Dortmunds Pulisic: "Wir können Meister werden"

Heiß auf die Schale

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Pulisic: Wir können den Titel gewinnen

Unter Ex-Coach Thomas Tuchel hat sich Christian Pulisic schnell einen Namen gemacht. Unter Peter Bosz will er genau da weitermachen, wo er aufgehört hat. Dafür verzichtet er sogar auf den Gold Cup mit den USA. Das amerikanische Selbstverständnis bleibt aber.

Wenn Christian Pulisic in der Presserunde im Teamhotel in Bad Ragaz sitzt und in die Blöcke der Anwesenden diktiert, dass der BVB eine große Chance habe, die Liga zu gewinnen, dann horcht das geschulte Ohr des Sportjournalisten zunächst einmal auf. Aber es ist keine Kampfansage, die der 18-Jährige an die Bayern richtet, sondern das typisch amerikanische Selbstverständnis, immer nach dem Optimum zu streben. Und eine krachende Kampfansage hätte auch gar nicht zum Auftreten von Pulisic bei diesem Gespräch gepasst.

Bloß nicht den Anschluss verlieren

Ein wenig zurückhaltend, ja gerade schüchtern, setzt er sich vor die Journalisten, möchte gerne auf Englisch antworten. Die Fragen dürfen aber ruhig auf Deutsch gestellt werden. Mit leisen Worten erklärt Pulisic anfangs, dass er sich vom Gold Cup nur die Highlights angeschaut habe und es für ihn auf jeden Fall besser sei, jetzt beim BVB und nicht beim US-Team zu sein. Ein neuer Trainer, ein neues System, neue Konkurrenten - da will der 18-Jährige in der Vorbereitung nicht direkt den Anschluss verlieren. Darauf deutet nichts hin, im Gegenteil.

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Pulisic: Ich mag den neuen Stil des Trainers

Thomas Tuchel hat Pulisic im vergangenen Jahr genau das Vertrauen geschenkt, dass der junge Mann aus dem kleinen Örtchen Hershey in Pennsylvania gebraucht hat. 43 Spieleinsätze waren es wettbewerbsübergreifend bis zum Ende der Saison. Fünf Tore, 13 Vorlagen. Ohne Angst, mit Tempo und jugendlicher Leichtigkeit hat sich Pulisic in die Herzen der BVB-Fans gespielt. Und auch in die Notizblöcke vieler Scouts europäischer Top-Klubs. Aber das ist ihm jetzt erst einmal egal. Er schaut sich derzeit nicht nach etwas Neuem um, so Pulisic. Vielmehr ist er "very happy" in Dortmund.

Pulisic will seinen Beitrag leisten

Mehr als 320 Millionen Menschen leben derzeit in den USA. Allen, die sich davon für Fußball interessieren, ist der Name Pulisic ein Begriff. Mit Sicherheit. Der US-Nationalspieler ist so etwas wie die große Fußball-Hoffnung seines Landes. Und das mit 18 Jahren. Aber Druck von außen verspüre er nicht, so Pulisic. Schließlich mache er sich selbst genug Druck. Er will dazu beitragen, den Fußball in den USA populärer zu machen.

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Ein junger Amerikaner, der seinen großen Traum nicht in der Heimat verwirklichen will, sondern da, wo es noch schwieriger ist: im europäischen Spitzenfußball. Aber auch wenn Pulisic in Deutschland seine sportliche Heimat gefunden hat, denkt er manchmal wehmütig an die Heimat. Neben der Familie vermisst er vor allem das amerikanische Essen. Er ist eben noch sehr jung.

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Nein, wie der große Zampano, der lautstark Ansagen an die Konkurrenz macht, wirkt Christian Pulisic wirklich nicht. Wenn man ihn auf dem Platz, neben dem Platz und eben auf der Couch vor den Journalisten sieht, dann wirkt er wie ein junger Mann, der einfach nur Fußball spielen will. Und eben gerne die Meisterschaft gewinnen möchte. Warum auch nicht.