DFB-Team: Per Mertesacker über den Deutschen Fußball-Bund
Berater beim DFB? Mertesacker bezieht bei Sky Stellung
17.12.2022 | 18:43 Uhr
Per Mertesacker hat am Rande seines Eishockey-Charity-Spiels in Hannover am Sky Mikrofon über den Neuanfang innerhalb des DFBs gesprochen und die Frage nach einer möglichen Beteiligung (vorerst) beantwortet.
Nach dem zweiten WM-Gruppen-Aus in Serie soll sich in Fußball-Deutschland einiges ändern. Mit der Task Force um Ex-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, BVB-Berater Matthias Sammer, Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, Bayern-Boss Oliver Kahn und dem langjährigen Leverkusen-Geschäftsführer Rudi Völler hat der DFB bereits ein namhaftes Team zusammengerufen, das den Verband vor der Heim-EM 2024 in die richtigen Bahnen lenken soll.
Erste Aufgabe wird sein, einen neuen Sportdirektor zu finden. Nach dem Rücktritt von Oliver Bierhoff ist der Posten noch vakant. Zusätzlich könnten weitere neue Leute für den DFB gesucht werden, die in beratender Funktion tätig werden. Per Mertesacker scheint dabei allerdings vorerst keine Rolle zu spielen.
Mertesacker über mögliche DFB-Funktion: "Will nicht spekulieren"
"Ich bin super glücklich in England und leite da die Nachwuchsakademie (des FC Arsenal; Anm. d. Red.). Da gibt es sehr viel zu tun. Wir sind sehr engagiert und bemüht junge Talente heranzuführen, aber ihnen auch gewisse Werte mitzugeben - das ist mir sehr, sehr wichtig", betont der Weltmeister von 2014 nach dem Charity-Spiel zwischen dem Team der Per-Mertesacker-Stiftung und dem Verein Kinderherz im Interview mit Sky.
Mertesacker konzentriere sich voll auf seine Aufgaben in der Arsenal Academy, habe obendrein noch keinen Kontakt zu den Verantwortlichen des DFB gehabt. "Mit mir wurde noch nicht gesprochen, deshalb will ich nicht spekulieren", erklärt der Ex-Profi, meint aber auch: "Wir sind alle interessiert an Fußball-Deutschland und daran, in der Zukunft einiges aufzubieten."
DFB soll Vertrauen geschenkt werden
In seiner Funktion als TV-Experte für das ZDF sieht er seine Aufgabe in erster Linie darin, sachlich über die Turniere zu berichten und der deutschen Mannschaft gelegentlich Mut mit auf den Weg zu geben. Angesprochen auf die viel kritisierte Teamaufstockung bei der nächsten Weltmeisterschaft von 32 auf 48 Nationen mahnt Mertesacker, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
"Wie auch immer der Modus aussehen wird - und das können wir ohnehin nicht beeinflussen - sollten wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wichtig sind, um sportliche Leistungen zu bringen", erklärt der 38-Jährige, der damit Hoffnung in Bezug auf die derzeit geschaffenen Grundlagen innerhalb des DFBs durchblicken lässt: "Ich glaube, dass das auch der erste Ansatzpunkt des DFBs ist. Da sollten wir ein bisschen Vertrauen schenken."
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