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Hertha BSC News: Pal Dardai schimpft mit Dodi Lukabakio

Rüffel für Hertha-Star: Dardai wird trotz Sieg zum "bösen Trainer"

Elisabeth Lastovka

14.05.2021 | 13:19 Uhr

Hertha BSC und Trainer Pal Dardai haben nach der Corona-Pause ihre eigenen Erwartungen übertroffen. Eine Aktion beim 2:1-Sieg auf Schalke stößt dem Trainer jedoch sauer auf.

Vier Punkte aus den drei Nachholspielen wollte Pal Dardai mit seiner Hertha nach der zweiwöchigen Quarantäne-Pause sammeln, um im Kampf gegen den Abstieg eine gute Ausgangsposition zu haben. Mit dem Sieg auf Schalke wurden es nun sogar drei Zähler mehr - eine Traum-Ausbeute.

"Das ist ein sehr schönes Gefühl, weil es auch ein verdienter Sieg war," analysierte der Ungar den 2:1-Sieg gegen die bereits abgestiegenen Schalker am Sky Mikro. Dabei brachte Amine Harit Schalke nach wenigen Minuten in Führung, dennoch "blieb die Mannschaft ruhig", bis Dedryck Boyata in der 19. Minute den Ausgleich erzielte. Joker Jessic Ngankam erzielte in der 73. Minute den ersehnten Führungstreffer.

Den Endstand konnte der Großstadtklub dann über die Zeit bringen - auch wenn Hertha am Ende vom doppelten Alu-Pech der Gelsenkirchener profitierte.

Dardai kritisiert Lukebakio: "Jetzt kommt der böse Trainer"

Doch trotz der famosen Punkte-Ausbeute musste der Trainer die nächsten Ausfälle hinnehmen. Krzysztof Piatek verletzte sich ohne Gegeneinwirkung und musste vom Platz. "Es sieht nicht gut aus", sagte Dardai nach dem Spiel auf der Pressekonferenz: "Das Sprunggelenk ist am Arsch."

Zu allem Ärger sah Dodi Lukebakio eine halbe Stunde nach seiner Einwechslung die Gelb-Rote Karte. Ein Umstand, der den Trainer besonders ärgert und wütend macht - schließlich wird das Lazarett der Berliner immer größer. "Das war blödsinnig und unnötig, das akzeptiere ich nicht", kritisierte der Trainer nach Abpfiff und kündigte an: "Jetzt kommt der böse Trainer zu ihm. Irgendwann reicht es mit nett sein."

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Insgesamt zeigte sich Dardai nach dem Auftritt seiner Mannschaft aber "glücklich und stolz". Vor allem aufgrund der Tatsache, dass für viele "die Hertha bereits vor der Zwangspause abgestiegen" gewesen sei, so der Ungar. Dabei ist der Zusammenhalt in der Mannschaft so stark wie nie in dieser Saison. "Auf dem Platz kämpft jeder für den anderen und wir sind eine verschworene Gemeinschaft geworden", lobte Torhüter Alexander Schwolow bei Sky und weiter: "Auch von außen werden wir für jede Aktion gepusht."

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Das straffe Programm im Abstiegskampf zehrt jedoch an den Spielern - vor allem körperlich. "Bei uns verletzen sich in jedem Spiel drei bis vier Spieler," erklärte Dardai, der dadurch zum Rotieren gezwungen ist. Nach dem 0:0 gegen Bielefeld blieben gegen Schalke nur Torhüter Alexander Schwolow, Mittelfeldspieler Lucas Tousart und der nun verletzte Stürmer Krzysztof Piatek in der Startelf.

Beim Abstiegskracher gegen Köln am Samstag (live ab 15.30 Uhr auf Sky Sport Bundesliga) ist der Trainer erneut zu Umstellungen gezwungen, eine wichtige Rolle kommt dabei auch den Spielern aus der Nachwuchsakademie zugute. Das Siegtor gegen Schalke erzielte mit dem 20-jährigen Jessic Ngankam ein waschechter Berliner, der seit seinem 6. Lebensjahr bei der Hertha ist. "Da ist man umso stolzer, der Mannschaft geholfen zu haben," zeigte sich der Mittelstürmer sichtlich erfreut über sein zweites Bundesliga-Tor.

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Zwei Spieltage vor Schluss hat sich die Hertha nun zwei Matchbälle erspielt und grüßt bis zum Showdown gegen den Vorletzten aus Köln vom 13. Tabellenplatz. "Jetzt haben wir zwei Matchbälle und dann schaffen wir das", blickte ein positiv gestimmter Dardai voraus. Auf den "bösen Trainer" muss sich wohl einzig Lukebakio gefasst machen ...

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