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EM-Turnierdirektor Lahm mit Ratschlag an Bundestrainer und Team

Lahm stellt EM-Forderungen an Nagelsmann & DFB-Stars

EM-Turnierdirektor Philipp Lahm nimmt Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Nationalspieler in die Pflicht.
Image: EM-Turnierdirektor Philipp Lahm nimmt Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Nationalspieler in die Pflicht.  © Imago

Philipp Lahm sorgt sich um seine EM. Der Turnierdirektor weiß: Spielt Deutschland schlecht, wird es nichts mit einem neuen Sommermärchen. Auch der Bundestrainer bekommt deshalb einen klaren Ratschlag.

Kurz vor der Auslosung der EM-Gruppen hat Turnierdirektor Philipp Lahm die jüngsten Personal-Experimente von Bundestrainer Julian Nagelsmann kritisiert und die Nationalspieler kollektiv in die Pflicht genommen. "Was zeichnet eine Mannschaft eigentlich aus? Was muss der Zusammenhalt sein, dass man erfolgreich Fußball spielt? Das wünsche ich mir von der jetzigen Mannschaft auch, vom Trainer, dass er die Spieler auf die richtigen Positionen stellt, wo sie Erfahrung haben", sagte der 40-Jährige im Players - Der Sportpodcast des Deutschlandfunks.

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Sky Experte Didi Hamann spricht bei ''Meine Geschichte'' über die deutsche Nationalmannschaft unter Julian Nagelsmann.

Ohne Namen zu nennen, spielte Lahm damit offensichtlich auf die taktische Maßnahme von Nagelsmann an, der in den vergangenen EM-Testspielen der Nationalmannschaft Kai Havertz auf der für ihn ungewohnten Position des linken Außenverteidigers aufgeboten hatte. Auch wenn der Arsenal-Profi dort sehr offensiv ausgerichtet agierte und insgesamt ordentlich spielte, geriet das taktische Gefüge der DFB-Auswahl vor allem beim 2:3 gegen die Türkei mehrfach in Unordnung. Beim folgenden 0:2 gegen Österreich hielt Nagelsmann ohne Erfolg an seiner Maßnahme fest.

Lahm nennt WM 2006 als Vorbild

Lahm sorgt sich offenbar um die Leistungsfähigkeit der DFB-Elf ein gutes halbes Jahr vor dem Eröffnungsspiel am 14. Juni in München und fordert eine andere Mentalität im Team. Die Spieler müssten wissen, "für was machen sie das eigentlich, für was spiele ich eigentlich, für wen spiele ich eigentlich in der Nationalmannschaft", sagte Lahm. Beispiel sei für ihn die Heim-WM 2006 als nur drei Monate vor dem Anpfiff nach einem 1:4 in Italien die Stimmung ebenfalls prekär war, sich das Team dann aber beim Turnier enorm steigerte.

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Felix Magath analysiert die Taktik von Julian Nagelsmann beim DFB in den Länderspielen gegen die Türkei und Österreich. Der Bundestrainer hatte unter anderem Offensivspieler Kai Havertz als Linksverteidiger eingesetzt.

"Wir haben 2006 die Schlüsse daraus gezogen. Jeder hat sich auf das Wesentliche konzentriert, auf seine Rolle in der Mannschaft und hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Ich glaube, das war ein großer Schlüssel zum Erfolg, dass jeder wusste, diese Chance kommt nur einmal im Leben", erinnerte Lahm an das Sommermärchen 2006.

Lahm legt "Hand ins Feuer": Keine Skandale

Eine andere Parallele werde es zur Heim-WM aber nicht geben, versicherte der Ehrenspielführer. Im Gegensatz zum damaligen Turnier werde es diesmal keine Skandale um mögliche Korruption und Verfehlungen von Funktionären geben. "Das kann ich an sich versprechen. Alles war transparent und offen, deswegen kann ich für mich und meine Organisation sozusagen die Hand ins Feuer legen", versprach Lahm.

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Am Samstag (18.00 Uhr/ZDF, RTL und MagentaTV) werden in Hamburg die EM-Gruppen ausgelost. Deutschland ist als Gastgeber in der Gruppe A an der ersten Position gesetzt. Mögliche schwere Gegner sind Italien, die Niederlande, aber auch wieder Österreich und die Türkei.

dpa

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