Florian Wirtz über Liverpool: Mehr Verantwortung, klare Titelziele und Lob für Trainer Andoni Iraola
Florian Wirtz will bei Liverpool mehr Verantwortung übernehmen und mit den Reds um Titel kämpfen. Der Nationalspieler sieht sich sportlich und persönlich gereift und blickt optimistisch auf die Zukunft des Klubs.
27.08.2026 | 22:29 Uhr
Florian Wirtz hat im exklusiven Interview mit RTL und Sky Sport seine Ziele bei Liverpool klar formuliert. Der deutsche Nationalspieler spricht über Führungsrollen, Titelambitionen und seine Entwicklung in England.
Florian Wirtz über ...
… seinen Anspruch, mehr Verantwortung in der Mannschaft und in der Kabine zu übernehmen: "Ja, natürlich. Ich übernehme gerne Verantwortung. Ich bin jetzt vielleicht nicht immer der Lauteste auf dem Platz oder in der Kabine. Trotzdem versuche ich, mit meiner Art, Fußball zu spielen, und mit der Art, mit der ich auf dem Platz stehe, voranzugehen und einfach meinen Mitspielern zu helfen. Natürlich haben wir genügend Spieler, die da auch mitgehen, aber ich bin jetzt auch ein Jahr hier und kenne mich in dem Verein jetzt schon besser aus. Deswegen denke ich, dass ich da auf jeden Fall mit vorangehen und helfen kann, den Verein wieder in die Position zu bringen, wo er hingehört."
… die Titel-Ambitionen von Liverpool in der Premier League: "Es ist ganz einfach. Ich glaube, deswegen bin ich hier auch hingekommen, weil ich mit dem Verein was erreichen will. Liverpool hat immer Titel gewonnen oder wenigstens um Titel mitgespielt. Und ja, da wollen wir wieder hin und dazu will ich meinen Beitrag beitragen."
… seine persönliche Entwicklung in der Premier League: "Ich würde schon sagen, dass ich mich fast in jedem Bereich weiterentwickelt habe. Was mein physisches Level angeht auf jeden Fall. Auch im Training muss ich jeden Tag fast an meine Grenzen gehen, weil einfach Spieler hier sind, die auch jeden Tag mit voller Kraft im Training dabei sind und eine solche Qualität haben. Da muss man auch selber auf einem guten Level sein. Das macht einen einfach besser, wenn man jeden Tag mit Topspielern trainiert und dann, wenn die Saison richtig losgeht, auch alle drei Tage auf höchstem Niveau spielt. Dann hat man fast keine andere Chance, als besser zu werden. Deswegen denke ich, habe ich mich auf jeden Fall spielerisch und körperlich auch entwickelt. Natürlich bin ich auch das erste Mal so aus meinem Wohlfühlkreis zu Hause rausgekommen, in ein anderes Land, in eine andere Kultur, und deswegen hat mich das auf jeden Fall im letzten Jahr auch geformt, vor allem, weil es auch nicht immer leicht war, weil es natürlich nicht immer so gelaufen ist, wie man es sich erhofft hat. Aber da habe ich sehr viel Positives mitgenommen und bin da auf jeden Fall dran gewachsen."
… Selbstkritik an seiner eigenen Leistung: "Ich war schon immer sehr, sehr selbstkritisch. Ich glaube, das braucht man auch, um nach ganz oben zu kommen, um in die Weltspitze zu kommen. Das war immer mein Ziel und deswegen muss man auch immer ehrlich zu sich selber sein und auch kritisch sein und sich angucken, was man nicht gut gemacht hat und was man verbessern muss. Deswegen bin ich da auf jeden Fall mit mir selber auch immer ehrlich. Natürlich braucht man sich nicht mehrere Tage oder Wochen mit irgendwas aufzuhalten, sondern es geht auch hier jeden Tag weiter und deswegen muss man es dann auch schaffen, schnell den Kopf wieder nach oben zu bekommen und wieder an sich zu glauben und einfach das Beste aus sich rauszuholen."
… seinen neuen Trainer Andoni Iraola und dessen Spielidee: "Er will einfach Power-Fußball nach vorne spielen. Viel Pressing. Die Aufgaben, die man hat, sind eigentlich relativ klar. Da müssen wir natürlich jetzt auch dran arbeiten, dass das als Mannschaft funktioniert. Also nicht nur, dass jeder seine Aufgabe gut macht, sondern dass das auch zusammen harmoniert. Aber da macht er auf jeden Fall einen sehr guten Eindruck auf mich. Ich denke, dass er viele Spieler damit erreicht und dass auch wir als Mannschaft verstehen, was er von uns will. Ich glaube, das ist auf jeden Fall ein guter Anfang, dass die Spieler daran glauben, und ich hoffe, dass es dann auch erfolgreich wird."
… seinen ersten Kontakt mit Jürgen Klopp: "Wir haben tatsächlich vor zwei Tagen das erste Mal telefoniert. Ich hatte vorher noch nie Kontakt zu ihm gehabt. Ich habe schon gehört, dass er das ein oder andere Mal über mich geredet hat. Menschen hier aus dem Verein haben mir von ihm berichtet und deswegen war es ganz cool, dass ich ihn mal kennenlernen durfte, mal mit ihm sprechen konnte, und es hat mich auf jeden Fall sehr gefreut."
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