Eintracht Frankfurt: Kommentar zu Glasner und Hellmann
Kommentar: Chancen auf Glasner-Trennung nochmal gestiegen
08.05.2023 | 14:42 Uhr
Nach der Wutrede von Trainer Oliver Glasner und der deutlichen Kritik von Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann sieht es mehr denn je danach aus, dass Glasners Zeit in Frankfurt dem Ende zugeht, meint Sky Reporter Dennis Bayer in seinem Kommentar.
Die Nerven liegen blank bei Eintracht Frankfurt. Zu sehen war das ganz deutlich an Trainer Oliver Glasner bei der 1:3 Niederlage in Hoffenheim. Erst musste der Coach auf die Tribüne, weil er absichtlich einen zweiten Ball ins Spiel gebracht hat.
Später platzte Glasner auf der Pressekonferenz der Kragen. Auf die Frage eines Journalisten, ob seine Mannschaft die Chance nach den Niederlagen der Europa-League-Konkurrenten nicht gesehen habe, startete Glasner eine veritable Wutrede: "Hör mir mit diesem Müll auf. Ich weiß, was die Jungs hier leisten. Diese Mannschaft bestreitet das zweite Finale im zweiten Jahr. Sie haben es natürlich kapiert."
Glanser ist übers Ziel hinausgeschossen
Mit dieser Pressekonferenz ist Glasner deutlich übers Ziel hinausgeschossen. Der Österreicher zeigt sich dünnhäutig und kanalisiert seine Emotionalität in die falsche Richtung. Zumindest kann man dem Trainer aber zu Gute halten, dass er sich vor seine Mannschaft geworfen hat, wie eine Löwenmutter vor ihre Jungen. Das war in dieser Saison auch schon anders.
Diesen Punkt sieht Eintrachts Vorstandssprecher Axel Hellmann aber deutlich anders. "Ich kann ehrlicherweise nicht viel Positives daran erkennen", so Hellmann am Tag danach bei Bild-TV. Hellmanns weitere Aussagen zeigen deutlich, dass das Standing von Oliver Glasner intern in letzter Zeit schwer gelitten hat.
Hellmann kritisiert den Wutausbruch seines Trainers deutlich, anstatt sich schützend vor ihn zu stellen. Außerdem untermauert er erneut die Qualität der Mannschaft und stellt klar, dass die Ergebnisse der Liga weit hinter den eigenen Erwartungen zurück liegen. Besonders pikant ist dabei ein Nebensatz: "Es reicht auch nicht aus, das mit dem Finale zu kaschieren."
Hellmanns Reaktion lässt nur einen Schluss zu
Diese Reaktion kann man nur in eine Richtung interpretieren: Axel Hellmann stellt sich klar gegen seinen Trainer. Damit bereitet der Eintracht-Boss bereits den kommunikativen Boden für einen möglichen Glasner-Abgang im Sommer.
Wie Sky bereits vor zwei Wochen berichtet hat, hat die Eintracht bereits Gespräche mit Matthias Jaissle als potentiellem Nachfolger geführt. Die Chancen, dass es am Saisonende wirklich zur Trennung von Oliver Glasner und Eintracht Frankfurt kommt, sind an diesem Wochenende nochmal gestiegen.
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