Fünf BVB-Stars konnten bei Favre punkten
Gewinner der USA-Reise
28.07.2018 | 20:13 Uhr
Auf der USA-Reise sammelte der neue BVB-Trainer Lucien Favre erste wichtige Erkenntnisse über sein Team. Fünf Spieler konnten bei der Vorbereitungsreise und den Testspielen punkten.
Drei Testspiele bestritt der BVB in der letzten Woche in den USA: Gegen Manchester City (1:0) und den FC Liverpool (3:1) gab es Siege, Benfica Lissabon unterlag die Borussia nach Elfmeterschießen (3:4). In Roman Bürki, Manuel Akanji, Thomas Delaney, Raphael Guerreiro und Shinji Kagawa musste Favre auf fünf WM-Fahrer verzichten. Marco Reus und Lukasz Piszczek tourten zwar mit durch die USA, wurden aber nicht eingesetzt.
Einige Leistungsträger warten also noch auf ihren ersten Einsatz in der Vorbereitung. Fünf Spieler aber konnten ihre Chance bereits nutzen, hinterließen einen richtig positiven Eindruck und spielten sich in den Fokus von Neu-Trainer Lucien Favre:
Mario Götze
Beim Weltmeister von 2014 ist unter Favre ein deutlicher Formanstieg zu erkennen, vor allem seine körperliche Verfassung hat sich verbessert. Gegen Manchester City verwandelte er den Elfmeter sicher und gegen Benfica ließ er seine Klasse aufblitzen mit einer starken Vorlage per Lupfer. Dabei bekleidete er im 4-1-4-1-System eine der offensiven Halbpositionen.
"Für uns ist es wichtig, dass wir uns wohlfühlen in dem System. Das ist gegeben", lobte Götze die bisherige Arbeit des Schweizers.
Maximilian Philipp
Immer anspielbereit und dazu abschlussstark - der 24-Jährige hat unter Beweis gestellt, dass er die Rolle als vorderste Spitze durchaus ausfüllen kann. Gegen Benfica gelang ihm ein Doppelpack. Aufgrund der schwierigen Dortmunder Stürmersuche ist es nicht ausgeschlossen, dass Philipp zum Saisonstart die Position bekleiden wird.
Christian Pulisic
Der 19-Jährige sorgte in seiner Heimat für mächtig Furore: Beim 3:1-Sieg gegen den FC Liverpool erzielte er einen Doppelpack und beim 1:0 gegen Manchester City holte er den entscheidenden Elfmeter heraus. Im dritten Testspiel gegen Benfica sorgte er mit seinen Tempo-Dribblings für Begeisterung auf den Rängen.
"Er ist extrem jung, er hat enormes Potenzial und wir werden daran arbeiten", sagte Favre. Nun könnte Favre den Super-Youngster aber verlieren, da der US-Nationalspieler und sein Berater die Vertragsgespräche wohl abgebrochen haben.
Mahmoud Dahoud
Unter Lucien Favre feierte er einst sein Bundesliga-Debüt, damals noch für die Gladbacher Borussia. Auch in Dortmund scheint die Kombination Favre und Dahoud zu funktionieren. Der Schweizer lässt den 22-Jährigen offensiver spielen, in der "Viererkette" zwischen Angreifer und defensivem Mittelfeldspieler. Dort kann Dahoud Kreativität und Spielwitz besser zur Geltung bringen.
Jacob Bruun Larsen
Nach Leihe zurück aus Stuttgart: Der Däne hat als Linksaußen eine Position, die mit Marco Reus und Jadon Sancho exquisit besetzt ist. Dennoch fühlt sich Sportdirektor Michael Zorc schon jetzt bestätigt, den Dänen nach einem halben Jahr aus dem Schwabenland zurückgeholt zu haben.
Er traf gegen Liverpool zum 3:1-Endstand und leitete gegen Benfica die Führung ein. Das Talent wirkte insgesamt sehr frisch und selbstbewusst.