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Inter Mailand setzt Mauro Icardi als Kapitän ab

Stürmer will in Europa League nicht spielen

Robert Gherda

13.02.2019 | 22:26 Uhr

Mauro Icardi ist nicht mehr Kapitän von Inter Mailand.
Image: Mauro Icardi ist nicht mehr Kapitän von Inter Mailand. © Getty

Mauro Icardi ist nicht mehr Kapitän von Inter Mailand. Dieser reagiert erbost und fehlt im Europa-League-Kader. Sind die anhaltenden Wechselspekulationen der Grund?

Wie Inter Mailand via Twitter bestätigte, wird das Team in Zukunft von Torhüter Samir Handanovic aufs Feld geführt. Stürmerstar Icardi reagierte beleidigt und weigerte sich im Inter-Kader für das Europa-League-Spiel bei Rapid Wien zu stehen.

"Icardi war nominiert. Er wollte aber nicht kommen. Es tut mir sehr leid, aber für uns war es kompliziert, dies alles zu kommunizieren", erklärte Trainer Luciano Spalletti auf der PK. Und weiter: "Es besteht Redebedarf. Mich persönlich interessieren die Vertragsangelegenheiten nicht".

Einen offiziellen Grund für die Degradierung nannten der Coach oder die Nerazurri nicht, aber der letzte Satz Spallettis lässt tief blicken.

Wechselspekulationen als Grund?

Ein mögliches Motiv könnten nämlich die anhaltenden Wechselspekulationen um den 25-Jährigen sein. Der Angreifer wird vor allem mit Real Madrid in Verbindung gebracht und vermied zuletzt ein klares Bekenntnis zu Inter.

Wanda Icardi, die Frau und Beraterin des Stürmerstars, sprach zuletzt im Fernsehen offen über die Verhandlungen. Die TV-Persönlichkeit forderte dabei mehr Schutz für ihren Ehemann und sah "keine Eile", den Vertrag vorzeitig zu verlängern.

Auch Icardi selbst sorgte zuletzt für Schlagzeilen, als er die Fans nach der Heimniederlage gegen Bologna kritisierte: "Wenn man den Verein nicht liebt, wenn er verliert, dann liebt man ihn auch nicht, wenn er gewinnt", schrieb der Angreifer bei Instagram.

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Accetta volentieri le difficoltà e gli ostacoli come passi importanti sulla scala del successo. 👏 #ForzaInter ⚫️🔵 #team #MI9 👊 #amala . Se non la ami quando perde, non amarla quando vince. ⚫️🔵

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Icardi im Team offenbar umstritten

Inter hat nun offenbar genug und reagierte mit der Absetzung Icardis. Die Vereinsspitze in Person von Präsident Giuseppe Marotta und Sportdirektor Piero Ausilio waren anwesend, als Icardi über die Degradierung informiert wurde. Spalletti war die Entscheidungsfindung ebenfalls eingebunden.

Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen große Teile der Mannschaft Icardi nicht als Kapitän respektieren. Dafür spricht, dass Teamkollege Marcelo Brozovic über seine Social-Media-Kanäle verschiedene Meldungen über die Absetzung mit einem Like versehen hat.

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Nicht im Kader in der Europa League gegen Rapid Wien

Icardi wartet seit sieben Partien in der Serie A auf einen Treffer. In der Champions League traf der Argentinier in der Vorrunde in sechs Spielen viermal, verpasste mit Inter aber das Achtelfinale und darf nun nur noch in der Europa League ran. Dort wird er zumindest im Hinspiel bei Rapid Wien nicht zum Einsatz kommen.

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