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FC Bayern: Gewinner & Verlierer beim Transfer von Harry Kane

Gewinner & Verlierer beim möglichen Bayern-Coup um Kane

Der Rekord-Moment! Harry Kane erzielt sein 54. Tor für die englische Nationalmannschaft.
Image: Wechselt Harry Kane tatsächlich zum FC Bayern?  © DPA pa

Harry Kane könnte als der Löser der Münchner Sturm-Probleme fungieren. Beim möglichen Transfer des Engländers gibt es jedoch neben einigen Gewinnern auch ein paar Verlierer.

Er könnte der Sensations-Neuzugang der Bundesliga im laufenden Transfersommer werden und die Lücke im Sturmzentrum des FC Bayern vollumfänglich schließen: Wie Sky berichtete, hat Harry Kane bereits "Ja" zu einem Bayern-Wechsel gesagt, lediglich die Verhandlungen des Rekordmeisters mit Tottenham Hotspur gestalten sich weiter schwierig. Die erste Offerte der Münchner in Höhe von 70 Millionen Euro plus Bonuszahlungen wurde von den Spurs ausgeschlagen, weshalb die Bayern aktuell an einem zweiten Angebot arbeiten.

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Dass der FC Bayern gerne Tottenhams Harry Kane verpflichten will, ist ein offenes Geheimnis. Bislang scheiterten die Münchener jedoch mit ihrem Angebot für den 29-jährigen Engländer. Hernandez soll derweil verkauft werden.

Zahlreiche Stürmer-Namen wurden in den vergangenen Wochen mit den Bayern in Verbindung gebracht, doch nun scheint sich der Rekordmeister für Kane entschieden zu haben. Geht der Transfer über die Bühne, würde in die zuletzt oftmals grimmigen Mienen der Bayern-Verantwortlichen wohl schlagartig ein breites Grinsen hineingezaubert werden, doch auch weitere Gesichter dürften beim Vollzug des Transfers erstrahlen. Der tatsächliche Wechsel hätte neben den Gewinnern jedoch auch einige Verlierer zur Folge, die die Transfer-Machenschaften der Münchner derzeit wohl etwas bedrückt beäugen.

Die Gewinner

Harry Kane: Seit 2013 spielt Kane ununterbrochen im Trikot von Tottenham Hotspur und konnte seither beeindruckende Zahlen auflegen. In 435 Spielen für die Spurs netzte der Nationalspieler 280 Mal, legte weitere 64 Treffer auf und sicherte sich drei Mal die Torjägerkanone der höchsten englischen Spielklasse.

Der 29-Jährige hat jedoch ein großes Manko in seiner Vita: Während so mancher Fußballprofi von Kanes Renommee in seiner Bleibe ganze Räume für gewonnene Titel herrichtet, wäre eine Trophäen-Tour durch die Gemächer des Torjägers ein kurzweiliger Ausflug. So durfte der Brite noch keinen einzigen Pokal in die Höhe recken und keinerlei Titel bejubeln, lediglich individuelle Auszeichnungen waren dem Stürmer bislang vergönnt.

Seinen mittlerweile wohl dringlichen Titel-Durst könnte der Engländer mit einem Wechsel nach München wohl endlich stillen und hätte zudem beinahe die feste Garantie, in jedem Jahr auch in der Champions League sich der Fußball-Welt präsentieren zu dürfen.

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Tottenhams Harry Kane zeigt mit seinen 30 Saisontoren, warum er beim FC Bayern so hoch im Kurs steht. Sky zeigt alle Tore des Engländers im Schnelldurchlauf.

Bayern-Bosse: Durch den derzeit noch vakanten Sportvorstands-Posten ist beim Rekordmeister um Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge & Co. gleich eine ganze Riege in die Kaderplanung involviert. Nach dem schmerzhaften Abgang von Robert Lewandowski konnte die Lücke des Polen unter Hasan Salihamidzic als Sportvorstand nicht geschlossen werden und hatte vehemente Stürmer-Diskussionen zur Folge.

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Einen so großen Namen wie Kane kurz nach dem Machtwechsel nach München zu lotsen und dem Stürmer-Diskurs ein jähes Ende zu versetzen, wäre wohl ein durchdringender Erfolg für die neue, alte Führungsetage.

Thomas Tuchel: Den Start als neuer Trainer des FC Bayern hatte sich Tuchel wohl anders ausgemalt. Ohne jegliche Eingewöhnungszeit wurde der 49-Jährige in der entscheidenden Saisonphase gleich in drei Wettbewerben vor harte Proben gestellt, scheiterte zweimal früh und konnte auch in der Bundesliga trotz Meisterschaft nur mäßig überzeugen.

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Mit Kane hätte der Bayern-Trainer nun einen absoluten Top-Stürmer in seinen Reihen, der wohl Tore und Erfolge ohne große Justierungen garantieren dürfte. Die markanteste Schwachstelle im Team wäre behoben, womit sich der Ex-Chelsea-Coach auf andere Baustellen konzentrieren könnte und sich um die Aufstellung im Sturm kaum noch Gedanken machen müsste.

Die Bundesliga: Nach dem Abgang von Robert Lewandowski und Erling Haaland sorgten sich nicht wenige Leute um den verminderten Stellenwert der Bundesliga im internationalen Vergleich. Die immer mal wieder mit einem Lächeln als "Ausbildungsliga" betitelte Bundesliga würde mit Kane einen der besten Stürmer der Welt bekommen und einen der absoluten Top-Stars aus dem Ausland beherbergen.

