Grasshopper-Fans führen in der Super League Spielabbruch herbei

Nach Abstieg: Spieler müssen Trikots aushändigen

Chaoten des FC Luzern müssen von der Polizei in Schach gehalten werden.
Image: Einige Chaoten der Grasshoppers Zürich müssen von der Polizei in Schach gehalten werden.  © DPA pa

Eklat in der Schweizer Super League: Chaoten aus dem Fanblock der Grasshopper Zürich provozierten bei der Partie gegen den FC Luzern zum zweiten Mal in dieser Spielzeit einen Spielabbruch. Zudem demütigten sie die eigenen Spieler.

Eine Gruppe schwarz gekleideter Fans kletterte nach 70 Minuten beim Stand von 0:4 über die Absperrung des Auswärtsblocks und baute sich bedrohlich am Spielfeldrand auf. Die Fans forderten demütigendes von ihren Spielern: Sie sollten sich halbnackt ausziehen und schuldbewusst und unterwürfig über den Platz robben.

Die eingeschüchterten Spieler händigten den Fans daraufhin sogar ihre Trikots aus. Das beruhigte die Situation aber nicht ausreichend und so musste die Partie nach 20-minütiger Unterbrechung komplett abgebrochen werden.

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Zweiter Spielabbruch in drei Monaten

Schon am 16. März hatten einige Anhänger bei der Partie gegen den FC Sion wiederholt Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen und so einen Abbruch erzwungen. Damals wurde das Spiel mit 0:3 gewertet, was wohl auch diesmal der Fall sein wird. Durch diese Niederlage ist der abgeschlagene Tabellenletzte auch rechnerisch nicht mehr zu retten.

Der Schweizer Rekordmeister verurteilte die Ausschreitungen scharf: "Die Gefährdung von Zuschauern, Stadionpersonal und Spielern nimmt der Grasshopper Club Zürich nicht hin. Randalierer machen auf diese Weise den Fussballsport kaputt", teilte der Verein mit.

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