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FC Bayern ist vor dem DFB-Pokalspiel gegen den FC Magdeburg gewarnt

Der 1. FC Magdeburg hat den großen FC Bayern vor vielen Jahren bereits einmal geärgert. Eine Münchner Legende warnt vor dem ungleichen Duell, Kompany-Vertreter Aaron Danks muss mehrere Stars ersetzen.

Der FC Bayern schied im Jahr 200 im Pokal in Magdeburg aus. Giovane Elber (l.) und Jens Jeremies (2. v. r.) scheiterten im Elfmeterschießen.
Image: Der FC Bayern schied im Jahr 2000 im Pokal in Magdeburg aus. Giovane Elber (l.) und Jens Jeremies (2. v. r.) scheiterten im Elfmeterschießen.  © Imago

Der Trainer des Außenseiters sieht sich als ein Kaninchen, das nicht auf die Schlange warten will.

Wenn Giovane Elber an den 1. November 2000 zurückdenkt, werden bei der Münchner Legende böse Erinnerungen wach.

Der 1. November 2000 - die Anzeigetafel hält die Sensation in dürren Worten fest
Image: Der 1. November 2000 - die Anzeigetafel hält die Sensation in dürren Worten fest  © Imago

"Direkt nach Abpfiff war es sehr unangenehm", schilderte der 54-Jährige den bitteren Pokalabend, an dem sich der große FC Bayern beim damaligen Viertligisten 1. FC Magdeburg in einem Elfmeterkrimi bis auf die Knochen blamiert hatte. Es habe einige Tage gedauert, die Schmach zu verarbeiten. "Aber", betonte der Brasilianer, "es war uns eine wichtige Lehre: Man darf keinen Gegner unterschätzen."

Bayern-Legende Elber warnt vor Magdeburg

Worte, die sich auch das heutige Starensemble um den frischgekürten Ballon-d'Or-Gewinner Harry Kane vor der Neuauflage des Zweitrunden-Duells im DFB-Pokal am Mittwoch (ab 20:15 Uhr live auf Sky Sport) zu Herzen nehmen sollte.

Magdeburg sei mittlerweile in der 2. Liga, "da wird schon guter Fußball gespielt", warnte Elber auf der Internetseite des deutschen Rekordpokalsiegers. Mit Blick auf die individuelle Klasse seien die Münchner zwar überlegen, "aber sie müssen auch den Kampf annehmen - das hat unser Spiel damals gezeigt."

DFB-Pokal, 2. Runde - Mittwoch

Ab 17:15 Uhr - live auf SKY SPORT
Freiburg -:- Wolfsburg
Dresden -:- Schalke
Paderborn -:- Stuttgart
Jeddeloh II -:- Hertha BSC
 
Ab 20:35 Uhr - live auf SKY SPORT
FC Bayern -:- Magdeburg
Leverkusen -:- Nürnberg
Kiel -:- Hoffenheim
Hannover -:- K'lautern

Zweitligist will Rekordpokalsieger ärgern

Magdeburg ist jedenfalls für einen erneuten Pokal-Fight der Kategorie "David gegen Goliath" gewappnet.

"Wenn du da wie das Kaninchen vor der Schlange herumzappelst und sagst: Wann beißt sie endlich zu? Dann wird es auch so kommen", sagte Trainer Petrik Sander. Natürlich müsse für einen Erfolg des Aufstiegsaspiranten "viel zusammenkommen", gab der 65-Jährige vor dem Highlight-Spiel in der Allianz Arena zu: "Aber wenn man nicht daran glaubt, muss man gar nicht erst hinfahren."

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Kompany-Vertreter Danks: Voller Fokus auf Magdeburg

In München nimmt man die vermeintlich leichte Aufgabe zwischen glamourösen Abenden auf dem internationalen Parkett und nationalen Gipfeltreffen derweil ernst.

Die "volle Aufmerksamkeit" liege auf Magdeburg, betonte Assistenztrainer Aaron Danks, obwohl der Klassiker gegen Borussia Dortmund und der nächste Härtetest in der Champions League bei Atletico Madrid ihre Schatten bereits vorauswerfen.

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Bayerns Co-Trainer Aaron Danks vor dem DFB-Pokalspiel gegen Magdeburg.

Mehrere Ausfälle bei den Bayern

Hinzu kommt die Ungewissheit rund um Cheftrainer Vincent Kompany, der sich nach seinem Zusammenbruch auf dem Weg der Besserung befinden soll, sowie die angespannte Personallage:

Der angeschlagene Kapitän Manuel Neuer, Luis Diaz nach Muskelbündelriss, Rekonvaleszent Jamal Musiala und Joshua Kimmich nach einem Trauerfall werden nicht zur Verfügung stehen.

Stürmerstar Kane, der nach seiner Krönung beim Ballon d'Or am Dienstag nach München zurückkehrte, ist nach seinem goldenen Heimspiel in London jedoch bereit. "Ich weiß, dass Harry sich jetzt wieder voll auf sein nächstes Tor, seine nächste Leistung, sein nächstes Spiel konzentrieren wird", versicherte Danks.

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Harry Kane im Interview nach seinem Triumph beim Ballon d'Or 2026.

Warum Bayern damals in Magdeburg rausflog

Denn eine Zweitrunden-Blamage wie vor 26 Jahren soll sich aus Münchner Sicht trotz aller Sorgen und des Terminstresses nicht wiederholen. Damals hatte sich Magdeburg in der regulären Spielzeit ein 1:1 erkämpft, im Elfmeterschießen (2:4) versagten Jens Jeremies und Elber schließlich die Nerven.

Die Mannschaft sei sich rückblickend "zu sicher" gewesen, räumte Elber ein, der Pokal habe aber nun einmal seine eigenen Gesetze: "Magdeburg hat mit viel Willen und Einsatz gezeigt, was man erreichen kann, wenn man sein Herz auf dem Platz lässt." Die Münchner sind gewarnt.

SID / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

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