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DFL-Mitgliederversammlung beschließt Bundesliga-Stopp bis 2. April - Geisterspiele als "einzige Chance"

Bundesliga setzt bis 2. April aus! Geisterspiele als "einzige Chance"

Sport-Informations-Dienst (SID)

17.03.2020 | 12:23 Uhr

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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert spricht auf der PK (Videolänge: 80 Sekunden).

In der Bundesliga und der 2. Liga ruht wie erwartet bis mindestens 2. April der Ball. Das ab Anfang April wieder direkt gespielt werden kann, ist sehr unwahrscheinlich.

Stillstand bis zum 2. April - und wahrscheinlich noch darüber hinaus: Die Klubs der Bundesliga und 2. Liga haben am Montag in Frankfurt/Main wie erwartet die Aussetzung des Spielbetriebs für die nächsten zweieinhalb Wochen beschlossen.

"Das bedeutet natürlich nicht", betonte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert aber, "dass wir ab dem 3. April wieder spielen. Die Eindämmung des Coronavirus hat Vorrang vor allem."

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Spielbetrieb ohne Geisterspiele nicht möglich

Gleichzeitig sagte Seifert aber auch, dass "Geisterspiele" in naher Zukunft "die einzige Chance" seien, um den Spielbetrieb fortzusetzen. Und der 50-Jährige machte auch klar, warum die Austragung der Partien so wichtig ist. "Die größten Einnahmen der Klubs sind die Medien- und Sponsoreneinnahmen. Und wenn die alle wegfallen ist es nur eine Frage der Zeit, bis es nicht mehr gut geht", sagte Seifert.

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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert spricht auf der PK (Videolänge: 80 Sekunden).

In der "schwierigsten Phase unseres Berufslebens" sei das Virus der "größte Feind und die Unsicherheit der zweitgrößte Feind". Man müsse, betonte Seifert deshalb, abwarten - in der Woche ab dem 30. März wollen die Klubs erneut über das weitere Vorgehen beraten. Dabei helfen soll auch der am Montag beschlossene "Notfallparagraf" helfen, der es den Verantwortlichen ermöglichen soll, Entscheidungen schneller und unkomplizierter zu treffen.

Was wird auf dem UEFA-Krisengipfel entschieden?

Dass der Ball bis Anfang April ruhen wird, war bereits Ende der vergangenen Woche angedeutet worden. Da hatte das DFL-Präsidium einen entsprechenden Vorschlag verkündet - erst nach großem Zögern aber den 26. Spieltag abgesagt. Die Entscheidung hatte eine historische Dimension: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg war der Ligabetrieb unterbrochen.

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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert spricht auf der PK (Videolänge: 39 Sekunden)

Über die Fortsetzung wird auch der Krisengipfel der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Dienstag entscheiden. Nur wenn der Kontinentalverband die geplante EM-Endrunde (12. Juni bis 12. Juli) absagen oder zumindest verschieben wird, können die Ligen möglicherweise zu Ende gespielt werden. "Ich gehe davon aus, dass UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und sein Team alle Varianten bestmöglich durchgespielt haben. Und dass die Entscheidung daher so aussieht, als dass sie die richtige ist", sagte Seifert.

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Geht nicht nur um "die 22 Spieler"

Richtig ist seiner Meinung nach auch, dass sich die Liga trotz der gewachsenen Kritik in den vergangenen Tagen entschlossen mit der Fortsetzung der Saison beschäftigt. Denn es gehe nicht nur "um die 22 Spieler, die auf dem Platz stehen", betonte Seifert: "Sondern vor allem um Zehntausende Jobs, die daran hängen."

Seifert machte auch klar, dass die Klubs der Bundesliga und 2. Liga nicht gegen ausbleibende Einnahmen aus Ticketverkäufen oder TV-Rechten aufgrund der Spielabsagen in der Coronakrise versichert sind. "Unser Versicherungsschutz deckt eine Pandemie nicht ab. Ich kenne auch keine Profiliga, in der das der Fall wäre", betonte er.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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