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FC Schalke 04 News: Lizenzspieler-Chef Sascha Riether zur Revolte gegen Coach Gross

Nach Revolte: Gross & Riether äußern sich am Sky Mikrofon

Sky Sport

27.02.2021 | 20:30 Uhr

Christian Gross äußert sich nach der Revolution auf Schalke am Sly Mikrofon.
Image: Christian Gross äußert sich nach der Revolution auf Schalke am Sky Mikrofon. © Sky

Nach Sky Informationen gab es in der vergangenen Wochen eine Spieler-Revolte gegen S04-Trainer Christian Gross. Kurz vor dem Spiel beim VfB Stuttgart haben sich der Coach und auch Lizenzspieler-Chef Sascha Riether zu den Ereignissen am Sky Mikrofon geäußert.

"Mich nervt, dass unsere Spielvorbereitung ständig gestört wird. Erst letzte Woche hatten wir einiges zu tun. Alle Gedanken sind irgendwo anders, aber nicht beim Spiel. Heute war das genauso. Wir hatten den ganzen Morgen andere Dinge zu tun. Das ist einfach schade. Da wird von Revolution gesprochen. Aber Revolution war da überhaupt nicht", erklärt Riether am Sky Mikrofon.

Gross zu Berichterstattung über eine Spieler-Revolte

Nach Sky Informationen verhält es sich aber so, dass bereits zu Beginn der Woche Führungsspieler einen Trainerwechsel gefordert haben, da sie mit der Arbeit von Gross nicht zufrieden sind.

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Sky Reporter Dirk große Schlarmann fasst die Situation auf Schalke zusammen (Videolänge: 0:58 Min.).

Zu ihm selbst seien die Spieler aber nicht gekommen und hätten sich beschwert, erklärte Gross gegenüber Sky. Ob jedoch einige Profis eine Etage höher um seine Entlassung gebeten haben, weiß der 66-jährige Schweizer nicht. "Das weiß ich nicht. Ich habe gelernt, dass wenn mich etwas stört, dass ich direkt auf die Person zugehe. Sollte es so gewesen sein, wünsche ich mir mehr Offenheit und Direktheit. Die Spieler sollen direkt auf mich zukommen."

Riether weicht Frage nach Forderung der Spieler aus

Riether ergänzt: "Uns ist einfach wichtig, dass wir Spieler im Kader haben, die versuchen, anzupacken". Und weiter: "Das hat dann überhaupt nichts mit dem Trainer zu tun, sondern einfach mit der Situation. Denen ist Schalke 04 nicht egal. Und es ist ganz normal, dass die Spieler nach der Derby-Niederlage und den letzten Wochen ohne Erfolge Gesprächsbedarf haben. Und ich bin derjenige, der dann mit den Spielern spricht."

Auf die Frage, ob diese Spieler dann aber auch einen neuen Trainer gefordert haben, antwortete der Ex-Profi der Königsblauen ausweichend. "Es ist grundsätzlich immer so, dass Spieler zu mir kommen. Was in den Gesprächen genau passiert ist, werde ich hier jetzt nicht sagen. Meine Aufgabe ist es, die Spieler aufzubauen und zu fordern. Heute haben wir ein Bundesligaspiel, das vergessen wahrscheinlich einige. Da gilt es auf dem Platz zu zeigen, dass jeder seine Arbeit macht. Und da sind irgendwelche Diskussionen um den Trainer egal."

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Riether stärkt Gross den Rücken

Auch im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer wollte sich der Lizenzspieler-Chef nicht wirklich äußern und reagierte mit Standard-Antworten. "Grundsätzlich arbeitet der Trainer sehr akribisch. Er steht heute an der Außenlinie und versucht sein bestes zu geben. Er hat viel mit den Spielern gesprochen - auch heute im Hotel. Es war sicherlich keine leichte Situation für ihn. Er bekommt das alles mit und das finde ich sehr schade. Er bemüht sich wirklich sehr, das beste für den Verein und die Mannschaft zu tun."

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Deshalb wünscht sich der 37-Jährige auch ein Saisonende MIT Gross - und Happy End. "Ich hoffe es. Denn wenn wir heute den Sieg einfahren, dann hoffe ich natürlich auf eine positive Wende. Wir spielen dann am Freitag gegen Mainz und dann tun wir alles dafür, dass wir den Turnaround schaffen."

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Hamann: Gross ist nicht das Problem von Schalke 04

Auch Sky Experte Didi Hamann wirft den Fokus auf die kommenden zwei Spiele. Gegen Stuttgart und gegen Mainz geht es "um alles. Sie müssen sechs Punkte holen". Einen großen Effekt in einem weiteren Trainerwechsel sehe Hamann jedoch nicht mehr bei S04. "Die Mannschaft hat schon zwei Trainer verschlissen. Unter Wagner lief es nicht. Unter Baum wurde es auch nicht besser. Da jetzt nochmal einen Wechsel vorzunehmen und den Trainer verantwortlich zu machen, halte ich für überzogen."

Und weiter: "Irgendwann musst du auch mal aufhören, Ausreden zu suchen. Ich hatte das Glück mit Rehhagel und Trapattoni mit zwei der größten Trainer der Welt zusammenzuarbeiten. Die haben auch mal einen Namen verdreht. Da schmunzelt man drüber, lacht miteinander und dann geht es weiter! Mir kommt es so vor, dass man zwanghaft nach Ausreden sucht. Wenn jetzt einer sagt, dass Gross das Problem von Schalke 04 ist, dann hat er glaube ich die letzten zwölf Monate nicht verfolgt."

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