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EM-Quali: Deutschland besiegt Nordirland und sichert sich Gruppensieg

6:1! Gnabry & Goretzka schießen Deutschland zum Gruppensieg

Sport-Informations-Dienst (SID)

20.11.2019 | 11:00 Uhr

Die DFB-Elf dreht nach dem 0:1 auf und überrollt Nordirland mit 6:1.
Image: Die DFB-Elf dreht nach dem 0:1 auf und überrollt Nordirland mit 6:1.  © DPA pa

Zum Abschluss der EM-Qualifikation hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nochmal ein Ausrufezeichen gesetzt und Nordirland mit 6:1 besiegt.

Gnabry hatte die herzerfrischend stürmende DFB-Elf zum 6:1 (2:1) gegen Nordirland geführt - und damit zum ersehnten Gruppensieg in der EM-Qualifikation vor dem Erzrivalen Niederlande. Gute Kunde kam zudem aus der Gruppe E: Ein Patzer Ungarns bescherte dem Weltmeister von 2014 ein drittes Fußballfest in München im Sommer.

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EM-Quali: Drei Buden und ein überragendes Spiel gegen Nordirland: Bundestrainer Joachim Löw lobt Bayerns Serge Gnabry (Videolänge: 40 Sek.).

"Das wird für uns wie eine Heim-EM in der Gruppenphase", sagte Doppel-Torschütze Leon Goretzka zufrieden. Trotz des Sprungs in den Auslosungstopf eins drohen allerdings Gegner schweren Kalibers wie Frankreich oder Portugal. "Wir zeigen sehr, sehr guten Fußball", sagte Gnabry jedoch bei RTL: "Wir gehen selbstbewusst und mit einem guten Lauf ins Turnier. Die Mannschaft ist jung, aber wir haben alle riesigen Spaß."

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Der bärenstarke Münchner hatte seine Mannschaft in Frankfurt/Main mit einem Traumtor (19.) zunächst zurück auf den richtigen Weg gebracht. Michael Smith (7.) hatte aus dem Nichts das 0:1 erzielt. Goretzka (43./73.), Gnabry (47./60.) und Julian Brandt (90.+1) erledigten für die extrem spielfreudige deutsche Auswahl den Rest. 42.855 Zuschauer waren begeistert, die La Ola rollte durchs Stadion. "Das Thema Konsequenz hatte sich ein bisschen durch die Saison gezogen", sagte Löw, und er lobte: "Heute haben wir durchgehend 100 Prozent gegeben."

Löw rotiert, ter Stegen im Tor, Hector auf links

Mit dem EM-Ticket in der Tasche nutzte Bundestrainer Joachim Löw den Jahresabschluss mit fünf Änderungen als Experimentierfeld. Marc-Andre ter Stegen bekam gemäß Absprache im Tor eine weitere Chance, hinten links kam Jonas Hector zu seinem ersten Einsatz seit mehr als einem Jahr und machte viel Druck.

"Ich will sehen, dass wir unbedingt gewinnen wollen! 100 Prozent Konzentration und Konsequenz", forderte der Bundestrainer im RTL-Interview vor dem Anpfiff energisch. Das Duell sei geeignet, "um den Charakter zu schärfen". Auch für Emre Can und Jonathan Tah, die eine neue und anfangs unsichere Innenverteidigung bildeten, und Brandt, der im Sturm an der Seite Gnabrys spielte. Später gab Niklas Stark sein so lange ersehntes Debüt.

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Scharf aber war zunächst nur Smiths traumhafter Rechtsschuss nach missglückter Kopfball-Abwehr von Toni Kroos. Der Ball schlug flach rechts ein, unhaltbar für ter Stegen. Löw baute seine Mannschaft sofort auf und schickte sie nach vorne - die Prämisse, aus defensiver Stabilität heraus offensiv kreativ zu werden, war erst einmal dahin.

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Angriffe fast immer über Kroos

Es folgten stürmische deutsche Minuten, in denen Gnabry (11.), Ilkay Gündogan (12.), der an den Pfosten köpfte, und Brandt (15.) beinahe umgehend den Ausgleich erzielt hätten. Nordirland verbarrikadierte sich vor dem Strafraum, wirkte überfordert. Deutschland wirbelte die Abwehrreihen gehörig durcheinander - Gnabry knallte den Ball schließlich aus der Drehung in den Winkel. Fast jeder Angriff lief über den omnipräsenten Kapitän Toni Kroos.

Nach 25 Minuten löste die deutsche Mannschaft ihren eisernen Griff ein wenig und lud Nordirland zum Mitspielen ein, um dadurch selbst mehr Raum zu haben. Vier mehr als kontern aber wollten die Gäste nicht, bis zur Pause herrschte wieder der alte Belagerungszustand. Es waren gute 45 Minuten: Nur das Gegentor störte. Auch nach Gnabrys 12. und 13. Tor im 13. Länderspiel war die Gier nach Toren nicht gestillt.

Auslosung am 30. November

Für die EM-Auslosung am 30. November in Bukarest hat Löw, der das Jahr 2019 mit "zwei bis drei" bewertet, keine Vorlieben. Am Montag hatte er mit seinem Stab in der Villa Kennedy über den schier unzähligen Wenns und Abers gebrütet, dann jedoch festgestellt: "Es ist wurscht. Wir können so oder so gegen starke Mannschaften kommen."

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Eines wird im Sommer 2020 definitiv neu sein - die Endrunde wird beim DFB als Übergangsturnier beim Aufbau einer neuen, starken Mannschaft gesehen. Als Favoriten, betonte Löw, sehe er Deutschland nicht. Zunächst folgen erst mal drei Monate ohne Länderspiel: für den Bundestrainer ist es "immer die schrecklichste Zeit".

Sport-Informations-Dienst (SID)

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