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Bundesliga News: Die möglichen Nachfolger von Davies, Sancho & Co.

Starfabrik Bundesliga: Die Nachfolger von Davies, Sancho & Co.

Lars Pricken

08.07.2020 | 21:16 Uhr

Bayerns Davies (l.) im Laufduell mit Dortmunds Sancho.
Image: Die Bundesliga sucht den nächsten Jugend-Star ala Alphonso Davies (l.) und Jadon Sancho (r.). © DPA pa

Die Bundesliga hat sich zu einem echten Fließband für kommende Stars entwickelt. Sky Sport zeigt zehn aktuelle Youngster, die in der nächsten Saison den Durchbruch schaffen könnten.

Viele Talente erhalten in Deutschland die Chance, sich auf höchster Ebene zu präsentieren. Spieler wie Alphonso Davies, Jadon Sancho, Erling Haaland oder Moussa Diaby zog es zuletzt ins deutsche Oberhaus. Sie haben sich bei ihren Teams festgespielt und sind bereits Bundesliga-Stammspieler - auf dem besten Weg internationale Super-Stars zu werden.

In der abgelaufenen Spielzeit haben sich einige weitere Top-Talente hervorgetan, denen der Durchbruch allerdings noch nicht vollends gelungen ist. Sky Sport stellt eine Auswahl an U20-Spielern zusammen, die das Potenzial zum Durchstarter in der kommenden Saison haben.

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Florian Wirtz (Bayer Leverkusen, 17 Jahre)

Der jüngste Torschütze der Bundesliga-Historie (Treffer zum 2:4 gegen den FC Bayern) hat den steilen Sprung von der U17-Jugend des 1. FC Köln hin zum Profi bei Bayer Leverkusen in nur einem halben Jahr geschafft. Nach vier Partien für die Leverkusener U19, in denen ihm fünf Torbeteiligungen gelangen, folgte die Corona-Pause.

Seit dem Restart ist Wirtz fester Bestandteil des Bosz-Kaders - kommt auf sieben von neun möglichen Einsätzen. Der Trainer vertraut dem gerade erst 17 Jahre alten Offensiv-Allrounder, der mit einer Dribblingquote von 71 Prozent schon seine Ballkontrolle unter Beweis gestellt hat. Allgemein erinnert das Juwel von seiner kreativen Spielweise und seinem Zug zum Tor an Teamkollege Kai Havertz. Auch durch dessen wahrscheinlichen Abgang könnte der eigentlich rechtsaußen beheimatete Wirtz in der nächsten Saison eine größere Rolle spielen.

Giovanni Reyna (Borussia Dortmund, 17)

Seit der Rückrunde ist der US-Amerikaner aus dem Kader der Borussen nicht mehr wegzudenken. Zwar stand der flinke Zentrumsspieler lediglich zwei Mal von Beginn an auf dem Grün, doch stehen ihm zusätzliche 13 Einwechslungen zu Buche. Reyna hat eine gute Übersicht und trotz einiger riskanter Steilzuspiele mit 87 Prozent eine bemerkenswerte Passquote. Der Dortmunder traut sich ins Dribbling und hat mit dem Treffer im Pokal gegen Werder Bremen auch schon ein feines Füßchen gezeigt.

Der BVB geht bei Reyna kein Risiko ein und führt den Youngster langsam, aber kontinuierlich an die erste Mannschaft heran. Einen ähnlichen Weg ging der Verein im ersten halben Jahr mit Jadon Sancho. Zwar fehlt Reyna wohl das absolute Spitzen-Tempo (31,2 km/h), um Sancho auf dem Flügel direkt zu ersetzen, als kreatives Element in der rotierenden Offensive der Schwarz-Gelben dürfte der 17-Jährige aber einige Chancen 2020/2021 bekommen.

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Christoph Baumgartner (TSG 1899 Hoffenheim, 20)

Der Österreicher gilt schon lange als großes Talent, hat sich nun allerdings bei der TSG in den Vordergrund gespielt. In 26 Bundesliga-Einsätzen kommt der Allrounder immerhin auf sieben Treffer und vier Vorlagen. Sollte Baumgartner den Hoffenheimern erhalten bleiben, dürfte er im kommenden Jahr wohl zum festen Stammspieler werden.

Sein Vorteil: Obwohl der 20-Jährige im Mittelfeld spielt, ist er absolut torgefährlich. Als zweimaliger Torschützenkönig der österreichischen U18-Bundesliga stürmte der Youngster oft als alleiniger Angreifer - ist dementsprechend variabel einsetzbar.

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Noah Katterbach (1. FC Köln, 19)

Die erste Bundesliga-Saison des Linksverteidigers war äußerst durchwachsen. Der damals 18 Jahre alte Defensivakteur startete verletzt in die Spielzeit und musste sich erst bei der zweiten Mannschaft zurückkämpfen. Am 7. Spieltag durfte er dann erstmals gegen Schalke (1:1) ran und schlug sich in seinen 90 Debüt-Minuten mehr als passabel. Es folgte ein weiterer Muskelfaserriss, der ihn wieder aus dem Kader katapultierte.

Die zweite Rehabilitation verlief schnell und Katterbach wurde endlich Stammspieler bei den Geißböcken. Defensiv souverän (55 Prozent Zweikampfquote) und nach vorne mit guten Ansätzen, verhalf er dem neuen Coach Markus Gisdol zu einem guten Start. Am 22. Spieltag der nächste Schock: Sprungelenksverletzung. Nach dem Restart konnte er, wie das restliche Team, nicht mehr an die guten Leistungen anknüpfen. Doch das zuvor gezeigte Potenzial und die Tatsache, dass Katterbach schon gesetzt war, machen Hoffnung.

