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Fußball News: Neue Pläne für Super League - das steckt dahinter

Neuer Vorstoß pro Super League sorgt für Empörung

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Juventus Turin, Real Madrid und der FC Barcelona planen einen zweiten Anlauf zur Gründung der Super League - Sky Reporter Marc Behrenbeck erklärt, was hinter den neuen Plänen steckt (Videolänge: 4:33 Min.)

Juventus Turin, Real Madrid und der FC Barcelona planen einen zweiten Anlauf zur Gründung der Super League. Das Vorhaben sorgt nicht nur bei UEFA-Boss Aleksander Ceferin für große Empörung.

Die Erschütterungen sind immer noch präsent: Im April 2021 verkündeten zwölf Top-Klubs die Gründung einer Super League. Neben Juve, Real und Barcelona gehörten die beiden Mailänder Großklubs, Atletico Madrid sowie der FC Arsenal, der FC Chelsea, der FC Liverpool, Tottenham Hotspur, Manchester United und Manchester City dazu.

Zwar war das Projekt nach wenigen Tagen gescheitert, da sich neun der zwölf Vereine nach massiven Protesten von Ligen, Verbänden und Fans von dem Vorhaben distanzierten, doch dies war wohl nicht mehr als ein Etappensieg. Gänzlich ad acta gelegt sind die Pläne einer Super League nämlich nicht. Im Gegenteil. "Das war ein Testballon, der damals krachend geplatzt ist", erläutert Sky Reporter Marc Behrenbeck, "aber der Gedanke einer Super League hat in den Köpfen einiger Top-Klubs nie aufgehört."

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Tebas: "Lügen mehr als Putin"

So wollen Juventus, Real und Barca den nächsten Anlauf wagen und nach Informationen des Telegraph vor dem Europäischen Gerichtshof sogar gegen die UEFA klagen, da der Verband ihrer Ansicht nach ein Monopol auf die Organisation von europäischen Wettbewerben habe. Das Verhalten des Trios stößt bei UEFA-Präsident Aleksander Ceferin auf große Empörung.

"Ich habe es satt. Zuerst haben Sie diese unsinnige Idee mitten in einer Pandemie lanciert. Jetzt lesen wir jeden Tag Artikel, dass sie eine weitere Idee mitten im Krieg einführen wollen", sagte der Slowene bei einer Veranstaltung der Financial Times in London: "Sie leben offensichtlich in einer Parallelwelt." Noch drastischer reagierte Spaniens Liga-Boss Javier Tebas.

"Jedes Mal, wenn ich diese drei Super-League-Klubs sprechen höre, höre ich nichts als Lügen. Sie lügen mehr als Wladimir Putin", sagte er im Gespräch mit der Marca. Eine fragwürdige Rhetorik, die zeigt, wie angespannt das Verhältnis zwischen den Verbänden und den Top-Klubs ist.

Zumal Juventus-Boss Andrea Agnelli, einer der Initiatoren der Super League, in diesen Tagen keinen Hehl aus seinem Vorhaben machte. "Der europäische Fußball ist in großen Schwierigkeiten und bedarf tiefgreifender Reformen", sagte der Italiener ebenfalls in London und verwies auf die "nicht vorhandene Nachhaltigkeit der Branche". Doch was meint er damit?

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Super League eine "Frage der Zeit"

Aus Agnellis Sicht sei die Super League ein Hilferuf in Richtung UEFA und FIFA gewesen, um grundlegende Reformen anzustoßen. "Agnelli meint, dass bisher nicht nachhaltig gewirtschaftet wurde, die Strukturen marode sind und dass es neue Strukturen braucht", erklärt Behrenbeck, "deswegen will er diese Super League gründen, weil der Fußball dadurch seiner Meinung nach gesünder werden würde."

Mit einer entscheidenden Änderung will man dabei auch die Fans auf seine Seite ziehen, denn in erster Linie waren es nicht die Drohgebärden der UEFA oder FIFA, sondern der gemeinsame und lautstarke Protest der Fans, der neun der zwölf Top-Klubs zum Umdenken bewegte. So soll die angepeilte Eliteliga im Vergleich zur Ursprungsidee kein geschlossener Kreis ohne Auf- und Abstieg sein.

Dennoch: Kurzfristig werden die Pläne nicht umgesetzt werden können, doch Behrenbeck ist sich sicher, dass die Super League kommen wird. "Es ist nur eine Frage der Zeit. Die Welt will diese Top-Klubs sehen, deswegen haben sie die wirtschaftliche Macht und sind stärker als die Verbände."

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