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HSV News: Jonas Meffert spricht über Trainingslager und Aufsteigsambitionen

Meffert: "Hinrunde hat uns extrem zusammengeschweißt"

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Im Unterschied zu vielen Klubs, die in Deutschland geblieben sind, befindet sich der Hamburger SV um Jonas Meffert im Trainingslager. Die Corona-geschützte Bubble gibt dem Spieler ein sichereres Gefühl (Videolänge: 0:33 Minuten).

Im exklusiven Interview mit Sky Sport spricht HSV-Spieler Jonas Meffert über das Trainingslager vor dem Rückrundenstart, den bevorstehenden Abgang von Alidou und seine Aufstiegsambitionen.

Der Mittelfeld-Chef nimmt Anlauf auf Liga 1 - wieder einmal. Mit Karlsruhe und Kiel ist Jonas Meffert jeweils denkbar knapp gescheitert. In der Karriere-Statistik des 27-Jährigen steht ein Bundesligaspiel für den SC Freiburg. Ab Sommer sollen endlich weitere Einsätze im Oberhaus folgen - am liebsten im HSV-Trikot.

Sky Sport: Was für ein Trainingslager-Typ sind Sie - notwendiges Übel oder mit Spaß bei der Arbeit?

Jonas Meffert: Früher war ich nicht begeistert ins Trainingslager fahren zu müssen. Das hat sich mittlerweile komplett geändert. Das Wetter ist besser, die Plätze sind besser - man kann sehr gut trainieren, weil die volle Konzentration auf den Fußball gerichtet ist. Es macht aber auch Spaß, mit den anderen zu quatschen. Die Zeit vergeht schnell.

Sky Sport: Und im Unterschied zu vielen Klubs, die in Deutschland geblieben sind, befinden Sie sich in einer Corona-geschützten Bubble. Ein gutes Gefühl?

Meffert: Man hat hier tatsächlich eine höhere Sicherheit, denn wir sind ja nur unter uns. Zu Hause geht man dann eben doch mal einkaufen oder einen Kaffee trinken - das ist hier nicht der Fall. Aber natürlich freue mich auch, zu Hause mal wieder andere Leute zu sehen. Das braucht man auch.

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Sky Sport: Merken Sie im Training, dass die Mannschaft weiter ist als zu Beginn der Sommervorbereitung?

Meffert: Ich finde, im Sommer war auch schon sehr viel Energie da. Jetzt ist es aber so, dass jeder direkt versteht, was gemeint ist und was der Trainer sehen will. Die Abläufe sind noch reibungsloser. Zudem ist der Aufenthalt hier spürbar zuträglich für den Teamgeist. Man merkt, dass alle sehr gut miteinander auskommen und Spaß miteinander haben.

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Sky Sport: Highlights bei der Freizeitgestaltung?

Meffert: Wir hatten ein Paddle-Tennis-Turnier - das hat den meisten auch viel Menge Spaß gemacht. Bascho (Anm. d. Red. Sebastian Schonlau), mein Zimmer- und Doppelpartner, ist ein sehr guter Tennisspieler. Wir sind bis ins Halbfinale marschiert und hatten Matchball gegen Jonas Boldt und Michael Mutzel - die haben wir dann am Ende aber lieber gewinnen lassen (lacht).

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Sky Sport: Ist ja auch wichtig, den Bossen immer ein gutes Gefühl zu geben. Wie vertreiben Sie sich abends die Zeit?

Meffert: Die Einheiten sind hart. Bascho hat zuletzt versucht zu lesen, ist aber nach ein paar Seiten direkt eingeschlafen. Wir gucken gern mal eine Serie oder zuletzt auch Skispringen - wir werden uns immer schnell einig über das Programm. Ich habe auch Material dabei für mein Studium - aber dazu bin ich noch nicht gekommen.

Sky Sport: Faride Alidou hingegen wird mutmaßlich nicht mehr lange Ihr Mitspieler bleiben. Wirkt sich sein wohl bevorstehender Abgang irgendwie auf die Situation aus?

Meffert: Überhaupt nicht! Faride hat uns schon extrem geholfen. Er ist ein sehr respektvoller Junge, der alles für die Mannschaft tut. Das sieht man auf dem Platz vor allem in der Rückwärtsbewegung. Wie er hinterher sprintet, wenn wir mal den Ball verlieren, zeigt, dass er dieses Teamgefühl zu 100 Prozent verinnerlicht hat. Das fällt den Leuten gar nicht so sehr auf, weil alle mehr darauf achten, was für schöne Tricks er drauf hat. Egal, was am Ende passiert: Ich bin mir sicher, dass er alles für den HSV geben wird, solange er das Trikot anhat.

