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BVB News: Englands Nationaltrainer Gareth Southgate schwärmt von Jude Bellingham

EM-Nominierung als Krönung: Nächster Trainer schwärmt von Bellingham

Robin Schmidt

04.06.2021 | 10:33 Uhr

Es ist die Krönung eines bemerkenswerten Jahres: Mit gerade mal 17 Jahren ist Dortmunds Jude Bellingham für den englischen EM-Kader nominiert worden. Nach Edin Terzic und Pep Guardiola gerät ein weiterer Trainer bei dem Youngster ins Schwärmen.

Bei Jude Bellingham sind sich eigentlich alle Trainer, die ihn trainiert oder spielen gesehen haben, einig: Dieser Teenager ist kein normaler 17-Jähriger. Während andere in seinem Alter von einer großen Karriere träumen, hat Dortmunds Hochbegabter schon jetzt über 90 Spiele bei den Profis absolviert. Eine schier außergewöhnliche Zahl, doch noch beeindruckender ist die Art und Weise, wie er diese Partien absolviert hat.

"Wenn man sieht, wie er spielt, dann kann man kaum glauben, dass er erst 17 Jahre alt ist. Was er in diesem Alter leistet, ist unglaublich. Mit dieser Konstanz - das ist sehr, sehr gut", lobte BVB-Trainer Edin Terzic zum Saisonende bei Sky den jungen Engländer.

Guardiola begeistert von Bellingham

Anderes Land, neue Sprache, ein Trainerwechsel sowie die enorm hohe Ablöse in Höhe von 23 Millionen Euro für einen 16-Jährigen - im rücksichtslosen Fußballgeschäft gab es in der Vergangenheit zahlreiche Spieler mit deutlich mehr Erfahrung, für die mindestens einer dieser Aspekte einen Karrierknick bedeutete. Nicht so für Bellingham.

Seine Premierensaison bei Borussia Dortmund hätte für ihn nicht besser laufen können. Er besticht vor allem durch eine überdurchschnittliche Reife, die selbst erfahrene und hochdekorierte Trainer wie Pep Guardiola staunen ließ.

Nach den beiden Viertelfinal-Spielen in der Champions League zeigte sich der City-Coach begeistert von dem 1,86 Meter großen Mittelfeldspieler: "Er hat schon eine unfassbare Persönlichkeit und ist so, so gut." Tatsächlich strahlt Bellingham, der mit mit seinen aggressiven Aktionen gegen den Ball auch schon seine Teamkollegen mitreißen kann, enorm viel Energie aus.

Southgate: "Bellingham ist phänomenal"

Auch dank dieser Qualität eroberte er sich unter Terzic einen Stammplatz und ist bereits jetzt nicht mehr aus dem Mittelfeld der Schwarz-Gelben wegzudenken. Trotz der starken Konkurrenz in der Zentrale mit Emre Can, Axel Witsel, Thomas Delaney sowie Mo Dahoud brachte es Bellingham in dieser Saison wettbewerbsübergreifend auf 46 Pflichtspieleinsätze (vier Tore, vier Vorlagen) und damit auf die meisten der aufgelisteten Profis. Der Lohn: Die Berufung ins englische EM-Aufgebot und eine Verlängerung der Lobeshymnen.

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"Jude Bellingham ist phänomenal", geriet auch Englands Nationaltrainer Gareth Southgate auf der Pressekonferenz zur Kader-Nominierung ins Schwärmen und führte weiter aus: "Er will sich als 17-Jähriger im Training gegen arrivierte Nationalspieler beweisen. Er hat nicht nur die technischen Voraussetzungen, sondern auch den Ehrgeiz und die Reife."

Ob als zweikampfstarker sowie laufstarker Abräumer, als passsichere Schaltzentrale oder torgefährlicher Spielmacher - Bellingham hat alle Fähigkeiten im Repertoire und vereint defensive wie offensive Qualitäten. So bringt er seine Stärken auf vielfältige Weise ins Spiel und darf sich auch berechtigte Hoffnungen auf Einsätze bei der EM machen.

Mit dem Sieg im DFB-Pokal feiert Jude Bellingham den ersten Titelgewinn seine Laufbahn.
Image: Mit dem Sieg im DFB-Pokal feiert Jude Bellingham den ersten Titelgewinn seine Laufbahn.  © Getty

Bellingham will "ein besserer Spieler werden"

Jedenfalls machte Southgate deutlich, dass er den BVB-Akteur nicht nur nominiert hat, damit er als junger Spieler erste Turnier-Erfahrung sammeln kann. "Wir nehmen ihn nicht nur für das Erlebnis mit zur EM. Er wird ein wichtiger Spieler für England sein", betonte er. Besonders Bellinghams Leistungen in der Champions League seien "beeindruckend" gewesen.

Im Viertelfinal-Rückspiel gegen City brachte das Supertalent seine Farben mit einem herrlichen Schlenzer zwischenzeitlich in Führung. Damit avancierte er im Alter von 17 Jahren und 289 Tagen zum zweitjüngsten Torschützen in einem K.o.-Spiel der Königsklasse. Eines von vielen Highlights in seinem Debütjahr, auf das sich der Teenager keineswegs ausruhen will.

"Im kommenden Jahr will ich mich weiter verbessern, hart arbeiten und ein besserer Spieler werden", sagte er am Saisonende. Es sind die Worte eines 17-Jährigen, der alles ist - nur nicht normal.

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