Durchsuchungsbeschluss: Eintracht Frankfurt legt Beschwerde ein

Streit um Polizei-Aktion vor dem Donezk-Spiel

Die Polizei kontrollierte vor dem Europa-League-Spiel gegen Shachtjor Donezk die Fans von Eintracht Frankfurt.
Image: Die Polizei durchsuchte Fans und Stadion vor dem Europa-League-Spiel gegen Shachtjor Donezk nach Pyrotechnik.  © DPA pa

Eintracht Frankfurt wird beim Amtsgericht Beschwerde gegen den Durchsuchungsbefehl im Vorfeld des Europa-League-Heimspiels gegen Shachtjor Donezk einlegen.

Das hat die SGE auf einer Vorstandssitzung am Dienstag beschlossen. "Wir haben erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Maßnahme und ihres Zustandekommens", wird Vorstandsmitglied Axel Hellmann in einer offiziellen Pressemitteilung von Eintracht Frankfurt zitiert.

Eine objektive rechtliche Klärung sei notwendig und für die weitere Zukunft hilfreich. "Davon unabhängig sind wir natürlich auch bereit, das Angebot des Frankfurter Polizeipräsidenten zur Aufarbeitung in einem gemeinsamen Gespräch wahrzunehmen", heißt es weiter.

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Streit um Durchsuchungsbefehl: Was war passiert?

Vor dem Europa-League-Spiel gegen Ukraine-Meister Donezk hatte die Polizei das Frankfurter Stadion nach Pyrotechnik abgesucht. Die Aktion war durch einen gerichtlichen Durchsuchungsbeschluss gestützt. Später entfernten Polizisten jedoch ein Banner, welches gegen Hessens Innenminister - Peter Beuth von der CDU - gerichtet war.

Gerechtfertigt wurde die Durchsuchungsaktion im Stadion mit den umstrittenen Äußerungen von Eintrachts Präsident Peter Fischer am Tag vor dem Spiel. Dieser hatte verlauten lassen: "Wenn ich sage, dass das Stadion morgen brennt, dann brennt das morgen. Und zwar so, dass Ihr kaputtgeht, weil Ihr viel zu viel Licht habt, und deshalb wird das Spiel vielleicht ein bisschen neblig für Euch." Die Polizei interpretierte dieses Statement als Aufforderung zum Verwenden von Pyrotechnik.

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