Stimmung in Dortmund hat sich gedreht.

Im Mai wurde die Mannschaft nach der bitter verpassten Meisterschaft noch gefeiert und aufgemuntert, allerdings haben diese emotionalen Reaktionen nicht dazu geführt, dass der Kreditrahmen für unnötige Patzer erhöht wurde. Im Gegenteil.

BVB mit schlechtestem Start seit 14 Jahren

Rund um den Signal Iduna Park sollen unverzüglich neue Titelträume entstehen, um das traumatische Erlebnis vom 27. Mai 2023 möglichst schnell vergessen zu können. Problem: Die Mannschaft lässt Fantasien in diese Richtung derzeit noch nicht zu. Zu dürftig die Punkteausbeute, zu fahrig die bisherigen Auftritte, zu groß die Enttäuschung bei den Fans über den Transfer-Sommer.

Ein Zustand, der die Anhänger wütend und frustriert zurücklässt, zumal fünf Punkte nach drei Spieltagen die schlechteste Ausbeute seit 14 Jahren sind.

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Fakt ist Fakt, dennoch zeigte sich Trainer Edin Terzic am Donnerstag über das Ausmaß der schlechten Stimmung im BVB-Umfeld irritiert. "Wir sind natürlich unzufrieden mit dem Saisonstart. Dennoch war unsere letzte Niederlage am 1. April in München. Es fühlt sich aber gerade so an, als wenn am 1. April unser letzter Sieg war."

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Terzic ist sich bewusst, dass es im Fußballgeschäft im Grunde genommen nur ein Mittel gibt, wie sich der Status der Unzufriedenheit ändern lässt: mit Siegen. Ein Stimmungsaufheller ist insbesondere vor der richtungsweisenden Woche mit Spielen in Freiburg, in der Champions League bei PSG und zuhause gegen Wolfsburg dringend vonnöten.

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BVB-Trainer Edin Terzic hat die Niederlage gegen Heidenheim analysiert.

Haller und BVB treffen auf den Lieblingsgegner

Drei schwere Aufgaben, die die Dortmunder durch die Ergebnisse und Leistungen in den vorangegangenen drei Spielen noch schwieriger gemacht haben. Deshalb erwartet der BVB-Coach von seinem Team eine Leistungssteigerung. Er habe mit seinen Spielern "die Dinge besprochen, die wir schleunigst verbessern müssen", sagte er und weiter: "Sowohl in der Defensive, wenn es um die Kompaktheit und Abstände geht. Aber auch um die Intensität, diesen einen Ball, den es auf dem Platz gibt, zurückzuerobern."

Sorgen bereitete zuletzt auch die Form von Sebastien Haller. Der Stürmer ist noch ohne Tor, hatte dazu aber auch kaum Gelegenheiten. In den ersten drei Bundesliga-Spielen gab er nur drei Schüsse ab, davon kam ein einziger aufs Tor. Eine - milde ausgedrückt - ausbaufähige Bilanz. Hoffnung macht der kommende Gegner, gegen keinen anderen Bundesliga-Klub traf Haller häufiger als gegen die Breisgauer (vier).

Überhaupt sind die Freiburger der Lieblingsgegner schlechthin der Schwarz-Gelben. Gegen kein anderes aktuelles Team im Oberhaus hat der amtierende Vizemeister eine so hohe Siegquote (65 Prozent) und einen so hohen Punkteschnitt (2,2) wie gegen den Sport-Club. Statistisch könnten die Voraussetzungen daher kaum besser sein, um stimmungsmäßig einen Turnaround zu initiieren.

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BVB-Trainer Edin Terzic mit einem Personalupdate vor Freiburg.

Watzke stärkt Terzic den Rücken

Gelingt dieser nicht, rückt zwangsläufig auch Terzic vermehrt in den Fokus. Der 40-Jährige steht nach Sky Infos aktuell nicht zur Debatte, damit das passiert, müssten erst die Champions-League-Plätze ernsthaft in Gefahr sein.

Hans-Joachim Watzke trat zuletzt Spekulationen über ein bröckelndes Vertrauen in Terzic entschlossen entgegen. "Das ist Blödsinn", erklärte der BVB-Boss: "Ich möchte nicht wie ein Papagei jede Woche immer die gleiche Frage beantworten."

Bei weiteren Misserfolgen wird er allerdings nicht drumherum kommen, schließlich kennt auch er die Mechanismen der Fußball-Welt.

Mehr zum Autor Robin Schmidt

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