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Granit Xhaka ist bei Leverkusen unersetzlich

Alonsos 360-Grad-Stratege

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Taktgeber, Metronom, Herzstück. Die Sky90-Runde um Sky Experte Didi Hamann findet kaum genug lobende Worte für Leverkusens Mittelfeld-Motor Granit Xhaka, der vor der Saison von Arsenal zur Werkself kam.

Bayer Leverkusen träumt mehr denn je von der ersten Meisterschaft. Xabi Alonso wird in der Öffentlichkeit als Mastermind und Architekt des Erfolgs gefeiert. Der Spanier kann sich dabei auf einen Spieler verlassen, der ausgerechnet dem FC Bayern abgeht.

34 Minuten waren gespielt, als Xabi Alonso auf der Trainerbank trotz der 1:0-Führung gegen Bayern urplötzlich etwas angespannter wirkte. Unruhig wanderte sein Blick Richtung Spielfeld. Dort lag Granit Xhaka am Boden und ließ sich behandeln. Ausgerechnet.

"Ich war ein bisschen besorgt", gab Bayers Erfolgscoach hinterher zu. Eines darf gefühlt nämlich nicht passieren: Ein längerfristiger Ausfall von Xhaka.

Der Schweizer Rekordnationalspieler ist ein entscheidender Erfolgsfaktor im herausragenden Kollektiv der Werkself und hat das Spiel der Mannschaft auf ein neues Level gehoben. Auch wenn Manager Simon Rolfes viele herausragende Transfers getätigt hat: Xhaka für nur 15 Millionen Euro vom FC Arsenal ins Rheinland zu lotsen, war vielleicht sein größter Coup.

Xhaka erinnert an Alonso

"Er ist Taktgeber, das Metronom, das Herzstück dieser Mannschaft", schwärmt Sky Experte Didi Hamann über die Qualitäten des 31-Jährigen. Augestattet mit einer hohen Spielintelligenz dominiert er mit seiner Präsenz das Zentrum, dazu hat er eine besondere Wahrnehmung für Räume und verfügt über eine unheimliche Ballsicherheit, ohne in Hektik zu verfallen.

RTL-Journalist Felix Görner bezichnete Bayers Chefstrategen bei Sky90 als "Leuchtturm, auch wegen seiner 360-Grad-Blickrichtung". Eine Eigenschaft, die keinen Geringeren als Xabi Alonso zu seinen Spielerzeiten auszeichnete.

Auch sein verlängerter Arm auf dem Platz orchestriert seine Mitspieler, initiiert die Angriffe und grätscht defensiv auch gerne mal dazwischen, ohne dabei über die Stränge zu schlagen. Kurzum: Als "Holding Six" verkörpert Xhaka den Spielertypen, den Tuchel bei den Bayern gerne gehabt hätte. Der gebürtige Baseler besticht aber nicht nur aufgrund seiner sportlichen Qualitäten.

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Xhaka als Autoritätsperson anerkannt

Mit seinem unerschrockenen, mutigen und selbstsicheren Auftreten hat er in Komination mit Alonso beim "ewigen Zweiten" eine Siegermentaltität implementiert, das Streben und die Gier nach Erfolg ist spürbar auf dem Rasen zu sehen. Schluss mit "Vizekusen".

Als Führungsfigur ist Xhaka innerhalb des Teams hoch anerkannt und wird enorm wertgeschätzt, er ist der Spiritus Rector. "Das Krasseste in seinem Spiel ist seine Kommunikation. Er zeigt teilweise Sachen nur mit einem Finger an und du siehst sofort, wie alle anderen spuren. Maximale Autorität", analysiert Ex-Leverkusen-Profi Patrick Helmes.

Die war auch gegen Bayern zu sehen. Kurz nachdem Xhaka zu Boden gegangen war, versammelte sich gleich eine Spielertraube um ihn herum. Jonathan Tah, Alejandro Grimaldo, Florian Wirtz, Robert Andrich - fast alle erkundigten sich nach ihm. Doch als Leader weiß Xhaka, was in solchen Momenten zu tun ist. Widerstände bekämpfen, aufstehen, weitermachen. Er blieb über die volle Spielzeit auf dem Platz.

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In seiner Karriere wurde Granit Xhaka u.a. von Arsene Wenger und Mikel Arteta beim FC Arsenal trainiert, in Leverkusen ist es Xabi Alonso. Von wem hat der Mittelfeldstratege am meisten gelernt? Der Schweizer antwortet im exklusiven Sky-Interview.

Hamann über Xhaka: "Habe mich richtig verliebt"

"Er ist ein Kämpfer, ein Warrior (ein Krieger, Anm. d. Red.). Er wollte auf dem Platz bleiben. Er hat ein großes Herz und hat große Führungsqualitäten gezeigt", lobte Alonso seinen Schützling, der nahezu unersetzlich für ihn ist. Selbst, als ihm eine Gelbsperre für das Bayern-Spiel drohte, stellte ihn Alonso gegen Darmstadt auf und ließ ihn über 90 Minuten auf dem Rasen. Ein Zeichen von hundertprozentigem Vertrauen, das auch Xhakas Reifeprozess belegt.

Früher war er als Hitzkopf bekannt, handelte sich in seiner Zeit bei Gladbach und Arsenal insgesamt elf Platzverweise und 115 Gelbe Karten ein. Derlei Undiszipliniertheiten unterlässt er mittlerweile. "Ich habe mich in diesem Jahr richtig in den Spieler verliebt", sagt Hamann. Da dürfte er nicht der einzige Verehrer sein.

Mehr zum Autor Robin Schmidt

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