Zum Inhalte wechseln

Jovic-Hackentor und Hand-Drama! Frankfurt folgt Bayern ins Finale

Heißes Halbfinale auf Schalke

18.05.2018 | 00:00 Uhr

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Schalke 04 - Eintracht Frankfurt - die Highlights im Video

Niko Kovac kann seinen Abschied von Eintracht Frankfurt mit einem Titel vergolden - wenn er im Pokal-Finale von Berlin seinen künftigen Arbeitgeber Bayern München bezwingt.

Die Hessen siegten im Halbfinale bei Schalke 04 1:0 (0:0) und fordern in ihrem zweiten Finale in Folge den Rekordsieger. Es wird Kovacs letztes Spiel als Trainer der Eintracht vor seinem Wechsel nach München sein.

Die Schalker Derby-Helden landeten dagegen drei Tage nach dem 2:0 gegen Borussia Dortmund hart auf dem Boden der Tatsachen. Trainer-Shootingstar Domenico Tedesco muss die Hoffnung auf seinen ersten Titel im Trainergeschäft vorerst begraben.

Bayern nach Torfestival in Leverkusen im Pokalfinale

Bayern nach Torfestival in Leverkusen im Pokalfinale

Bayern München und Jupp Heynckes dürfen nach einer Machtdemonstration bei der Mannschaft der Stunde weiter vom zweiten Triple nach 2013 träumen.

Di Santos Treffer zählt nicht

Umjubelter Held der Eintracht war Luka Jovic, der in der 75. Minute mit einem Traumtor den etwas schmeichelhaften Sieg der Gäste perfekt machte. Nach einer Roten Karte gegen den erst 33 Sekunden zuvor eingewechselten Gelson Fernandes (81.) wegen groben Foulspiels an Leon Goretzka überstand Frankfurt die Schlussphase sogar in Unterzahl. Franco Di Santos vermeintlicher Ausgleichstreffer (90.+3) zählte nicht, Schiedsrichter Robert Hartmann entschied auf Handspiel.

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Goretzka über 'Hand-Szene': 'Für sowas gibt es den Videobeweis'

61.891 Zuschauer in der ausverkauften Arena erlebten von Beginn an ein Geduldsspiel. Beide Mannschaften agierten zerfahren und hatten große Probleme mit einem geordneten Spielaufbau. Zudem standen beide Defensiven gewohnt gut, so dass sich kaum Möglichkeiten ergaben. Das Spiel hatte zunächst so gar nichts von dem Offensivspektakel, das sich am Vortag Bayer Leverkusen und Bayern (2:6) geliefert hatten.

Kevin-Prince Boateng von Eintracht Frankfurt muss im Halbfinale des DFB-Pokals beim FC Schalke 04 verletzt ausgewechselt werden.
Image: Kevin-Prince Boateng von Eintracht Frankfurt muss im Halbfinale des DFB-Pokals beim FC Schalke 04 verletzt ausgewechselt werden.  © Sky

Boateng verletzt runter

Thilo Kehrer sorgte erstmals für Gefahr vor dem Frankfurter Tor, er traf bei seinem Kopfball aus aussichtsreicher Position (13.) aber den Ball nicht richtig. Die Gäste waren bei verhaltenem Schalker Pressing besonders auf Sicherheit bedacht.

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Party-Pflicht! Verletzter Boateng will feiern bis der Arzt kommt

Auch der Ex-Schalker Kevin Prince Boateng, den die Königsblauen Fans mit einem gellenden Pfeifkonzert begrüßt hatten, entschied sich beim Spielaufbau im Zweifel für einen Rückpass. Kurz vor der Pause war das Spiel für den Deutsch-Ghanaer, der vor der Partie kein gutes Haar an seinem ehemaligen Arbeitgeber gelassen hatte, bereits beendet. Er wurde mit einer Oberschenkelblessur ausgewechselt (43.).

Mehr dazu

Zuvor war das vorsichtige Abtasten in der 32. Minute durch eine erste turbulente Szene unterbrochen worden. Einen Schuss von Daniel Caliguri fälschte Eintracht-Kapitän David Abraham beinahe ins eigene Tor ab. Nach der folgenden Ecke musste Gäste-Schlussmann Lukas Hradecky bei einem Kopfball von Guido Burgstaller sein ganzes Können zeigen.

Hradecky im Mittelpunkt

Nach der Pause kam zunächst die Eintracht, frenetisch angefeuert von etwa 8000 Fans, besser ins Spiel, doch schnell rückte wieder Hradecky in den Fokus. Der Finne hatte zunächst bei einem weiteren abgefälschten Schuss von Burgstaller Glück (65.), zwei Minuten später war er bei einem Schuss des Österreichers mit einer Weltklasse-Parade zur Stelle. Auch Derby-Torschütze Yevhen Konoplyanka, der erst in der 52. Minute für Marko Pjaca ins Spiel gekommen war, konnte Hradecky mit einem Distanzschuss nicht überwinden.

Die mangelhafte Chancenverwertung rächte sich. Auf der Gegenseite konnte sich die Eintracht erneut auf ihre Stärke bei Standards verlassen, eine Ecke von Jonathan de Guzman schob Jovic mit der Hacke unhaltbar für Ralf Fährmann ein. (Sky Sport/sid)

Weiterempfehlen: