Dezimierte Freiburger ziehen trotz Pleite gegen Lille ins EL-Achtelfinale ein

Hinten konzentriert, vorn ungefährlich: Freiburg tut beim Spiel in Lille nicht mehr als nötig - und wird am Ende bestraft. Das Ergebnis reicht dennoch für den direkten Einzug ins Achtelfinale.

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Trotz der ersten EL-Niederlage der Saison steht der SC Freiburg im Achtelfinale. DIe Breisgauer verlieren in Unterzahl und durch ein spätes Elfmetertor von Oliver Giroud (92.) mit 0:1 gegen den OSC Lille, beenden die Vorrunde aber als Siebter.

Trotz einer Niederlage zieht der SC Freiburg ohne den Umweg über die Zwischenrunde direkt in das Achtelfinale der Europa League ein.

Zum Abschluss der Liga-Phase unterlag die Mannschaft von Trainer Julian Schuster mit 0:1 (0:0) beim OSC Lille. Das Ergebnis genügte dennoch, um einen Platz unter den besten acht Teams zu behaupten. Ein Foulelfmeter von Olivier Giroud (90.+2) besiegelte die späte Niederlage.

"Ich hätte die Gruppenphase gerne zu null beendet", ärgerte sich Freiburgs Keeper Noah Atubolu nach Spielende bei RTL über den späten Gegentreffer, fügte aber an: "Bei aller Selbstkritik, wir sind auf Platz sieben, wir können komplett stolz auf uns sein." In der Runde der besten 16 wird der Sport-Club es mit dem KRC Genk, dem FC Bologna, Dinamo Zagreb oder Brann Bergen zu tun bekommen.

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Achtelfinale schon vor Anpfiff so gut wie sicher

Schon vor Anpfiff stand fest, dass Freiburg ein Punkt reichen würde, um die Playoffs zu überspringen und sich dadurch zwei freie Wochen zu verschaffen. Angesichts der Dreifach-Belastung aus Liga, Europa League und DFB-Pokal war es daher nachvollziehbar, dass die Gäste einen defensiven Ansatz wählten.

Dieser war jedoch so defensiv, dass sie über das gesamte Spiel hinweg gänzlich ungefährlich blieben. Viel zwingender agierte aber auch Lille nicht aus dem Spiel heraus - trotz einer Überzahl in der Schlussphase nach der Roten Karte für Maximilian Eggestein (74.). Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz blieb aber auch die Niederlage folgenlos.

Lille in diesem Kalenderjahr noch sieglos

Die formschwachen Nordfranzosen gingen mit fünf Pflichtspielniederlagen nacheinander in die Begegnung gegen den Bundesliga-Siebten. Dennoch hatte Schuster vor den Gastgebern gewarnt - insbesondere vor Ex-Weltmeister und Routinier Giroud.

"Man darf nicht nur die Resultate anschauen, sondern auch die Spiele", sagte der Coach und verwies unter anderem auf das 0:3 bei Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain. "Auch gegen PSG haben sie gut ins Spiel gefunden. Ich würde es so einschätzen, dass es in der Liga-Phase die schwierigste Aufgabe für uns ist."

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Freiburg steht tief

Mit seiner Vermutung sollte der 40-Jährige recht behalten, obwohl der eigentliche Zielspieler Giroud nicht in der Startelf stand. Lille setzte auf schnelle, bewegliche Angreifer und strahlte in Ansätzen Gefahr aus. Die Freiburger standen dagegen tief und kamen in der ersten Halbzeit zu keiner einzigen Offensivaktion. Allerdings wurde auch SC-Torhüter Noah Atubolu nicht wirklich gefordert.

"Wenn man es mit dem Ball nicht ganz so gut macht, dann muss man es zumindest zu Ende verteidigen", sagte Sportvorstand Jochen Saier, der im Interview bei RTL+ in der Halbzeitpause aber auf eine Steigerung hoffte: "Man würde sich schon wünschen, dass wir mit dem Ball ein bisschen besser werden."

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Partie nach Wiederbeginn offener

Die Freiburger ließen den Worten zumindest kurzzeitig Taten folgen: Junior Adamu fehlte kurz nach Wiederbeginn jedoch zunächst die Handlungsschnelligkeit (51.). Kurz vor seiner Auswechslung verzog er dann auch noch frei vor dem Gehäuse von Lille völlig (57.). Auf der Gegenseite scheiterte Matias Fernandez-Pardo allein vor Atubolu, der sich bei einem Heber nicht überlisten ließ (64.).

Das Spiel war nun etwas temporeicher. Atubolu hatte bis zum Abpfiff mehr zu tun, konnte von den Lille-Angreifern aber auch nach Eggesteins Platzverweis erst durch Elfmeter in der Nachspielzeit durch Giroud überwunden werden.

dpa / SID

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