Der Engländer könnte mit seinem immensen Bekanntheitsgrad die Bundesliga für einige Fans aus dem Ausland zugänglicher machen und gleichzeitig eines der neuen Aushängeschilder des deutschen Fußball-Markts werden und somit auch für die internationale Vermarktung von Bedeutung sein.

Gewinner & Verlierer

Die Flügelspieler der Bayern: Gleichzeitig Fluch & Segen könnte der Transfer von Kane für Serge Gnabry, Sadio Mane & Co. werden. Der Spurs-Star besitzt exzellente Fähigkeiten in der Bindung seiner Gegenspieler im Strafraum und würde mit seiner Präsenz automatisch den Bayern-Akteuren auf den Flügeln mehr Raum zur Entfaltung verschaffen. Die FCB-Stars könnten wieder mehr Druck über die Außenbahnen machen und hätten mit dem Briten in der Mitte, der beidfüßig und kopfballstark ist, einen exzellenten Chancen-Verwerter, der zuletzt im Spiel der Bayern oftmals fehlte.

Im dicht besiedelten und hoch qualitativen Bayern-Kader belegt Kane jedoch bei einer Verpflichtung wohl automatisch einen Platz. Das Gedränge in der Offensiv-Abteilung dürfte enger werden und mit weniger Spielzeit für alle Flügelspieler verbunden sein. Die Option, Gnabry oder Mane im Sturm starten zu lassen, würde zudem wohl wegfallen und stattdessen der Konkurrenzkampf auf den Außenpositionen erhöht werden.

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Welche Auswirkungen hätte der kolportierte Wechsel von Stürmerstar Harry Kane zum FC Bayern? Ist der Transfer von Kai Havertz zum FC Arsenal nur der Anfang einer Großoffensive der Gunners? Sky Experte Sven Haist ordnet die Deals ein.

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Tottenham Hotspur: Mit Kane würden die Spurs neben ihrem absoluten Top-Torjäger des letzten knappen Jahrzehnts auch ihren Vize-Kapitän sowie einen Liebling der Fans verlieren. Der Verlust des Rekordtorschützen wäre zweifelsfrei ein Rückschlag für die Mannschaft um den neuen Trainer Ange Postecoglou. Auch für Heung-Min Son, der mit Kane seit Jahren ein kongeniales Duo bildet und über den der Brite in einem Interview sagte, dass er mehr Zeit mit ihm, als mit seiner Frau verbringen würde, wäre ein Abgang wohl schwer zu verkraften.

Gleichzeitig würden die Spurs für Kane, der nur noch ein Jahr Vertrag hat, wohl mehr als 70 Millionen Euro bekommen. Bei einem Abgang im kommenden Jahr würden die Lilywhites finanziell leer ausgehen. Mit dem FC Bayern würde der Stürmer zudem nicht zu einem der gehandelten direkten Konkurrenten in der Premier League gehen, wo er Tottenham sportlich schaden könnte. Beim FC Bayern bleibt ein Wiedersehen in einem bedeutenden Wettbewerb in der anstehenden Spielzeit ausgeschlossen.

Die Verlierer

Manchester United: In die Röhre gucken muss bei einem Wechsel von Kane zu den Bayern dagegen United. Die Red Devils, die ebenso wie die Bayern einen Top-Stürmer gut gebrauchen könnten, wurden zwischenzeitlich als nächste Destination des Engländers gehandelt.

Anstatt nun einem Premier-League-Konkurrenten seinen besten Stürmer loszueisen und gleichzeitig jegliche eigene Diskussionen im Sturmzentrum zu beenden, geht die zähe Suche nach einem der rar gesäten Top-Angreifer auf dem Fußball-Markt nun weiter.

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Mathys Tel: Mit einem Gesamtpaket von 28,5 Millionen Euro verpflichteten die Bayern im vergangenen Transfersommer den damals 17-Jährigen von Stade Rennes. An Tel hatten die Münchner hohe Erwartungen, die der junge Franzose in seiner ersten Saison zum Teil auch erfüllen konnte. Der Stürmer machte beachtliche 28 Partien im Bayern-Dress, auch wenn er sich lediglich zwei Mal in der Anfangsformation wiederfand.

Ein Wechsel von Kane dürfte die Einsatzzeiten von Tel aber noch deutlich weiter schmälern, zumal der englische Nationalspieler in der gesamten zurückliegenden Saison gerade einmal zwölf Minuten verpasste. Weniger Einsätze dürfte es auch für Choupo-Moting geben, der in der Saison zwischendurch zur Münchner Stammkraft im Sturm avancierte, jedoch immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde.

Borussia Dortmund und RB Leipzig: Ein kleiner Schlag in die Magengrube dürfte ein möglicher Transfer von Kane für die nationale Konkurrenz der Bayern um den Meistertitel sein. Mit dem englischen Nationalspieler im Sturm verstärkt sich der amtierende Deutsche Meister noch einmal erheblich und merzt seine vermeintlich größte Schwäche aus.

Während die Dortmunder mit Jude Bellingham einen ihrer absoluten Superstars an Real Madrid verloren haben und auch Leipzig durch die Abgänge von Christopher Nkunku (FC Chelsea), Konrad Laimer (FC Bayern) und möglicherweise Dominik Szoboszlai (Newcastle und Liverpool sind interessiert) erheblich geschwächt wird, wird der prominent besetzte Bayern-Kader noch einmal stärker. Auch in die 61. Bundesliga-Saison wird der Rekordmeister als absoluter Favorit gehen und würde seinen Konkurrenten einen Wechsel an der deutschen Spitze durch Kane erheblich schwerer machen.

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