Fußball: Homophobe Gesänge bei US-Sieg gegen Mexiko
Homophobe Gesänge bei US-Sieg - Davies schießt Kanada ins Finale
16.06.2023 | 09:34 Uhr
Vier Rote Karten und eine Spielunterbrechung wegen homophober Gesänge: Beim 3:0 (1:0)-Sieg der US-Nationalmannschaft im Nations-League-Halbfinale der CONCACAF gegen Mexiko ist der Sport in der Schlussphase der Partie zeitweise in den Hintergrund geraten.
Mehrfach sorgten Rudelbildungen für Unterbrechungen, und aufgrund des Verhaltens der mexikanischen Fans stand sogar ein Abbruch kurzzeitig im Raum.
Mexikanische Fans sind bekannt für ihre homophoben Fangesänge. Der Weltverband FIFA hatte das mittelamerikanische Land in den letzten Jahren schon mehr als ein Dutzend Mal bestraft, unter anderem mit Geisterspielen. Zuletzt hatte die FIFA im vergangenen Dezember nach dem Ausscheiden Mexikos bei der WM in Katar wegen Gesängen der Fans ermittelt.
"Das ist ein großartiges Ergebnis für uns, ein großer Sieg und wir stehen im Finale", sagte Christian Pulisic: "Aber das Spiel hätte nicht in diesen Wahnsinn ausarten müssen."
Davies schießt Kanada ins Finale
Der ehemalige Dortmunder ebnete seinem Team mit einem Doppelpack (37., 46.) den Weg zum Erfolg. Den dritten Treffer erzielte Ricardo Pepi (78.), der zuletzt vom FC Augsburg an den FC Groningen ausgeliehen war. In einer hitzigen zweiten Hälfte wurden jeweils zwei Spieler beider Mannschaften des Feldes verwiesen - darunter der Ex-Schalker Weston McKennie.
Im Finale am Sonntag (Ortszeit) im Allegiant Stadium in Paradise bei Las Vegas treffen die USA auf Kanada. Alphonso Davies schoss die Ahornblätter ins Endspiel. Im Halbfinale gegen Panama in Paradise sorgte der Profi von Bayern München kurz nach seiner Einwechslung in der 70. Spielminute für den Treffer zum 2:0 (1:0)-Endstand. Zuvor hatte bereits Jonathan David (25.) Kanada in Führung gebracht.
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.