Chef-Gipfel in Winston! Was das Vieraugengespräch über Kimmich und Nagelsmann aussagt
Bundestrainer Julian Nagelsmann und sein Kapitän Joshua Kimmich stecken im Training im deutschen WM-Quartier immer wieder die Köpfe zusammen.
10.06.2026 | 10:22 Uhr
Es wird deutlich: Das Duo hat einen engen Draht zueinander. Die Sky Sport Reporter analysieren, was der Austausch zu bedeuten hat.
Aus dem WM-Quartier in Winston-Salem berichten Patrick Berger und Kerry Hau
"Jo ist unser Fahnenträger. Er wird seiner Rolle gerecht. Jo hat einen engen Draht zum Trainer. Sie sprechen über viele Dinge und über viele Entscheidungen!"
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Das hatte DFB-Sportchef Rudi Völler auf der Pressekonferenz im deutschen WM-Quartier in Winston-Salem über die Rolle des Kapitäns und sein Verhältnis zu Bundestrainer Julian Nagelsmann gesagt. Kimmich geht erstmals überhaupt als Spielführer in ein großes Turnier. Und wie wichtig der 31 Jahre alte Bayern-Star ist, wird in diesen Tagen deutlich.
Immer wieder im Gespräch mit Nagelsmann
Immer wieder sieht man den ehrgeizigen Profi, dessen Markenzeichen das in die Hose gesteckte Trikot ist, im Gespräch mit Nagelsmann. Vor den Augen der 3000 Fans gab es am Montag beim ersten Training gleich mal einen Chef-Gipfel! Nagelsmann und Kimmich, die auch privat ein gutes Verhältnis pflegen, unterhielten sich 20 Minuten lang angeregt. Während die anderen Spieler bereits den Rasen verließen, diskutierte Kimmich noch mit Nagelsmann. Ob es über die Sieg-Taktik für den WM-Auftakt gegen Curacao ging?
Kimmich hatte nach dem 2:1-Testsieg gegen die USA leise Alarm geschlagen und auf Verbesserungspotenzial in der Arbeit gegen den Ball hingewiesen. Nagelsmann hörte Kimmichs Ausführungen interessiert zu, nickte, erwiderte. Da vertraut einer seinem Chef-Anführer.
Im Anschluss an die lange Unterredung liefen Nagelsmann und Kimmich zu den Fans und schrieben Seite an Seite Autogramme.
Kimmich will es allen zeigen
Kimmich will es allen zeigen! Der Mittelfeldspieler, der mit Bayern alles gewonnen hat, will auch mit der Nationalmannschaft endlich erfolgreich sein. Nach den letzten beiden Enttäuschungen bei den Weltmeisterschaften in Russland und Katar möchte er endlich einen Titel mit dem Bundesadler auf der Brust holen. In absoluter Chefrolle soll Kimmich es richten. Der Bundestrainer plant übrigens weiterhin damit, seinen verlängerten Arm auf dem Platz als Rechtsverteidiger einzusetzen.
Nach dem Vorrunden-Aus in Katar war Kimmich am Boden zerstört, sprach von der großen Angst, in ein tiefes Loch fallen zu können. "Das ist der schwierigste Tag in meiner Karriere, weil ich persönlich mit dem Misserfolg in Verbindung gebracht werde", hatte er damals unter Tränen gesagt.
Dreieinhalb Jahre später ist Kimmich gereift und heiß wie nie! In den USA heizte er seine Kollegen ein: "Ich hoffe, dass jeder, der hier ist, Weltmeister werden möchte. Ich will Weltmeister werden!"
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