Henning Matriciani über unfreiwilligen Abschied vom FC Schalke 04 aus den Medien
Henning Matriciani genießt bei Fans des FC Schalke 04 Kultstatus. Dennoch erhielt der Abwehrmann, der sich im Januar einen Kreuzbandriss zuzog, keinen neuen Vertrag bei den Knappen.
10.07.2026 | 11:42 Uhr
Dass es für ihn bei S04 nicht weitergehen würde, erfuhr Matriciani dabei aus den Medien. In Schalker Markt - der S04-Podcast von Sky Sport spricht er darüber, wie er die Situation seinerzeit wahrgenommen hat und was er sich vom Verein gewünscht hätte.
Hinter Henning Matriciani liegen schwere Monate!
Schalkes Publikumsliebling zog sich im Januar einen Kreuzbandriss im Testspiel gegen den VfL Osnabrück zu und kämpft seitdem ums Comeback.
Dieses wird der 26-Jährige allerdings nicht für den FC Schalke 04 bestreiten, denn der Pottklub verlängerte seinen im Sommer ausgelaufenen Vertrag nicht. Ein normaler Vorgang im Fußallgeschäft, zumal Matriciani unter Trainer Miron Muslic sportlich fast keine Rolle spielte.
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S04-Abschied aus den Medien erfahren
Das Besondere aber war, dass Matriciani selbst davon tatsächlich aus den Medien erfuhr, nachdem Sportvorstand Frank Baumann die Entscheidung des Vereins bei der WAZ im März öffentlich machte.
"Ich kann mich natürlich auch noch sehr gut daran erinnern. [...] Ich weiß noch, dass ich in Paderborn war, als das rauskam. Ich hatte es nur von anderen Leuten zugeschickt bekommen. Einer war Ron (Schallenberg, Anm. d. Red.), der mir einen Screenshot geschickt und gefragt hat, ob das stimmt", erklärt der ehemalige U21-Nationalspieler in Schalker Markt - dem S04-Podcast von Sky Sport.
"Ich kam gar nicht klar und dachte erst, es ist wieder mal fake, aber dann lese ich mir natürlich die Artikel durch und dachte mir 'Boah, da sind auch Zitate drin und dann heißt das schon, dass es auch gesagt wurde.' Natürlich war der Schock groß."
Matriciani hadert mit der Kommunikation
Matriciani erzählt weiter, dass er direkt seinem Berater geschrieben habe, ob das stimmt oder nicht. Dieser hätte dann Baumann kontaktiert. Der Profi sei im ersten Moment auch ein wenig "sauer" gewesen, aber nicht wegen der Entscheidung an sich. "Es ist deren Recht, mir keinen Vertrag zu geben. Das habe ich auch verstanden. Es ging mir einfach eher um die Kommunikation, wie es abgelaufen ist", so Matriciani.
Und weiter: "Es muss kein großes Gespräch sein, sondern ich hätte mich einfach gefreut, wenn man gesagt hätte: 'Komm mal kurz auf die Geschäftsstelle oder von mir aus auch in den Trainingstrakt, denn wir wollen etwas mitteilen'. So wie es abgelaufen ist und wie man dann auch dargestellt wurde, fand ich halt auch schon ein wenig blöd".
Comeback im Oktober?
Baumann hat sich laut Matriciani nach dem Bekanntwerden der Trennung aber noch persönlich bei ihm entschuldigt für die Art und Weise, wie es abgelaufen ist. Zudem fand auch ein persönliches Gespräch einige Tage später statt. "Nachtragend" sei Matriciani nicht, wie er im Podcast betont und arbeitet derzeit vielmehr hart am Comeback.
Unter anderem auch auf Schalke, denn der Aufsteiger unterstützt seinen Ex-Spieler bei der Reha und ermöglicht ihm auf dem Vereinsgelände ein reguläres Training. Klar ist allerdings noch nicht, ob dies - wenn Matriciani wieder einsteigen kann - bei den Profis oder der U23 der Fall sein wird. Laut eigener Aussage will Matriciani "Ende September oder Anfang Oktober wieder bei 100 Prozent sein".
Nach den schweren Monaten, sieht Matriciani also wieder Licht am Ende des Tunnels.
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