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Hazard degradiert Özil zum Statisten - jetzt wartet Madrid

Hazard stellt alle in den Schatten und wechselt (wohl) zu Real

Sport-Informations-Dienst (SID)

01.08.2019 | 21:30 Uhr

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Der FC Chelsea hat zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte die Europa League gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Maurizio Sarri bezwang den FC Arsenal im Finale in Aserbaidschans Hauptstadt Baku mit 4:1 (Videolänge: 59 Sekunden).

Mesut Özil ist bei der Show von Eden Hazard regelrecht untergegangen. Während der frühere deutsche Nationalspieler wortlos verschwand, sprach Hazard Klartext. Der Triumph mit dem FC Chelsea war vermutlich sein Abschiedsgeschenk.

Als Mesut Özil mit hängenden Schultern und leerem Blick die große Bühne verließ, zelebrierte der Held des Abends seinen letzten Auftritt stilgerecht. Fürsorglich, wie ein Vater sein Neugeborenes, trug Eden Hazard nach dem Triumph in der Europa League den Silberpott in Richtung der huldigenden Fans. Sein Abschiedsgeschenk? Nach sieben Jahren beim FC Chelsea und dem entzückenden "Finale furioso" in Baku sieht es ganz danach aus.

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Hazard: "Das war das perfekte Ende"

"Das war das perfekte Ende. Ich liebe die Fans und den Klub, den ich auf ewig unterstützen werde", sagte Hazard nach seiner Gala beim 4:1 (0:0) gegen den Londoner Stadtrivalen FC Arsenal: "Aber die Zeit für eine neue Herausforderung ist gekommen." Diese könnte größer kaum sein und heißt: Real Madrid.

In den nächsten Tagen, so das Versprechen des belgischen Offensivstars, der zwei Tore (65., Foulelfmeter/72.) selbst erzielt und das von Pedro (60.) vorbereitet hatte, werde es Klarheit geben. "Es liegt an den Vereinen. Aber ich denke, das war mein Abschied", sagte der 28-Jährige noch auf dem Spielfeld.

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Der Sieg des FC Chelsea im Europa League Finale wurde vor allem von einem Thema begleitet: Der Zukunft von Eden Hazard. Schon länger wird über einen Wechsel des Offensivmanns spekuliert. Nun scheint sein Abgang besiegelt zu sein.

Real hat Hazard schon länger auf der Liste

Sofern sich die Königlichen und die Blues tatsächlich noch nicht einig sind, dürfte die Vorstellung im Olympiastadion von Baku den Flügelspieler noch viel teurer gemacht haben. Hazard dribbelte auf engstem Raum durch die Reihen, setzte Mitspieler in Szene, war selbst erfolgreich, kämpfte defensiv. Kurzum: Er zeigte alles, was der völlig wirkungslose und unauffällige Özil vermissen ließ.

"Er wird uns sehr fehlen, aber ich wünsche ihm für die Zukunft nach sieben Jahren loyaler Arbeit nur das Beste", sagte Weltmeister Olivier Giroud, der Chelsea in Führung brachte (49.). Auch Kapitän Cesar Azpilicueta sprach von einem "großen Verlust. Ich hoffe, dass er auch dort Titel gewinnt. Es war immer sein Traum, für Real zu spielen."

Tatsächlich besteht bereits seit 2014 eine mehr oder weniger lose Bindung zwischen Madrid und Hazard. Das liegt vor allem an Madrids Trainer Zinedine Zidane, den Hazard als großes Idol bezeichnet und der ihn selbst regelmäßig in den höchsten Tönen lobt. Sollte der Transfer diesmal endlich über die Bühne gehen, darf sich Zidane auf eine grandiose Zusammenarbeit freuen.

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Sarri: "Er ist ein wundervoller Spieler"

"Er ist ein wundervoller Spieler. Wenn man ihn und seine Spielweise versteht - ich habe ein paar Monate dafür benötigt - ist es einfach traumhaft", schwärmte Chelsea-Coach Maurizio Sarri: "Wir wissen, dass Eden weg will und müssen die Entscheidung akzeptieren."

Während Hazard also mehr als bereit ist für die große Herausforderung, rückt das Ablaufdatum von Özil wohl immer näher. Der ehemalige Madrilene lieferte im Duell der beiden Zehner das Kontrastprogramm, er musste nach seinem leblosen Auftritt ohne Akzente nicht nur Buhrufe der Fans ertragen, sondern auch beißenden Spott aus England.

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"Einzige Überraschung war, dass Özil 77 Minuten auf dem Platz stand"

Vom "alten Leid" schrieb das Boulevardblatt Sun über den Spieler, "der so viel verspricht und so wenig liefert. Die einzige Überraschung war, dass Özil 77 Minuten auf dem Platz stand."

Immerhin blieb sich Özil auch nach Schlusspfiff treu. Auf Rufe der wartenden Journalisten reagierte der 30-Jährige erst gar nicht, lustlos und fast beschämt schlich er sich davon. Die Bühne im Scheinwerferlicht gehörte ohnehin einem, der es verdiente: Eden Hazard.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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