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Der Hamburger SV verhandelt derzeit mit Eintracht Frankfurter über U-20-Nationalstürmer Faride Alidou. Jonas Meffert schwärmt im Sky Interview über seinen Teamkollegen (Videolänge: 0:45 Minuten).

"Die Hinrunde hat uns extrem zusammengeschweißt"

Sky Sport: Wie sind Sie als junger Spieler mit solchen Situationen umgegangen? Ist es Ihrer Ansicht nach sinnvoll, frühzeitig die Gunst des Augenblicks zu nutzen?

Meffert: Das sind Einzelfall-Entscheidungen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie das bei mir in dem Alter in Karlsruhe war. Wenn man so jung ist und gut spielt, werden halt andere Vereine aufmerksam. Ich war damals schon eher froh, dass ich beim KSC geblieben bin. Wenn wir damals aufgestiegen wären (Relegations-Niederlage gegen den HSV, Anm. d. Red.), wäre es zu 100 Prozent richtig gewesen.

Sky Sport: Dann hätten Sie jetzt mehr als Ihren einen Erstliga-Einsatz für Freiburg 2016 gegen Hoffenheim.

Meffert: Ja, stimmt. Ich bin gegen Nils Petersen ausgewechselt worden. Wir lagen 0:1 zurück, und brauchten ein Tor.

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Sky Sport: Bei diesem einen Spiel soll es sicher nicht bleiben?

Meffert: Generell hat ja jeder den Wunsch, zumindest ein Bundesligaspiel stehen zu haben. Da war ich schon sehr stolz drauf. Aber natürlich hätte ich gern noch ein zweites und ein drittes…

Sky Sport: Oder vielleicht sogar noch ein paar mehr - im HSV-Trikot?

Meffert: Man fühlt sich einfach sehr wohl bei diesem Verein, kommt schnell rein und hat richtig viel Spaß. Man merkt, dass das ein besonderer Klub ist, und jeder, der hier dabei ist, will den maximalen Erfolg.

Sky Sport: Wie bewerten Sie die Ausgangssituation im Aufstiegsrennen?

Meffert: Die ist ordentlich, aber wir haben einige Punkte liegen gelassen. Wir sind oben mit dabei, aber die Zähler fehlen uns natürlich trotzdem. Alles was passiert ist, hat uns als Team aber extrem zusammengeschweißt. Das müssen wir weiter festigen. Wenn wir was erreichen wollen, schaffen wir das nur alle zusammen. Wir werden alles daran setzen, nochmal so eine Runde zu spielen - möglichst natürlich sogar noch eine etwas bessere.

Sky Sport: Wie stehen die Chancen dafür?

Meffert: Wir werden besser eingespielt sein. Im Sommer waren die Abläufe noch nicht so sehr verinnerlicht. Im Fußball weiß man es nie so genau. Da können Kleinigkeiten den Verlauf entscheidend beeinflussen. Gegen Schalke zum Beispiel haben wir es eben nicht hinbekommen, gemeinsam alles dafür zu tun, um das Gegentor zu verhindern.

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Jonas Meffert über die Leistung des Hamburger SV. (Videolänge: 32 Sekunden)

Sky Sport: Haben Sie Lehren aus dem letztjährigen Fast-Aufstieg mit Kiel gezogen?

Meffert: Ich kenne das ja auch schon aus Karlsruhe. Es ist nicht sinnvoll, voreilige Schlüsse zu ziehen. Mit dem KSC waren wir zwei oder drei Spieltage vor Saisonende auch schon fast oben, haben dann aber noch ein oder zweimal verloren. Es wird auch dieses Jahr bis zum letzten Spieltag sehr eng und spannend bleiben.

Sky Sport: Am Anfang wird es auch direkt spannend. Nach dem Auftakt in Dresden folgt das Derby. Schon heiß auf die Wiedergutmachung gegen St. Pauli?

Meffert: Vorher haben wir aber noch ein sehr wichtiges Spiel in Dresden und in Köln - dem gilt zunächst mal unsere volle Konzentration. Aber wir wissen zu 100 Prozent, was das Spiel für die Fans bedeutet. Im Hinspiel waren wir vielleicht nicht mutig genug, hatten aber auch ein bisschen Pech mit dem Spielverlauf. Wir hätten einen Elfmeter kriegen müssen und dadurch die Chance gehabt, 2:1 in Führung zu gehen. Wir werden in diesem Spiel, wie in den anderen Partien der Saison, natürlich alles reinhauen und versuchen zu gewinnen.

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