Michael Cuisance (FC Bayern München, 20)

Im Sommer 2019 wechselte der Mittelfeldspieler von Gladbach zu den Bayern. Ein Wechsel, der damals bei einigen Experten für Stirnrunzeln gesorgt hat. Obwohl das Talent des 20-Jährigen unbestritten ist, reichte es in der Mannschaft der Münchner selten zu einem Einsatz.

Seit dem Restart läuft es für den französischen U20-Nationalspieler deutlich besser. Drei Einwechslungen und drei Spiele von Beginn an, zu denen auch der Gala-Auftritt gegen den VfL Wolfsburg (eine Vorlage und ein Treffer) zählt. Damit hat sich Cuisance wieder ernsthaft angeboten. Sollte es zu Abgängen im bayrischen Mittelfeld kommen, muss man den Youngster weiter auf dem Schirm haben.

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Rabbi Matondo (FC Schalke 04, 19)

Bedingt durch einige Ausfälle in der königsblauen Offensive durfte Matondo in der abgelaufenen Spielzeit schon 20 Mal in der Bundesliga ran. Für Aufsehen sorgte der Engländer dabei besonders mit seinem Tempo. Mit einer Geschwindigkeit von 36,0 km/h in der Spitze gehört der Youngster zu den schnellsten Spielern in der Bundesliga.

Im Dribbling schien gelegentlich Talent durch. Noch fehlt dem 19-Jährigen allerdings die Souveränität am Ball und ein gutes Maß an Physis. Mit Tempo und Spielwitz könnte er in der kommenden Saison ein wichtiger Bestandteil der Schalker Rehabilitation werden, sofern er die Gegner öfter stehen, als den Ball liegen lässt.

Mateu Morey (Borussia Dortmund, 20)

Erst vor wenigen Tagen hat der BVB sich offiziell von Real-Leihgabe Achraf Hakimi verabschiedet. Trotz der Verpflichtung von Thomas Meunier könnte sich der Abgang des Marokkaners als große Chance für Morey herausstellen. Sollte Neuzugang Meunier hin und wieder für den alternden Lukasz Piszczek (35) in der Fünferkette einspringen, wäre der Platz rechts wieder frei.

Seit dem Restart und den damit verbundenen fünf Auswechslungen pro Partie hat Trainer Favre dem Spanier mehr Chancen gegeben, sich zu präsentieren. In fünf Einsätzen bewies der Defensivmann vor allem eins: Trotz geringer Erfahrung ist Morey schon abgeklärt. Ruhige Pässe (88 Prozent) und erfolgreiche Dribblings (80 Prozent) lassen das Potenzial des Rechtsverteidigers erahnen.

Jonathan Burkardt (1. FSV Mainz 05, 19)

Der Mainzer Stürmer-Youngster erwischte einen guten Start in die Saison und stand in den ersten vier Spielen drei Mal auf dem Platz. Der Angriff rund um Karim Onisiwo, Jean-Philippe Mateta, Robin Quaison und Adam Szalai erwies sich aber als zu stark.

Nach einem schweren Jahr bekam der 19-Jährige ausgerechnet im Endspurt gegen den BVB eine Chance - und traf zum Sieg. Der ebnete letztlich den Weg zum Mainzer Klassenerhalt. Und bedeutet für Burkardt, der seit einiger Zeit als großes Juwel gilt, vielleicht den nächsten Schritt in Richtung Stammelf.

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Joshua Sargent (Werder Bremen, 20)

Trotz des im Nachsitzen gelungenen Klassenerhalts wird sich der Bremer Kader zur neuen Saison deutlich verändern. Von einem Umbruch würde Joshua Sargent, der den Durchbruch zum absoluten Stammspieler unter Trainer Florian Kohfeldt schaffen könnte, profitieren.

Immerhin 28 Partien bestritt der US-Amerikaner 2019/2020 und scorte dabei sechs Mal (vier Tore und zwei Vorlagen). Zu den Treffern gehört auch das Traumtor gegen die Hertha, das nicht zuletzt die Ballkontrolle des Angreifers unter Beweis gestellt hat. Wird durch Abgänge ein Platz im Sturm der Hanseaten frei, wäre der Youngster gesetzt.

Paulinho (Bayer Leverkusen, 19)

Stolze 18,5 Millionen Euro ließen sich die Leverkusener den Brasilianer im Sommer 2018 kosten. Eine echte Verstärkung war das Offensivtalent lange jedoch nicht. In der abgelaufenen Spielzeit ließ der bald 20-Jährige erstmals sein enormes Talent aufblitzen. In seinem bislang einzigen Spiel von Beginn an (4:0 gegen Frankfurt) schoss der Angreifer gleich zwei Tore und legte ein weiteres auf.

Die anschließende Corona-Pause verhinderte eine weitere Gala. Trainer Bosz brachte den pfeilschnellen (35,1 km/h) und wendigen Youngster seither zwar regelmäßig als Joker, doch wirklich viel Spielzeit bekam der Südamerikaner nicht. Einen guten Eindruck hinterließ Paulinho, der wie Wirtz von bevorstehenden Abgängen profitieren könnte, dennoch.

Aber: Nachdem sich der Brasilianer vor dem DFB-Pokalfinale einen Kreuzbandriss zuzog, ist auch in der kommenden Saison frühestens nach der Winterpause mit dem Offensivmann zu rechnen.

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