Das macht Kaiserslauterns Aufstiegstrainer jetzt in Georgien

Während sich in Deutschland das Trainerkarussell der 2. Bundesliga fröhlich weiterdreht, ist Dirk Schuster dem Zirkus entkommen. Inzwischen trainiert der Aufstiegscoach des 1. FC Kaiserslautern einen georgischen Erstligisten.

Kaiserslauterns Aufstiegstrainer Dirk Schuster arbeitet mittlerweile in Georgien.
Image: Kaiserslauterns Aufstiegstrainer Dirk Schuster arbeitet mittlerweile in Georgien.  © Imago

Bei "HvK und Tusche - Dein Zweitligatalk" sprach er über die Beweggründe - und seine Aufstiegsfavoriten in Deutschlands zweiter Liga.

Von Julius Ostendorf

Wer im vergangenen Jahrzehnt regelmäßig die 2. Bundesliga verfolgt hat, kam am Namen Dirk Schuster kaum vorbei. Bei über 138 Spielen stand der heute 57-Jährige an der Seitenlinie. Zuletzt gelang ihm 2022 mit dem 1. FC Kaiserslautern der Aufstieg aus der 3. Liga. Nach der Trennung im November des Folgejahres war Schuster lange Zeit auf Vereinssuche. Knapp ein Jahr später hat er seine neue Heimat gefunden: Beim georgischen Erstligisten Torpedo Kutaisi.

"Der Kontakt kam Ende Dezember zustande", erzählte Schuster im Gespräch mit Moderator Hartmut von Kameke und Experte Torsten Mattuschka von seinem ungewöhnlichen Schritt. "Sascha Franz [Schusters langjähriger Co-Trainer, Anm. d. Red.] und ich waren kurzerhand Anfang Januar hingeflogen, um uns die Gegebenheiten anzuschauen." In Georgiens zweitgrößter Stadt sei das Duo von Beginn an herzlich empfangen worden. "Es wurde sehr offen besprochen, was zu tun ist. Der Verein hat sich total um uns bemüht."

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"Riesenspaß"

Das Werben um den langjährigen Zweitligatrainer hatte Erfolg. Seit dem 10. Februar leitet Schuster die Geschicke in Kutaisi. "Es macht Riesenspaß. Wir haben eine gute Jobatmosphäre. Die Ergebnisse waren anfangs nicht so gut." Von den ersten fünf Begegnungen unter seiner Ägide gingen vier verloren. Es folgte jedoch eine Erfolgsserie. Fünf Partien blieb man daraufhin ungeschlagen, darunter auch ein Sieg gegen Georgiens Rekordmeister Dinamo Tifilis.

Trotz seiner Auslandserfahrung in der georgischen Provinz verfolgt Schuster auch nach wie vor die 2. Bundesliga. Die Entlassung von Markus Anfang bei seinem ehemaligem Klub Kaiserslautern ließ ihn demnach nicht kalt: "Es war für uns hier sehr überraschend, dass er aufgrund dreier Niederlagen mit einer starken Saison im Rücken seinen Job los war." Mit Torsten Lieberknecht haben die Verantwortlichen jedoch einen erfahrenen Aufstiegstrainer an Board geholt: "Diese Patrone nochmal zu schießen ist sehr mutig. Ich denke, Torsten hat das Zeug dazu."

HSV "besorgniserregend"

Wer letztlich das Rennen um den dritten Rang machen wird, mag Schuster indes nicht zu tippen. "Es ist so irre. Für mich ist der Relegationsplatz noch vakant. Ich traue es allen Mannschaften zu." Lediglich bei den beiden direkten Aufstiegsrängen legt sich der ehemalige "Effzeh"-Spieler fest: "Ich glaube, dass Köln und der HSV direkt hochgehen werden."

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Bei Letzterem gibt Schuster die jüngste Formkrise allerdings zu denken. "Beim Hamburger SV sah es bis vor drei Wochen noch so aus, dass sie unbeschadet in die Bundesliga aufsteigen. Aber dann kamen die letzten drei Spiele, die ein bisschen besorgniserregend sind." Zugutekomme den Hanseaten jedoch, dass keiner der Verfolger wirkliche Ambitionen zeige, dem HSV den Aufstiegsplatz noch strittig zu machen. "So bleibt die Liga natürlich brutal interessant. Diese fehlende Konstanz macht Vieles möglich."

Die komplette Folge HvK und Tusche - Dein Zweitligatalk mit Gast Dirk Schuster hört ihr ab sofort auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Die Sendung läuft zudem jeden Mittwoch live um 17:30 Uhr auf Sky.

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