Bundesliga: Frankfurt verhindert Fehlstart
Müller lässt Hütter aufatmen
26.08.2018 | 14:08 Uhr
Nach der Schmach in Supercup und DFB-Pokal gelingt Eintracht Frankfurt der optimale Bundesliga-Start. Neu-Coach Adi Hütter holt den ersten Dreier - auch dank Nicolai Müller.
Zwei Pflichtspiele, 1:7 Tore: Der Rucksack aus zwei Desastern gegen Bayern München und den Regionalligisten aus Ulm wog vor dem Saisonstart beim SC Freiburg schwer. Dazu musste die Eintracht mit Makoto Hasebe, David Abraham und Ante Rebic gleich drei Stammkräfte ersetzen.
Da dachte schon der ein oder andere Frankfurter beim Blick auf die veränderte Startformation: Das Fehlstart-Triple wird am 1. Bundesliga-Spieltag perfekt gemacht.
Hütter: Drei Punkte waren Balsam
Aber trotz aller negativen Vorzeichen: Die Adler starteten mit einem 2:0-Auswärtssieg im Breisgau in die neue Saison. Liga-Debütant Hütter atmete auf: "Es tut gut bei so einem heimstarken Team wie dem SC Freiburg, mit einem Sieg zu starten. Aber trotz des Sieges ist klar, dass wir weiter hart arbeiten und uns weiter verbessern müssen. Die drei Punkte waren Balsam."
Balsam für die angekratzte Seele seiner Spieler, die sich nach dem Pokal-Aus in Ulm selbst in die Pflicht nahmen. "Natürlich war die letzte Woche bitter. Das haben wir knallhart angesprochen und analysiert", sagte Nicolai Müller.
Mit dem Torschützen in der Startelf bewies Hütter ein glückliches Händchen: Müller leitete mit einem satten Flachschuss den Auswärts-Coup ein und bildete mit Sebastien Haller ein effizientes Sturm-Duo. Der 30-Jährige war der Gewinner des Spiels.
Müller verzichtet auf den "Helikopter"
Nach Jubel-Kreuzbandriss und Abstieg beim Hamburger SV hatte der Stürmer aber genügend Gründe, nicht wieder zum Helikopter anzusetzen: "Ich hatte ein Jahr Zeit, mir zu überlegen, was ich beim nächsten Jubel mache", sagte Müller am Sky Mikro.
Der fiel während und nach dem Spiel verhalten aus. Auch wenn die Eintracht erstmal dem Stimmungstief entkommt. Wie wichtig die Punkte und ein gelungener Ligastart sind, weiß Müller: "Es gibt nichts Schöneres, als mit einem Dreier auswärts zu starten."
Nach dem Fehlstart heben die Adler also doch noch ab - dank Mannschaftsleistung und Offensiv-Effizienz. Aber: Bloß nicht zu hoch hinaus! "Die ganze Hysterie und Panik wollten wir nicht mitmachen. Für ein Auswärtsspiel war das richtig gut, aber wir wissen, dass noch viel zu tun ist", sagte Sportdirektor Fredi Bobic.