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Gladbach News: Bayerns Angstgegner heißt Borussia Mönchengladbach

Die Fohlen wollen den Bayern erneut das Fürchten lehren

Max Brand

08.01.2021 | 13:52 Uhr

Die Gladbacher feiern Bensebainis Siegtor gegen den FC Bayern.
Image: Die Gladbacher feiern Bensebainis Siegtor gegen den FC Bayern.  © DPA pa

Bayern gegen Dortmund wird gerne als "Klassiker" bezeichnet, doch was ist dann das Duell Gladbach gegen Bayern? Beide Teams lieferten sich immer wieder packende Duelle. Und die Fohlen sind durchaus ein Angstgegner für die Münchner.

104 Mal gab es das Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München bisher in der Bundesliga. Borussia Dortmund gegen den FC Bayern bisher lediglich 103 Mal. Beides sind mit Sicherheit Spielpaarungen, welche die Bundesliga geprägt haben und auch in Zukunft prägen werden. Doch betrachtet man die vergangenen Jahre, dann stolperten die Bayern doch etwas häufiger über die Gladbacher als über die Dortmunder.

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Denn die Gladbacher entwickelten sich im Laufe der Jahrzehnte und auch in den letzten Jahren immer mal wieder zum Angstgegner der Bayern. Seit Beginn der Saison 2014/15 konnten die Bayern nämlich nur fünf der vergangenen zwölf Spiele gegen die Fohlen gewinnen. Fünf Mal verloren sie, zwei Mal spielten sie unentschieden. Keine andere Bundesliga Mannschaft hat aktuell eine bessere Bilanz in diesem Zeitraum gegen die Münchner vorzuweisen.

Unter den vergangenen Resultaten befinden sich unter anderem der 2:1-Sieg der Gladbacher bei Flicks Cheftrainer-Debüt im Dezember 2019 oder Gladbachs deutliches 3:0 in München im Oktober 2018, das Niko Kovac in seine erste Bayern-Krise stürzte.

"Das kann zu jeder Seite ausschlagen"

Immer wieder stellten die Gladbacher den Bayern ein Bein. Zuletzt sogar recht regelmäßig. Denn zuletzt wechselten sich Bayern und Gladbach in den vergangenen vier Jahren immer ab, was die Verteilung der drei Punkte anbelangt. Führen beide Mannschaften diese Serie fort, dann wäre Gladbach wieder mit einem Sieg an der Reihe. Zudem konnten die Gladbacher jeweils die letzten drei Hinrundenpartien für sich entscheiden.

Gladbachs Vize-Präsident Rainer Bonhof kennt diese Resultate: "Wenn man die Ergebnisse der vergangenen Jahre vergleicht, ist das wie eine Schwingtüre: Das kann zu jeder Seite ausschlagen."

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Für einen Gladbacher Erfolg spricht außerdem, dass die jüngste Bilanz der Münchner im Borussia-Park noch etwas düsterer aussieht. Dort konnte der Rekordmeister nur zwei der letzten sechs Spiele gewinnen. Drei Mal verloren die Münchner. Insgesamt verloren die Bayern nirgends häufiger als in Mönchengladbach (21 Mal).

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Marco Rose will "Zählbares"

Und wenn das noch nicht angsteinflößend genug ist für die Bayern, dann vielleicht die Tatsache, dass die Bayern, die aktuell in der Defensive eh nicht sehr sattelfest wirken, gegen kein Bundesliga-Team mehr Gegentore kassierten, als gegen die Gladbacher (131). Ebenfalls Höchstwert für die Bayern: die 84 Gegentore, die sie in Gladbach hinnehmen mussten.

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Nicht nur deshalb rechnet sich die Elf von Niederrhein auch fürs kommende Wochenende wieder etwas aus. "Wir wollen möglichst etwas Zählbares mitnehmen, das wäre in unserer Situation sehr wichtig", erklärte Gladbachs Trainer Marco Rose am Mittwoch auf der Pressekonferenz.

Die Champions der 70er

Wichtig, weil Gladbach momentan nur auf dem sechsten Tabellenplatz liegt, mit einem Rückstand von zwölf Punkten auf den Tabellenführer. Doch die Rolle des Underdogs hat die Fohlen in der Vergangenheit selten gestört, wenn Sie gegen die Bayern angetreten sind. Zumal die Borussia in dieser Saison schon in der Champions League bewiesen hat, was sie gegen Top-Teams wie Real Madrid oder Inter Mailand leisten kann.

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Eines ist sicher: Das Duell am kommenden Freitag ist eine weitere Episode einer langen Geschichte beider Teams. Nach dem gemeinsamen Aufstieg 1965 wurden die Münchner 1969 erstmals Deutscher Meister und läuteten damit eine Gladbach-Bayern-Ära ein. Bis 1977 holten sich entweder die Münchner (1969, 1972, 1973, 1974) oder die Fohlen (1970, 1971, 1975, 1976, 1977) die deutsche Meisterschaft.

Plea und Bensebaini zurück, Lazaro fällt aus

Bei dem Vorhaben, den Bayern das Fürchten zu Lehren, wird den Gladbachern definitiv Valentino Lazaro aufgrund einer Muskelverletzung fehlen. Ebenso nicht dabei ist weiterhin der gesperrte Marcus Thuram. Alassane Plea hingegen könnte nach einem Kurzeinsatz bei Arminia Bielefeld wieder in die Startelf rücken. Bei Bensebaini, der beim letzten Gladbacher Sieg einen Doppelpack erzielte und erst kürzlich nach seiner Corona-Erkrankung ebenfalls zurückgekehrt ist, werde es laut Marco Rose "definitiv nicht für 90 Minuten" reichen.

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