Dein Zweitligatalk - HvK & Tusche mit Paderborn-Trainer Ralf Kettemann

Steffen Baumgart, Lukas Kwasniok und inzwischen Ralf Kettemann. Die letzten Trainer des SC Paderborn sind allesamt Persönlichkeiten, die vor allem durch ihre Art auffallen.

Baumgart und Kwasniok sind dabei die prominenteren Namen - erstgenannter schaffte zudem vor sieben Jahren den Aufstieg. Auf diesem Weg befinden sich die Paderborner aktuell wieder. Zumindest ist das das klare Ziel von Kettemann und seinen Schützlingen. Dass auch der aktuelle Coach eine spannende Persönlichkeit ist, wurde in der neuesten Episode von "Dein Zweitligatalk – HvK & Tusche" (On Demand jederzeit auf SkyQ und online abrufbar= einmal mehr deutlich.

Von Mathis Gerlach

So verfolgt er auf die Frage nach seiner Spielphilosophie einen etwas anderen Ansatz. Es gehe weniger um Taktik, so Kettemann: "Für mich ist es so, dass nicht ich der bin, der sagt, da geht es lang, sondern ich bin der, der sicherlich mit sagt, wo es lang geht und der auch die letzten Entscheidungen trifft. Aber am Ende ist es eine Gruppe von Menschen, die jeden Tag in dieses Gebäude einlaufen und die jeden Tag mit irgendeiner Energie reinkommen. Und die haben wir letztendlich alle mitgenommen an Tag eins schon", erklärt der 39-Jährige.

Keinen außen vorzulassen - das sei das Ziel. "In einem Teamsport ist es eine wichtige Geschichte, tatsächlich jeden zu sehen, jeden mitzunehmen und aber auch Maßnahmen zu treffen, die wirklich darauf einzahlen. Man kann natürlich viel darüber reden, aber man muss natürlich Dinge auch tun dafür. Und das haben wir, glaube ich, schon ganz gut hingekriegt."

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Kettemann während Länderspielpause im Schweigekloster

Kettemann überrascht Hartmut von Kameke mit seinen Ansätzen. Auch Thorsten Mattuschka ist verblüfft, als er hört, dass der 39-Jährige die Zeit der Länderspielpause in einem Schweigekloster verbracht hat. "Für mich ist es ein elementarer Teil tatsächlich, selbst in einem guten Zustand zu bleiben. Und das muss ich eben sein als Cheftrainer."

Kettemann berichtet von seinen positiven Erfahrungen, doch einen überzeugt er damit nicht. "Ich würde nicht mal drei Stunden aushalten. Schweigekloster - wäre nichts für mich. Keine Chance!", so "Tusche". Trotz Kettemanns Tipp, das Ganze einmal auszuprobieren, winkt der Experte ab. Für ihn geht es nach der Saison nach Mallorca.

Paderborn mit guter Ausgangslage

Unabhängig davon, welche Maßnahmen Kettemann trifft: Der Erfolg gibt seiner "Philosophie" aktuell recht. Mit 54 Punkten steht Paderborn nur einen Platz hinter Tabellenführer Schalke 04. Die Ausgangslage im Aufstiegsrennen ist gut - auch wenn es weiterhin eng zugeht. Kettemann scheut sich jedoch nicht, klar zu formulieren, worum es geht. Vielmehr ist es ihm ein Anliegen, das Ziel deutlich zu benennen: "Mir war es wichtig, das Kind beim Namen zu nennen, weil ich einfach der Überzeugung bin. Zum einen sorgt es, wie gesagt, für Klarheit und spart dementsprechend Energie", erklärt der Cheftrainer der Westfalen. "Von dem her: Hosen runter und Abfahrt!"

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Zunächst heißt es aber wieder Hosen und Trikot anziehen, wenn es am Sonntag (ab 13:00 Uhr live auf Sky Sport Bundesliga oder im Liveticker) gegen den 1. FC Magdeburg darum geht, die nächsten wichtigen Punkte im Rennen um den Aufstieg zu sammeln.

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