Zum Inhalte wechseln

EM-Quali: Englands Sterling stärkt Gomez nach Pfiffen den Rücken

Pfiffe von den eigenen Fans! Sterling stärkt Gomez trotz Disput

Lars Pricken

15.11.2019 | 17:15 Uhr

Raheem Sterling (l.) und Joe Gomez (r.) sind in der Liga Rivalen, aber Kollegen in der Nationalmannschaft.
Image: Raheem Sterling (l.) und Joe Gomez (r.) sind in der Liga Rivalen, aber Kollegen in der Nationalmannschaft. © DPA pa

Um sich mit Raheem Sterling zu solidarisieren hatten einige England-Fans Joe Gomez beim Länderspiel ausgepfiffen. Nun verteidigt ausgerechnet Sterling seinen Landsmann.

Der Flügelstürmer von Manchester City hatte das furiose 7:0 der Three Lions gegen Montenegro nur von der Tribüne aus sehen können. Der Grund: England-Trainer Gareth Southgate hatte Sterling nach einer Auseinandersetzung mit Verteidiger Gomez suspendiert. Die beiden Nationalspieler sollen in der Kantine auf dem Trainingsgelände aneinander geraten sein.

Sterling nimmt die Schuld für den Eklat auf sich

Dass nur Sterling eine Auszeit bekam, empfanden einige Anhänger Englands als ungerecht. Infolgedessen pfiffen sie Gomez bei seiner Einwechslung in der 70. Minute lautstark aus. Via Twitter kritisierte am späteren Abend ausgerecht Sterling die Fans und stellte sich vor seinen Teamkameraden.

"An alle England-Fans: Ich wollte es eigentlich auf sich beruhen lassen, aber heute muss ich noch einmal sprechen. Es war hart zu sehen, wie mein Teamkollege für etwas ausgebuht wurde, dass mein Fehler war. Joe hat überhaupt nichts falsch gemacht", so der Angreifer, der die Schuld für den Disput voll auf sich nahm: "Ich habe dafür die volle Verantwortung übernommen und alle Konsequenzen akzeptiert."

Trainer Southgate unterstreicht das gute Miteinander im Team

Auch Trainer Southgate, der die Pfiffe "überhaupt nicht verstehen kann", nahm Gomez in Schutz. Er habe klar gemacht, dass der Liverpool-Verteidiger nichts verbrochen habe. Zudem sollte ohnehin "kein England-Spieler je ausgebuht werden".

2:55
Premier League, 12. Spieltag: Liverpool gewinnt das Spitzenspiel gegen Manchester City mit 3:1.

Die beiden Mitspieler, die in der Premier League als Spieler von Manchester City und Liverpool am vergangenen Wochenende noch gegeneinander gespielt hatten, sollen sich ausgesprochen haben. Southgate betonte: "Wie das ganze Team sind auch sie wirklich eng miteinander."

Mehr zum Autor Lars Pricken

Weiterempfehlen: