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DFB-Pokal: SC Freiburg und TSG Hoffenheim nach Verlängerung in Runde zwei

Trotz FCK-Traumtor: SCF siegt in Verlängerung - Kabak erlöst TSG

Ritsu Doan schießt den SC Freiburg in der Verlängerung in die 2. Pokalrunde.
Image: Ritsu Doan schießt den SC Freiburg in der Verlängerung in die 2. Pokalrunde.  © Imago

Lange mussten sie zittern, am Ende sind beide eine Runde weiter: Sowohl der letztjährige Finalist SC Freiburg als auch die TSG Hoffenheim mussten über 120 Minuten gehen, durften am Ende aber jubeln.

1. FC Kaiserslautern - SC Freiburg 1:2 n.V.

Erst ein Gegentor von der Mittellinie, dann das späte Comeback: Der SC Freiburg hat die harte Pokal-Prüfung beim 1. FC Kaiserslautern mit einem mühevoll erkämpften 2:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung bestanden und zum elften Mal in Folge die zweite Runde erreicht. 71 Tage nach dem verlorenen Finale gegen RB Leipzig gewannen die Breisgauer beim Zweitliga-Fünften allerdings nur mit Ach und Krach.

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Freiburgs Trainer Christian Streich zum Sieg beim 1. FC Kaiserslautern

Vor 38.317 Zuschauern am Betzenberg erlösten Roland Sallai (82.) und Ritsu Doan (111.) die Mannschaft von Christian Streich, der wenige Stunden vor Anstoß zu Deutschlands Trainer des Jahres gewählt worden war. Die in der Liga noch ungeschlagenen Pfälzer waren durch einen Geniestreich von Marlon Ritter (33.) aus 49,5 Metern in Führung gegangen, schieden aber zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde aus.

Streich hatte vor der stattlichen Kulisse einen "coolen", aber "nicht unterkühlten" Auftritt seiner Elf gefordert. In der hitzigen Anfangsphase war sein Team dann auch um Kontrolle bemüht, lief aber immer wieder in Konter des tief stehenden FCK. Auf Rückkehrer Matthias Ginter wartete so unerwartet viel Arbeit in der Innenverteidigung, der Weltmeister musste vor allem in der Luft immer wieder gegen Daniel Hanslik klären.

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DFB-Pokal, 1. Runde: Erst ein Gegentor von der Mittellinie, dann das späte Comeback: Freiburg hat beim 1. FC Kaiserslautern mit einem mühevoll erkämpften 2:1 nach Verlängerung gewonnen.

Streich musste zudem früh umstellen, da Ginters Nebenmann Lukas Kübler nach 13 Minuten angeschlagen vom Feld ging. Mehr vom Spiel hatten in dieser Phase zwar die geduldigen Freiburger, mehr Zug zum Tor allerdings die Pfälzer. Die Führung resultierte indes aus einer spontanen Eingebung: Freiburgs Maximilian Eggestein vertändelte an der Mittellinie den Ball, Ritter behielt die Übersicht und überwand den weit vor dem Tor stehenden Schlussmann Mark Flekken.

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Kaiserslautern-Trainer Dirk Schuster nach der Pokal-Niederlage gegen den SC Freiburg.

Erst nach der Pause drängte Freiburg mit mehr Einsatz auf den Ausgleich, traf aber auf gut organisierte Lauterer. Der aus Augsburg geholte Michael Gregoritsch (52.) zielte bei der bis dahin besten Chance der Gäste aus zentraler Position knapp am Tor vorbei. Das Streich-Team agierte in der hitzigen Schlussphase immer nervöser, dann rettete Sallai den SCF aus kurzer Distanz in die Verlängerung. Dort diktierte Freiburg das Geschehen und wurde durch einen Freistoßtreffer von Doan belohnt.

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SV Rödinghausen - TSG 1899 Hoffenheim 0:2 n.V.

Die TSG Hoffenheim hat bei der Pflichtspielpremiere ihres neuen Trainers Andre Breitenreiter im Nachsitzen äußerst mühevoll die zweite Pokalrunde erreicht. Der Bundesligist setzte sich am Sonntag beim leidenschaftlich kämpfenden West-Regionalligisten SV Rödinghausen erst nach Verlängerung mit 2:0 durch. Neuzugang Ozan Kabak erzielte das erlösende Tor mit dem Kopf (115.), zudem traf Grischa Prömel (118.).

Vier Stunden vor dem Anpfiff hatte Hoffenheim den Verkauf seines deutschen Nationalspielers David Raum an RB Leipzig für geschätzt 25 Millionen Euro bestätigt. Robert Skov spielte daher auf der linken Seite, Breitenreiter wich im Sky-Interview der Frage aus, ob noch ein Ersatz verpflichtet werden solle.

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DFB-Pokal, 1. Runde: Hoffenheim setzte sich beim Regionalligisten SV Rödinghausen nach Verlängerung mit 2:0 durch. Ozan Kabak erzielte das erlösende Tor mit dem Kopf (115.), zudem traf Grischa Prömel (118.).

Rödinghausen begann im kleinen Häcker Wiehenstadion mutig und aggressiv, der Sieger des Landespokals Westfalen war sogar anfangs die bessere Mannschaft. Die TSG dominierte fortan, die beste Chance hatte dennoch Vincent Schaub für den Außenseiter (26.). TSG-Torhüter Oliver Baumann hatte sich bei einem hohen Ball verschätzt. Das Spiel wurde für den klaren Favoriten ein härteres Stück Arbeit als erhofft.

Doch auch Rödinghausen hatte es nicht leicht: Torhüter Leon Tigges fasste sich an seinem 24. Geburtstag nach einem Abschlag plötzlich an die Leiste und musste verletzt ausgewechselt werden (55.). Stürmer Damjan Marceta hatte bereits bei der ersten Torchance der Gastgeber eine Verletzung erlitten (18.).

Hoffenheim hatte lange keine wirklichen Druckphasen, der unterklassige Gegner leistete sich kaum Fehler und hatte keine Ballverluste in Gefahrenzonen. Zudem nervte Rödinghausen den Bundesligisten mit allerdings unzureichend ausgespielten Kontern.

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Hoffenheims Trainer Andre Breitenreiter nach dem Spiel in Rödinghausen.

Munas Dabbur hätte der TSG das große Zittern ersparen können. Der Stürmer scheiterte in der 72. Minute jedoch im Eins-gegen-eins am jungen Torhüter Tiago Estevao, der Tigges nach dessen Verletzung ersetzt hatte. Dabburs Schuss war deutlich zu unplatziert. Estevao verhinderte in der Verlängerung zudem spektakulär ein Eigentor (112.), kurz darauf war er doch geschlagen.

Die Bundesliga-Saison beginnt für Breitenreiter, zuletzt Meistertrainer beim FC Zürich, und die TSG am Samstag bei Borussia Mönchengladbach. Dann sollte sich Hoffenheim deutlich steigern: Die Leistung in Rödinghausen war mangelhaft.

SID

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